Der neue VW Touareg im Autohaus Matticzk

Beim MiTag des BVMW am 05. Juni 2018 auf dem Bischofswerdaer Butterberg stellte das Bautzener VW-Autohaus Matticzk den neuen VW Touareg vor. Zwei dieser Luxus-SUV’s wurden ausgestellt, obwohl die offizielle Markteinführung erst am 22. Juni ist. Ab diesem Datum kann man sich den Wagen dann auch im Autohaus Matticzk anschauen und eine Probefahrt vereinbaren.

Affentheater um einen Arzt

Man kann es kaum glauben: ein Arzt verletzt vorsätzlich ein Gesetz. Und dann behauptet er, dazu irgend wie berechtigt gewesen zu sein. Obwohl die Straßenverkehrsordnung es eindeutig  anders sieht. Ohne Sondereinsatzrechte wie Blaulicht darf ein Arzt auch dann nicht schneller als erlaubt fahren, wenn er meint es gehe um einen Notfall. Denn es geht um die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer. Das müsste eigentlich auch ein Arzt verstehen. Gesetze gelten für alle Menschen in gleicher Weise. Das ist eine zivilisatorische Errungenschaft, denn das war früher ganz anders. Da gab es Vorrechte für Adel und Kirche. Allgemeine Gesetze, Gesetze die für alle in gleicher Weise gelten, gab es  erst in Folge der Aufklärung und französischen Revolution. Dass er kein Unrechtsbewusstsein hat, beunruhigt mich nicht. Auch der Arzt ist nur ein Mensch, Gleicher unter Gleichen und kein Halbgott in Weiß. Aber was dann folgt, ist bizarr. Er droht damit wegen des ihm drohenden Fahrverbots seine Praxis schließen. Seine Patienten sollen als Geiseln für sein Fehlverhalten genommen werden. Gegen den Bußgeldbescheid will er noch nicht einmal Einspruch einlegen, denn dann müssten sich ja die Mitarbeiter des Amtes auf seine Kosten als Steuerzahler erneut mit dem Vorgang befassen. Der  Sachbearbeiter müsse vielmehr für seinen Fehler bestraft werden.  Wohl gemerkt: Es gibt gar keinen Fehler. Das geltende Recht wird nur angewendet wie bei anderen auch. Der öffentliche Wirbel ruft den zuständigen Oberbürgermeister auf den Plan, der seinen Mitarbeiter zunächst verteidigt. Was passiert danach: Unser  Arzt wird  zum Oberbürgermeister zum Gespräch eingeladen. Sie plaudern 2 Stunden. Am Ende schließt der Arzt seine Praxis dann doch nicht. Man könnte sagen: Ende gut – alles gut. Das Gegenteil ist der Fall. Niemandem wird mit derart wirren Behauptungen und Drohungen gedient . Auch nicht um den Preis einer Arztpraxis.

Dieseln oder nicht Dieseln? Das ist keine Frage!

Hilfe Schreie lassen mich aus meinen Schlaf aufschrecken. Sofort nehme ich einen verbrannten Rauchgeruch war. Ich stürze zum Fenster und auf der gegenüberliegenden Straßenseite brennt das Haus lichterloh. Menschen irren schreiend und hilflos auf den Straßen herum, wartend auf die Feuerwehr. Panik macht sich breit. Vergebens, die Feuerwehr kommt nicht und das Haus brennt bis auf die Grundmauern nieder. Bald Zukunft? Ja. Laut einer Umfrage im Jahr 2018 werden 99% der Feuerwehrfahrzeuge mit Dieselmotoren ausgerüstet. Mit einem Dieselfahrverbot dürfen auch diese Fahrzeuge nicht mehr zum Einsatzort fahren. Erschwerend kommt hinzu, dass 75% der Feuerwehrretter ebenfalls Dieselfahrzeuge privat besitzen und im Falle eines Notfalls erst gar nicht zu den Einsatzfahrzeugen gelangen. Gut, nun werden Sie sagen: „Das ist was ganz anderes“. Dafür gibt es dann bestimmt Regeln und Ausnahmen. Nun, wie viele Ausnahmen wollen Sie zulassen? Schauen wir doch mal zur Bahn, wie viele Dieselloks verkehren noch auf Deutschlands Schienen? Wie viele Dieselschiffe, verkehren rein auf Deutschen Gewässern? Von den großen Kreuzfahrtschiffen und Container Schiffe in internationalen Gewässern wollen wir erst gar nicht reden. Und ist das Ganze wieder ein rein deutsches Problem? Schauen wir doch mal nach Frankreich, Italien, Polen und weitere EU-Staaten? Was passiert mit dem Dieselfernverkehr? Dürfen diese Dieselfahrzeuge in die Städte einfahren? Ist die Grundversorgung der deutschen Bevölkerung an Lebens- und Nahrungsmittel noch gesichert? Und wenn das wieder ein deutsches Problem ist und die Nachbarstaaten sich nicht den Fahrverboten von Dieselfahrzeugen anschließen, bleiben die Schadstoffe auch in diesen Ländern? Hört der Wind an der Grenze auf zu blasen?

Ich bin Berater und Schauspieler und lege rund 70‘000 Kilometer pro Jahr auf europäischen Straßen zurück. Ich bin auf das Auto angewiesen, allein wegen des Bühnenequipments. Mein Dieselfahrzeug verbraucht rund 6 Liter auf 100km, was bei einer Fahrleistung von 70000km rund 5000 Euro Dieselkosten bedeutet. Mein Fahrzeug gibt es vergleichbar mit Benzinmotor. Allerdings gibt der Hersteller den Verbrauch auf 9 Liter pro 100km an. Bei gleicher Rechnung ergibt das Mehrkosten von 3500 Euro netto. Ich bin mir sicher, dass viele meiner beratenden, freischaffenden Kollegen oder viele Kleinunternehmer diese Rechnung aufgestellt haben. Ein Abschied vom Dieselmotor und auf benzinbetriebene Antriebsarten umzusteigen oder gar auf Elektromobilität oder Wasserstoffbetriebene Fahrzeuge sind auf Grund der hohen Verbrauchs- und Anschaffungskosten sowie der geringen Reichweite noch keine Alternative.

Aus diesem Grund muss ich Christian Lindner recht geben, wenn er von Enteignung von Kleinunternehmern in Deutschland spricht.
Und selbstverständlich trifft es wieder mal die Kleinen. Diese Maßnahme lässt die Schere zwischen Reich und Arm weiter auseinander gehen. Aus meiner Sicht wirft das Dieselfahrverbot mehr Fragen als Lösungen auf. Wieder einmal werden die Kleinen Opfer unüberlegter Schnellschüße einer handlungsunfähigen, nur auf eigenen Profit ausgerichteten Regierung. Mich würde mal interessieren, wie die Richter entscheiden würden, wenn ihr Haus brennt. Deshalb ist „Dieseln oder nicht Dieseln“ für mich keine Frage. Ich gehe weiter mit meiner Diesel Jeans in den Innenstädten einkaufen.

Veranstaltungshinweis: Sicher fahren im hohen Alter

„Wo war doch gleich das Schild auf dem die 30 stand? Warum fährt der vor mir nicht schneller? Kein Wunder. In dem Alter…“. Solche Gedanken spielen sich wohl täglich in der Hektik des Berufsverkehrs hinter den Lenkrädern ab. Wobei es sich hier wohl eher um die reduzierte Variante handelt. Tatsächlich stellt sich die Frage, wie fit Mann oder Frau in einem Alter jenseits der 60 noch sind, um sich gefahrlos in den Wirren des Straßenverkehrs zu bewegen. Viele sind auf das eigene Fahrzeug angewiesen, müssen in die Städte zum Einkaufen, zum Arzt oder ins Theater. Es ist also auch eine von der Gesellschaft erzwungene Situation. Mit seinem Vortrag „Älter werden. Sicher Fahren.“ im Rahmen der Vorlesungsreihe „Bautzener Akademie“ widmet sich Roland Rosenkranz am Montag, dem 8. Januar 2018, 18.00 Uhr, genau diesem Thema. Er geht dabei auf Fakten zur Fahr-Fitness ein und gibt bei Bedarf Tipps für die Straße. Ergänzen wird er seine Ausführungen mit Neuigkeiten zum Bußgeld und dem „Punktesystem“.

Roland Rosenkranz ist Jahrgang 1952 und seit 1991 zwischen Dresden und Bautzen als Fahrlehrer unterwegs. Er kennt also die tägliche Praxis und vermittelt sein Wissen seit fast 20 Jahren als Moderator des Deutschen Verkehrssicherheitsrates DVR.

