Feuerwehr kämpft gegen Platzproblem vor den Kitas

Wenn es in einem Kindergarten brennt, dann hat die Feuerwehr meist nicht nur mit den Flammen zu kämpfen. Oft beginnen die Probleme schon bei der Fahrt zum Brandobjekt. Denn die als Feuerwehr-Stellfläche ausgewiesenen Plätze werden oft von Eltern als Kurzzeit-Parkplatz genutzt. Gerade in den Stoßzeiten am frühen Morgen halten die Mütter und Väter mit ihren Autos direkt von dem Kita-Gebäude, um ihre Kinder dort abzugeben. Doch im Falle eines Brandes kann dies ernste Konsequenzen haben. Im schlimmsten Fall kommt die Feuerwehr erst gar nicht auf das Gelände oder die Hydranten sind zugeparkt. Nicht auszudenken, was dann alles passieren kann. Um dem entgegenzuwirken, hat die Stadt Pulsnitz eine Initiative gestartet und die Feuerwehr am Dienstagmorgen vor der Kita „Wichtelburg“ positioniert.

Denn an der Kindertagestätte Wichtelburg ist die Situation besonders schlimm. Eine Baustelle auf der nahegelegenen Waldstraße lässt diese Ecke von Pulsnitz sowieso zum Nadelöhr werden. Hinzu kommt, dass direkt vor der Kita nur sehr wenig Platz für Einsatzfahrzeuge zur Verfügung steht. Diese Fläche ist auch als Feuerwehr-Stellfläche markiert und mit einem Park- und Halteverbot ausgestattet.

Im Fall der Fälle muss das Löschwasser aus einer Zisterne am Polzenberg gefördert werden. Auch hier wird es auch ohne parkende Autos schnell eng. Denn wenn es in der Kita Wichtelburg brennt, werden sofort mehrere Feuerwehren alarmiert.

Und genau diese Einsatzfahrzeuge brauchen ihren Platz. Deshalb sollen die Eltern ihre Autos eigentlich auf dem gut 200 Meter entfernten Parkplatz an der Hempelstraße abstellen. Doch dafür scheint sich so mancher zu bequem zu sein. Oft herrscht zudem Zeitdruck, auch wenn die Kinder am Nachmittag abgeholt werden. Denn wer sein Kind zu spät abholt, zahlt teure Gebühren oben drauf. Dennoch stößt man bei den Eltern mit der Feuerwehr-Aktion auf Verständnis: Bleibt zu hoffen, dass die Eltern nach dieser Aktion etwas mehr an die Feuerwehr denken und in Zukunft die Rettungswege freihalten. Denn im Ernstfall haben die Einsatzkräfte keine Zeit, um noch herum zu rangieren. Dann zählt jede Sekunde.

Radfahrer stirbt nach Zusammenstoß mit LKW

Ein tragischer Verkehrsunfall hat sich am Mittwochabend in Großröhrsdorf ereignet. Auf der Bretniger Straße war ein Radfahrer unterwegs, welcher aus noch ungeklärter Ursache von einem LKW angefahren wurde. Der 79-jährige Mann stürzte dadurch und zog sich schwerste Verletzungen zu. Rettungskräfte brachten den Mann in ein Krankenhaus, wo er jedoch wenig später seinen Verletzungen erlag. „Der LKW-Fahrer entfernte sich zunächst vom Unfallort, kehrte dann aber wieder sofort zurück“, so ein Sprecherin der Polizei. Ein Sachverständiger unterstützte die Ermittlungen des Verkehrsunfalldienstes. Ziel sei es, die genauen Umstände zu klären. Im Einsatz war auch die Feuerwehr aus Großröhrsdorf, welche die Polizei bei der Unfallaufnahme unterstützte. Durch den Unfall entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 2.200 Euro.

Kind unsittlich berührt: Wer kennt diesen Mann?!

Die Polizei fahndet seit heute öffentlich nach einem Mann, der Ende Januar ein zwölfjähriges Mädchen auf der Oschatzer Straße in Dresden bedrängt hat. Das Mädchen war auf dem Weg zur Straßenbahn, als es durch den unbekannten Mann angesprochen wurde.

Im Laufe des Gespräches kam er ihr immer näher und hielt sie fest. Im Anschluss führte er die Zwölfjährige zu einer nahegelegenen Sitzbank. Er setzte sich, zog das Mädchen an sich heran und berührte sie während der Umarmung in unsittlicher Weise.
Nach einiger Zeit konnte sich das Mädchen losreißen und in eine Straßenbahn flüchten. Der Mann sprach während des ganzen Vorfalls Englisch.

Die Zwölfjährige beschrieb ihn wie folgt:
– ca. 1,80 m groß und kräftig gebaut
– schwarze längere Haare zu einem Zopf gebunden
– Ohrring oder Tunnel im rechten Ohr
– dunkle Augen mit kleiner Narbe unter dem linken Auge
– dunkle Überjacke
– dunkle zerrissene Jeans
– ungepflegtes Erscheinungsbild mit Dreitagebart

Im Rahmen der Ermittlungen konnte ein Phantombild des Tatverdächtigen erstellt werden.

Die Polizei fragt: Wer kennt den abgebildeten und beschriebenen Mann? Wer kann Angaben zu seiner Identität oder seinem Aufenthaltsort machen? Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen.