15 Tote Schafe: Erneut Massaker von Wölfen angerichtet

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In der Gemeinde Ralbitz-Rosenthal hat in der Nacht zu Sonntag wieder der Wolf zugeschlagen. Ein wahres Massaker wurde unweit der Ortschaft Laske angerichtet. 15 tote Schafe mussten von der Feuerwehr in der gesamten Umgebung gesucht und eingesammelt werden. Noch am Sonntagmittag reiste Landrat Michael Harig in die kleine sorbische Gemeinde um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. „Der Schaden der hier entstanden ist weist darauf hin, dass es mehrere Wölfe gewesen sein müssen“, so der Landrat bei seinem Besuch. „Schon seit 5 Jahren weise ich darauf hin, dass es so nicht geht. Man kann in einer Kulturlandschaft ein Großraubtier sich nicht grenzenlos vermehren lassen“, so die Meinung von Mchael Harig. Schafhalter Sven Schlafke sieht das genauso. Für ihn gibt es nur eine Lösung, damit der Wolfs-Terror endlich aufhört: „Die müssen abgeshossen werden und fertig. Damit hier Ruhe einkehrt!“ meint der Schafshalter. Doch den Wolf einfach abschießen? Das ist gar nicht so einfach. Der Landrat hat schon mehrfach beantragt, den Wolf zum Abschuss freizugeben. Bisher wurde er aber immer wieder hingehalten. Schon am Montag möchte er sich aber erneut ans Ministerium wenden. „Ich werde wieder einen Antrag stellen und auch dafür sorgen, dass sich das Ministerium das Geschehen hier vor Ort mal selbst anschaut. Ich hoffe, dass es hier endlich zur Abschussgenehmigung kommt und bin der Überzeugung, dass nicht nur Problemwölfe geschossen werden dürfen, sondern generell Wölfe.“ Die Schafe von Sven Schlafke bleiben solang bei einem befreundeten Schäfer aus der Nachbarschaft. Sie müssen sich erstmal von dem Schrecken der vergangenen Nacht erholen.

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