Ausmaß von Sturm Herwart größer als angenommen

490

Die Schäden, welche am vergangenen Sonntag durch den verheerenden Sturm Herwart angerichtet wurden sind größer, als zunächst angenommen. Das berichtete heute das Sächsische Umweltministerium. Sachsenforst gehe derzeit von einem Sturmschaden von fast 650.000 Kubikmetern aus. Damit wurden die größten Schäden der vergangenen zehn Jahre verursacht. Auch im Landkreis Bautzen hatte es am vergangenen Wochenende zahlreiche Wurf- und Bruchschäden an Waldbeständen und Einzelbäumen gegeben. Das Landratsamt ruft Waldbesucher dazu auf, den Wald mit erhöhter Vorsicht zu betreten. Die Gefahr für den Menschen bestehe auch nach dem Sturm, da weiterhin Äste abbrechen und Bäume nachbrechen könnten. Große Gefahren würden auch für Personen bestehen, die bei der Aufarbeitung der Sturmschäden tätig sind. Hierzu sei eine spezielle Ausbildung notwendig, da die Stämme unter starken Spannungen stehen und sich unerwartet und ruckartig lösen können. Häufig ist die Sturmschadensbeseitigung nur mit Unterstützung von schwerer Technik sicher möglich. 

Das Landratsamt Bautzen als untere Forstbehörde rät deshalb allen Waldbesitzern, sich vor der Arbeit im Sturm- und Bruchholz bei den Forstrevierleitern des

über die Herangehensweise zu informieren.

Die durch den Sturm geschädigten Waldflächen und Einzelbäume (insbesondere Nadelholz) bieten für Borkenkäfer eine gute Entwicklungsmöglichkeit. Daher ist es dringend angeraten, das Sturmholz zeitnah aufzuarbeiten und vor dem kommenden Frühjahr aus dem Wald zu transportieren.

Wichtige Hinweise für Waldbesitzer zur Bewältigung von Sturmereignissen im Wald gibt die Broschüre des Staatsbetriebes Sachsenforst, welche unter folgender Adresse abrufbar ist: https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/23871.

Teilen