Richtfest für neue Rettungswache in Görlitz

Nach rund neun Monaten Bauzeit fand heute, 3. Juli 2018, das Richtfest für den Neubau der Rettungswache Görlitz, Reichertstraße 112 statt. In Anwesenheit des Leiters des Amtes für Hoch- und Tiefbau Dieter Peschel, der Planungs- und Baufirmen sowie Vertretern, u.a. der Landkreisverwaltung wurde eine erste Zwischenbilanz gezogen.

Nach dem Abschluss aller vorbereitender Maßnahmen, wie der Beräumung der alten Garagen und der Fahrzeughalle sowie der Herstellung der provisorischen Anschlüsse zur Absicherung der Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge während der Bauphase, wurde im Oktober letzten Jahres mit den Abbrucharbeiten begonnen. Das Hauptgebäude selbst wurde dabei um sechs Reihengaragen und eine verschlissene Fahrzeughalle zurückgebaut.

Der Neubau und die Sanierung des Hauptgebäudes, welches sich im Erdgeschoss des Gebäudes, Reichertstraße 112 in Görlitz befindet, wurden notwendig, um die Rettungswache den heutigen Erfordernissen und den technischen Standards anzupassen. Der Neubau besteht teils aus Mauerwerk und Stahlbetonkonstruktion mit dem entsprechenden Wärmedämmverbundsystem. Die Bruttogrundfläche für den Neubau beträgt 576 Quadratmeter, davon entfallen auf die Hallen 414 Quadratmeter. Entstanden sind zudem zwei neue Fahrzeughallen mit jeweils drei Stellplätzen, zwei mit Waschplätzen, die sich in der Krankentransportwagenhalle befinden. Über einen Zwischenbau sind die Hallen mit dem Hauptgebäude verbunden. Das entstandene Verbindungsgebäude enthält neben verschiedener Funktionsräume, Räumlichkeiten für Dekontamination und Desinfektion, ein KFZ-Lager, einen Geräteraum sowie verschiedene Lagerräume. Entsprechend den aktuellen Anforderungen werden die Umkleide- und Sozialräume im Erdgeschoss saniert, es erfolgt ein Anschluss an die vorhandenen Medien und die Regen- und Schmutzwasserleitungen werden erneuert. Mit der Erweiterung der Freianlagen um fünf Mitarbeiterstellplätze soll das Vorhaben zum Jahresende 2018 abgeschlossen werden.

Die geplanten Baukosten betragen rund 1,2 Millionen Euro und werden von den Kostenträgern (Krankenkassen, Verbände, Ersatzkassen) in voller Höhe refinanziert. Das Vorhaben ist in 23 Lose unterteilt, sieben davon befinden sich bereits in der Ausführung.

Eine Schwierigkeit, die es bei diesem Vorhaben zu überbrücken gilt, ist die Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs der Rettungswache und die parallele Umsetzung der Baumaßnahmen. Betrieben wird die Rettungswache rund um die Uhr von 12 Mitarbeitern des ASB Rettungsdienstes und Katastrophenschutzes gGmbH Görlitz. An diesem Standort sind drei Krankentransportwagen, zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug untergebracht.

Aktuell gibt es im Landkreis Görlitz zwölf Rettungswachen an den Standorten Klitten, Görlitz, Niesky, Reichenbach, Rothenburg/OL, Weißwasser, Altbernsdorf, Ebersbach-Neugersdorf, Löbau, Spitzkunnersdorf, Zittau sowie drei Außenstellen in Mücka, Bad Muskau und die Berufsfeuerwehr Görlitz.

Autobahn-Sperrung sorgte für Chaos

Um die Autobahn 4 bei Pulsnitz herrschte gestern Chaos. In beiden Richtungen hatte es Sperrungen nach Unfällen gegeben, die Umleitungsstrecken waren völlig überlastet. Feuerwehr und Rettungskräfte waren im Dauereinsatz, um zum Einen die Verletzten zu versorgen und zum Anderen auch die im Stau stecken gebliebenen Kraftfahrer zu betreuen. Am Vormittag hatte es in Richtung Dresden kurz vor der Anschlussstelle Ottendorf einen LKW-Unfall gegeben, dessen Bergung noch bis in den Abend dauerte. Vier Laster waren hier kollidiert. Einer davon war mit tonnenschweren Metallteilen beladen, welche umgeladen werden mussten. Ein weiterer LKW hatte Eier geladen, die sich auf der ganzen Fahrbahn verteilten. Auch literweise Diesel verunreinigte die Straße. Bis 23 Uhr waren die Bergedienste hier im Einsatz. Auf der Gegenspur musste ein Rettungswagen wegen eines medizinischen Notfalls halten. Die Feuerwehr sicherte dies ab, es bildete sich auch hier ein Rückstau, in welchem sich ersten Angaben zufolge zwei weitere Unfälle ereigneten. Das Ausmaß dieser Sperrung war erheblich, gerade die umliegenden Städte und Dörfer litten unter dem enormen Schwerverkehr. Gegen 23 Uhr waren laut Polizei alle Unfallstellen geräumt. Das DRK und die Feuerwehr versorgten in dieser Zeit die Auto- und LKW-Fahrer im Stau mit Wasser und kochten am Abend für die vielen Einsatzkräfte etwas zu essen.