Die „Bautzener Akademie“ ist eine Vorlesungsreihe, die von der Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Studienakademie Bautzen organisiert wird. Zwischen November und April finden jeweils am ersten Montag des Monats Vorlesungen mit hochrangigen Referenten zu unterschiedlichsten Themen statt. Beginn im Vortragssaal der Staatlichen Studienakademie, Löbauer Straße 1, ist jeweils 18.00 Uhr. Aktuell erlebt die „Bautzener Akademie“ ihre 13. Auflage. Auf dem Programm stehen noch Weltanschauungs- und Sektenfragen, der Darm als unterschätztes Organ und die Geschichte der zwei sorbischen Vereinshäuser in Bautzen. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist jeweils kostenfrei. [Quelle: Stadtverwaltung]

Vorsicht vor Wildtieren auf den Straßen

Kraftfahrer aufgepasst: in den Morgen- und Abendstunden steigt wieder die Gefahr eines Wildunfalls. Allein aus den Landkreisen Bautzen und Görlitz wurden der Polizei zwischen Montag- und Donnerstagmorgen insgesamt 37 Wildunfälle gemeldet.

Jetzt, wo viele Felder abgeerntet sind, legen Rehe, Hirsche und Wildschweine weite Wege zwischen den Fluren und Wäldern zurück. Zudem ändern sich die Sichtverhältnisse. Morgens wird es später hell, dafür abends eher dunkel. Bei herbstlich feuchten Witterungsverhältnissen können die Straßen zudem rutschig werden.

All diese veränderten Bedingungen stellen besondere Anforderungen an die Kraftfahrer. Darum rät die Polizei:

  • Rechnen Sie gerade in den Morgen- und Abendstunden jederzeit mit Wildwechsel oder Hindernissen auf der Fahrbahn.
  • Eine angepasste Geschwindigkeit ist elementar, um Wildunfälle zu vermeiden. Sie sollten gerade bei Dunkelheit nur so schnell fahren, dass sie innerhalb des Lichtkegels ihres Scheinwerfers sicher anhalten können. Darum ist bei Dunkelheit eine Geschwindigkeit von höchstens 70 km/h zu empfehlen.
  • Wenn Wild im Scheinwerferlicht auftaucht, halten Sie das Lenkrad fest, bremsen Sie und blenden Sie den Scheinwerfer ab.
  • Wenn das rechtzeitige Anhalten nicht mehr möglich ist, sollten Sie nicht versuchen, dem Wildtier auszuweichen. Dabei ist die Gefahr groß, die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren, von der Fahrbahn abzukommen oder gar gegen einen Baum zu fahren. Die bessere Wahl ist, fest das Bremspedal zu drücken, das Lenkrad festzuhalten, Körperspannung aufzubauen und sich auf den Zusammenprall einzustellen.
  • Richten Sie sich auf die herbstlichen Witterungsbedingungen ein. Die Straßen werden feucht, dadurch verändert sich zum Beispiel der Bremsweg ihres Wagens. Daher ist es wichtig, ausreichend Abstand zum Vorausfahrenden zu halten.
  • Planen Sie mehr Zeit für ihre Wege ein. Dazu kann auch gehören, morgens eher aufzustehen und mit einem Zeitpolster loszufahren.
  • Überprüfen Sie Ihre Beleuchtungsanlage. Funktionieren alle Scheinwerfer, Blinker und Bremsleuchten?
  • Schalten Sie auch morgens, abends oder am Tage die Beleuchtung am Auto ein. Nicht nur das Sehen, auch das Gesehen werden hilft, Unfälle zu verhindern.
  • Wie ist es um ihre Scheibenwischblätter bestellt? Wenn die Gummis beim Wischen Schlieren ziehen, wird es Zeit für einen Austausch.
  • Haben Sie schon den Behälter für das Scheibenwischwasser aufgefüllt? Am besten gleich ein winterfestes Gemisch einfüllen.
  • Wann haben Sie zuletzt Ihre Reifen überprüft? Pneus mit falschem Luftdruck oder mit abgefahrenem Profil sind wie „ausgelatschte“ Schuhe: Sie bieten keinen Halt. Um ausreichend Wasser auf der Fahrbahn verdrängen zu können und in Kurven Haftung zu geben, sollte das Mindestmaß an Profiltiefe nicht unterschritten werden.

Die Polizei wünscht Ihnen allzeit gute Fahrt – kommen Sie sicher und unfallfrei an Ihr Ziel.