Machen Sie Ihr Leben leerer

Da sind Menschen, deren Leben empfinde ich als viel zu schnell und viel zu voll.
Sie rasen mit Vollgas durch ihre Tage, ständig getrieben von dem Glauben, etwas zu versäumen oder zu verpassen, wenn sie nicht schnell genug sind.
„Ich muss aber noch schnell hier… ich muss noch schnell da…“
Raus aus dem Bett und schon im „Rennpferd-Modus“… den Minuten hinterher hetzend. Konditioniert – erlernt – so ist das Leben eben. Wirklich?
So viele Menschen rasen durch ihr Leben im High-Speed-Schnellzug… und das Leben zieht draußen unbemerkt vorbei.
Kurzaufenthalt in der nächsten Station „Wochenende“, übernächste Station „Urlaub“ – „Bitte entfernen Sie sich nicht zu weit von Ihrem modernen High-Speed-Lebens-Schnellzug, Ihre Schnellfahrt durch‘s Leben geht bald weiter, Ihr Zug wartet nicht!“
Zielort der rasanten Fahrt, gekennzeichnet von ständigem getrieben sein: Dein eigener Tod – Endbahnhof.
Ich reise inzwischen mit einer gemütlichen Kutsche durch mein Leben, manchmal zu Fuß.
Ich nehme jede Schönheit des Lebens am Wegesrand wahr, rase nirgends vorbei.
Ich setze mich auf jede Wiese, meine Kutsche wartet, bis ICH weiter möchte.
Zielort: mein eigener Tod – Endbahnhof.
Das Ende der Reise ist immer unser eigener Tod.
Es ist unsere Entscheidung, wie wir bis dahin durch unser Leben reisen.
Ich werde heute zu Fuß gehen und den gehetzten, gestressten und nervlich sehr angeschlagenen Menschen in den vorbei rasenden High-Speed-Zügen zuwinken.
Vielleicht sieht mich einer und beginnt damit, nachzudenken.
Wenn Sie mich heute auf einer Wiese sitzen sehen: setzen Sie sich zu mir. Ich zeige Ihnen, wie einfach und langsam das Leben sein darf.

Mit entspannten Grüßen,

Ihr Joe Orszulik – Experte für innere Stärke

 

Führungsfehler (15) – So treiben Chefs mit System Ihre Mitarbeiter in den todsicheren Burnout!

Tipp 15: Burnout Chefs loben unter keinen Umständen
Lob ist der absolute Erfolgskiller für Produktivität. Wo kämen Sie als Burnout-Chef denn hin, wenn Sie alle Ihre Mitarbeiter für gute Arbeit loben müssten? Diese Zeit haben Sie ja gar nicht. „Danke, das haben Sie gut gemacht!“ Allein dieser Satz kombiniert mit der Vorbereitung, sich der Sachlage bewusst zu machen, sich diesen Satz zu merken, auf den Mitarbeiter zuzugehen, diesen auszusprechen und dann wieder an ihren Arbeitsplatz zurückzugehen, dauert es minimum 11 Minuten. Es ist ja eine ungewollte unnütze Unterbrechung, wie Sie schon in Tipp 11 erfahren haben. Wissen Sie eigentlich was in 11 Minuten alles passiert? In dieser Zeit werden über 200 Millionen WhatsApp Nachrichten oder 1,5 Milliarden Emails versendet oder über 50 Millionen Suchanfragen in Google und Youtube gestellt. Von den 10 Millionen Entscheidungen im Dating Portal Tinder möchte ich gar nicht erst reden. Sie sehen also, was Ihnen als Burnout-Chef alles entgeht, wenn Sie Mitarbeiter loben und das können Sie sich in Ihrer Position auf keinen Fall leisten. Deshalb loben Sie nie, unter keinen Umständen, nie und nimmer. Ein Lob auszusprechen bringt Ihr Zeitmanagement total aus den Fugen und womöglich schaffen Sie Ihr Arbeitspensum nicht.

Angst in MUT verwandeln

Zu meinem Beitrag von letzter Woche habe ich sehr viele Reaktionen bekommen. Vielen Dank für all die Fragen und Anregungen.

„Wie verwandle ich denn nun Angst in Mut, wie darf ich das konkret machen?“

Diese Frage wurde mir am häufigsten gestellt. „Angst“ ist das lähmendste Gefühl überhaupt, welches ich fühlen kann. Angst lässt mich erstarren, Angst raubt mir jede Freude und Energie. Angst hemmt mich, voran zu gehen und zu wachsen. Angst kann zerstören, in mir selbst und auch in meinen Beziehungen zu geliebten Menschen. Es gibt jede Menge Ängste, die ich mir machen kann: Angst vor Ablehnung, Angst vor dem Alleinsein, Angst vor Neuem und Unbekanntem, Angst vor dem Scheitern… diese Liste lässt sich fortsetzen. Und meistens sind es dann Kombinationen aus verschiedenen Ängsten welche ich empfinden kann.

