30 Kilometer Stau auf der A4

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Am Mittwochvormittag staute sich der Verkehr auf der BAB 4 zwischen dem Burkauer Berg und Dresden immer wieder und auf einer Länge von etwa 30 Kilometern. Ursache dafür war das abzusehende hohe Verkehrsaufkommen nach dem verlängerten Feiertags-Wochenende. Tausende Reisende, Berufspendler und Lkw versuchten, von Osteuropa und Ostsachsen kommend in Richtung Dresden und weiter in Richtung Westen zu fahren.

Diese Verkehrsmengen, die regelmäßig nach Feiertagen, Ferienzeiten oder verlängerten Wochenenden über die Autobahn rollen, konnte die nur zweispurige BAB 4 – wenig überraschend – nicht bewältigen. Die noch immer bestehende Baustelle zwischen Pulsnitz und Ottendorf-Okrilla verschärfte die Situation zusätzlich.

Auch Parkplätze für Lkw waren an der Autobahn einmal mehr Mangelware. An manchen Stellen standen Lkw auf dem Standstreifen oder in den Zufahrten zu den Parkplätzen, weil die Fernfahrer einfach nirgendwo einen Stellplatz fanden. Streifen der Autobahnpolizei forderten die Fernfahrer auf, weiterzufahren, die Autobahn zu verlassen und beispielsweise Industriegebiete anzusteuern, um die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten einzuhalten.

Auch die Bundesstraße 6 und die S 111 waren im Landkreis Bautzen als einzige nutzbare, parallel zur Autobahn verlaufende Ausweichroute überlastet. Einige Reisende benötigten für die etwa 50 Kilometer lange Passage zwischen Bautzen und der Landeshauptstatt knapp zwei Stunden.

Durch Unachtsamkeit ereigneten sich auf der BAB 4 am Mittwochvormittag an mindestens zwei Stellen in Fahrtrichtung Dresden Auffahrunfälle.

So prallte ein 36-jähriger Citroen-Fahrer mit seinem VAN in der Abfahrt des Burkauer Berges aufgrund von Unachtsamkeit und mangelndem Sicherheitsabstand auf das Heck eines vor ihm bremsenden Audis (Fahrerin 55). Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden betrug rund 2.000 Euro.

Im Baustellenbereich war gegen 10:00 Uhr ein Lkw vom Typ Mercedes-Benz auf das Heck eines vor ihm bremsenden Kleintransporters Iveco (Fahrer 45) geprallt. Durch den Anschub wurde dieser gegen einen weiteren Kleintransporter (Fahrer 43) geschoben. Der 32-jährige Unfallverursacher hatte das Bremsen der anderen Fahrzeuge aufgrund unzureichenden Sicherheitsabstandes zu spät bemerkt. Die havarierten Laster blieben in der rechten Fahrspur liegen und sorgten so für ein zusätzliches Nadelöhr. Verletzt wurde bei der Kollision niemand. Der Sachschaden betrug rund 7.500 Euro. [Quelle: Polizei]

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