Die Lage – Folge 2 [25.06.2018]

In unserem neuen Format „Die Lage“ greift David Vandeven im Gespräch mit dem Bautzener Rechtsanwalt Arno Glauch verschiedene Themen auf, die sowohl regional von Bedeutung sind, aber auch über den Tellerrand in die weite Welt schauen lassen.

Themen diesmal unter anderem:

  • Vergiftetes Schwarzwasser in Nedaschütz
  • Kunstbus tourt durch die Oberlausitz
  • Das politische -Ablenkungsmannöver Fußball-WM
  • Die aktuelle Regierungskrise
  • Elektrifizierung des Bahnstrecke Richtung Polen und einiges mehr…

Alle Folgen von „Die Lage“ könnt ihr hier im Archiv durchstöbern.

Auto brennt nach Unfall in Radeberg

Einen ziemlichen Menschenauflauf zur Rushhour hatte ein Verkehrsunfall in Radeberg am Montagnachmittag zur Folge. Eine 35-jährige A 3-Lenkerin war auf der August-Bebel-Straße in Richtung Dresden unterwegs, als sie auf einen haltenden Linienbus auffuhr. Durch den Zusammenstoß geriet der Wagen in Brand. Die Fahrerin konnte den Audi leicht verletzt selbständig verlassen. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von zirka 15.000 Euro. Die Straße war an der Unfallstelle für etwa anderthalb Stunden gesperrt. Die Freiwillige Feuerwehr löschte die Flammen zügig.

Landkreise arbeiten in Katastrophenvorsorge zusammen

Die Nachbarlandkreise Görlitz und Zgorzelec arbeiten an einer Strategie zum Katastrophenschutz rund um das Einflussgebiet der Neiße. Der Auslöser dazu liegt inzwischen knapp acht Jahre zurück. Im August 2010 hatte die Stadt Görlitz Glück im Unglück. Über viele verschiedene Quellen wurde aus Polen gemeldet, dass der Witka-Staudamm gebrochen sei und eine Flutwelle die Neiße herunterströmt. Polizei und Feuerwehr hatten lediglich ein geringes Zeitfenster, um Görlitzer Anwohner/innen und Unternehmer/innen in Ufernähe vorzuwarnen und in Sicherheit zu bringen. In Ostritz hingegen kamen die Warnungen zu spät und große Teile des Ortes wurden überflutet.

Trotz dieser kurzfristigen Maßnahmen war der entstandene Schaden auch in Görlitz groß. Vor allem Sachschäden, die Existenzen bedrohten und teilweise zerstörten, mussten hingenommen werden. Bei einer schnelleren Informationsübermittlung und -verbreitung und einer besseren grenzübergreifenden Einsatzplanung wäre zum einen die Bevölkerung und zum anderen der Katastrophenschutz besser auf ein solches Ereignis vorbereitet gewesen und hätte effizienter handeln können.

Um die Bevölkerung in Zukunft erfolgreicher schützen zu können, haben sich im Jahr 2012 die Landkreise Görlitz und Bautzen und auf tschechischer Seite der Landkreis Liberec für ein Katastrophenschutz-Projekt zusammengeschlossen. Ziel des Projektes war die Entwicklung und Etablierung der Anwendung „MobiKat“ – eine Software im Bereich der Feuerwehren, Katastrophenschutzeinheiten, des Rettungsdienstes sowie weiterer Fachdienste (Lebensmittelüberwachung-Veterinär). Mittels dieser Anwendung hat die interessierte Bevölkerung über eine Online-Plattform unter anderem Zugriff auf Pegelstände und Live-Bilder ausgewählter Web-Cams.

Um auch den polnischen Landkreis Zgorzelec mit einbeziehen zu können, arbeiten die beiden Nachbarlandkreise gemeinsam seit Ende 2016 an einer Erweiterung des Programms. In erster Linie wird eine Schnittstelle zur Dateneinspeisung polnischer Informationen geschaffen. Außerdem werden die Kommunikationswege kürzer und effektiver gestaltet, um im Notfall zu jeder Tages- und Nachtzeit den zuständigen Entscheidungsträger zu erreichen.

Das Projekt befindet sich aktuell in der Halbzeit. Verschiedene Schwerpunkte sind schon erfüllt oder zumindest bereits in Auftrag gegeben. So wurde zum Beispiel eine Gefährdungsanalyse für das gesamte Projektgebiet erstellt. Auf Grundlage dieser Ergebnisse wird auch das MobiKat weiterentwickelt und fortwährend angepasst.

„Wir wollen erreichen, dass das Programm im Jahr 2020 eingesetzt werden kann. Es wird uns maßgeblich dabei unterstützen, die Neißebewohner/innen zu schützen. 2010 darf sich nicht wiederholen“, äußert sich Mario Schurmann, Sachbearbeiter im Amt für Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungswesen im Landkreis Görlitz und zuständiger Sachbearbeiter für die Bearbeitung der Fördermittel.

Das Projekt wird durch die Europäische Union aus den Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG Polen-Sachsen 2014-2020 finanziert.

Umfangreiche Förderung für neue Kita in Bautzen

Gute Nachrichten für die Stadt Bautzen: Vize-Landrat Udo Witschas übergab am 14. Juni 2018 an Bürgermeister Dr. Robert Böhmer einen Fördermittelbescheid für die neue Kindertagesstätte der Stadt Bautzen am Schützenplatz. Künftig sollen hier 36 Kinder in der Krippe, 135 Kindergartenkinder und 15 Kinder im Hort betreut werden. Insgesamt werden rund 5,6 Millionen Euro investiert. Davon steuert der Landkreis aus verschiedenen Förderprogrammen rund 2 Millionen Euro bei, der Freistaat über das Programm „Brücken in die Zukunft“ weitere 2,4 Millionen Euro.

Brandstiftung? Wohnhaus in Wiednitz geht in Flammen auf

In der Nacht zu Sonntag wurden Feuerwehr und Polizei nach Wiednitz gerufen, da der Dachstuhl eines Einfamilienhauses an der Leippschen Straße brannte. Acht Löschfahrzeuge der Berufsfeuerwehr aus Hoyerswerda sowie der Freiwilligen Wehren der Umgebung bekämpften die Flammen, die das gesamte Gebäude erfassten und es in Einsturzgefahr brachten. Die Bewohner befanden sich bei Ausbruch des Feuers nicht im Haus. Wie der Brand entstand, ist noch unbekannt und wird im Rahmen der kriminalpolizeilichen Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung geklärt werden. Zur Höhe des Sachschadens liegen bisher noch keine Angaben vor.

Alexander Ahrens und Jörg Drews im Gespräch

Alexander Ahrens, Oberbürgermeister der Stadt Bautzen und Jörg Drews, Geschäftsführer bei der Firma Hentschke-Bau sprechen unter Moderation von David Vandeven über verschiedene Themen, die Bautzen derzeit bewegen. Unter anderem geht es um den Bahnhof und das dazugehörige Areal, sowie um die Stadthalle Krone, die neue Altstadt-Brücke und anderen Themen.

Videoquelle: OLHS TV / Peter Bohot / https://www.youtube.com/channel/UC4GId0gEWGzRWfN8nOeFZDQ
Fotos: Rico Löb

Autodieb rammt Streifenwagen bei Verfolgungsfahrt

Eine Verfolgungsjagd zwischen der Polizei und einem mutmaßlichen Autodieb hat es am frühen Sonntagmorgen auf der A4 gegeben. Den Beamten der Autobahnpolizei fiel im Raum Dresden ein Ford Edge auf, der dauerhaft auf der mittleren Fahrspur unterwegs war. Die Polizisten entschieden sich, den Wagen anzuhalten und gaben dies dem Fahrer mit verschiedenen Anhaltesignalen zu verstehen. Der Mann jedoch gab Gas und flüchtete. Die Polizei nahm unverzüglich die Verfolgung auf und zog dabei auch zivile Kräfte hinzu. Während der nicht ungefährlichen Verfolgungsfahrt rammte der flüchtige Wagen immer wieder das Einsatzfahrzeug. In einer Baustelle kurz vor der Anschlussstelle Pulsnitz zog sich der Ford dann einen Reifenschaden zu. Das sorgte dafür, dass der Fahrer das Auto zwischen den Anschlussstellen Pulsnitz und Ohorn stoppen musste. Die eingesetzten Beamten konnten den Mann festnehmen. Da er sich auf seiner Irrfahrt Verletzungen zugezogen hatte, musste er von einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Der aus Polen stammende Mann war ersten Angaben zufolge nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis und stand außerdem noch unter dem Einfluss von Drogen. Der Eigentümer des gestohlenen Ford im Raum Zwickau wusste von dem Autodiebstahl noch nichts, die Polizei informierte ihn darüber.

Ein Blick auf die Bautzener Bahnhofs-Baustelle

Das Team vom Bautzener Stadtgeflüster hat sich am 14. Juni auf dem Baustellengelände am Bautzener Bahnhof umgesehen und vom Bauherren Jörg Drews alles weitere erläutern lassen.

Videoquelle: OLHS TV / Peter Bohot / https://www.youtube.com/channel/UC4GId0gEWGzRWfN8nOeFZDQ
Fotos: Rico Löb