Ich glaube (und hier ist mir erlaubt, Anthony Robbins zu zitieren), dass es zwei primäre Grundängste gibt, die alle Menschen haben und auf welche die meisten  anderen Variationen von Ängsten zurückzuführen sind:

  • Die Angst, dass ich nicht gut genug bin
  • Die Angst, dass ich nicht geliebt werde

Die Angst, NICHT GENUG zu sein, z.B. für meine Partnerin/meinen Partner oder auch früher als Kind für meine Eltern, um nur zwei Beispiele zu nennen, ist dabei eng verbunden mit der Angst, NICHT GELIEBT zu werden. Sobald ich mir das Gefühl mache, nicht genug zu sein, sobald ich mich ständig mit anderen vergleiche und mich dabei vor mir selbst immer schlechter dastehen lasse, kann ich keine Wertschätzung mir selber gegenüber empfinden. Auf diese Weise MUSS ich mir selber glauben machen, es NICHT WERT zu sein, geliebt zu werden. Und ich, Sie, wir alle, brauchen das Gefühl der Verbundenheit, das Gefühl des „Geliebt werdens.“ Dies ist eines unserer primären menschlichen Grundbedürfnisse. Das macht uns zum Menschen.

Immer wieder kommen Kunden zu mir mit der Bitte, doch diese beiden primären Grundängste „weg zu machen“, „verschwinden zu lassen“. Das geht nicht, diese Ängste sind fest in uns verankert und untrennbar verbunden mit unserem ebenfalls fest verankertem Bedürfnis nach Liebe. Ich kann jedoch lernen, der Wertschätzung mir selber gegenüber mit wacher Achtsamkeit gegenüber zu treten. Immer wieder prüfe ich und bin wach, ob und wie ich meine eigene Wertschätzung sabotiere. Ich war bis vor wenigen Jahren noch ein Meister im „Sabotieren“ meines eigenen „Ichs“. Auch heute noch trete ich immer mal wieder in die ein oder andere Falle und dann geht es mit meinem Selbstwert schlagartig auf ein Niveau unterhalb der Schuhsohle. Meine Gedanken-Spirale beginnt sich zu drehen: „Bin ich genug? Bin ich es wert, geliebt zu werden? Werde ich geliebt? Sind andere nicht viel liebens-werter?“ Mein Energie-Niveau sinkt dramatisch, ich bin zu keinem klaren Gedanken mehr fähig und mein Körper gibt mir sofort „Feedback“ indem es mir auch körperlich schlecht geht. Ich spüre in diesen Momenten, wie ich nicht nur mir sondern auch den Menschen in meiner Umgebung Energie raube.

Zum Glück passiert mir das heute immer seltener und ich komme deutlich schneller wieder raus aus diesem Zustand als früher. Ich werde weiter hart trainieren, um so schnell wie möglich diese drastischen „Ausreißer“, die ich genauso wenig brauche wie Hundekot an meinen Schuhsohlen, noch weiter aus meinem Erleben zu verbannen.

„Wie verwandle ich denn nun Angst in Mut, wie darf ich das konkret machen?“

MUT bedeutet für mich, die ANGST erst mal als solche anzunehmen und zu akzeptieren. Ich will sie nicht mehr „weg machen“, ich akzeptiere, dass sie in mir ist. Ich arbeite nicht gegen die Angst, ich arbeite für meine eigene Wertschätzung. In dem Maße, wie ich meine eigene Wertschätzung erhöhe, verliert die Angst ihre Macht über meine Gedanken und mein Empfinden.

Sie können damit jetzt sofort mit einer einfachen Übung beginnen: schließen Sie Ihre Augen, atmen Sie ein paar Mal tief durch, kommen Sie etwas zur Ruhe und sagen zu sich selbst fünf Dinge, die Sie an sich mögen. Das können Sie immer wieder machen, finden Sie ständig neue liebenswerte Dinge an sich, wie Sie sind und was Sie machen. Beginnen Sie in kleinen Schritten damit, Ihren Fokus immer mehr und mehr darauf zu richten, dass Sie sich lieben. Haben Sie den MUT, sich selbst so zu lieben und anzunehmen, wie Sie sind. Schon diese kleine Übung ist ein Schritt in eine gute Richtung.

Ganz wichtig: BLEIB DRAN, Veränderungen brauchen manchmal Zeit… Sie sind ein einzigartig großartiger Mensch, jeden Tag aufs Neue…

wertschätzende Grüße, Ihr

Joe Orszulik – Experte für innere Stärke

Führungsfehler (14) – So treiben Chefs mit System Ihre Mitarbeiter in den todsicheren Burnout!

Burnout Chefs bringen auf keinem Fall Abwechslung an den Arbeitsplatz!

Eingespielte Prozesse und Routineaufgaben sind Grundvoraussetzungen für eine gesicherte Produktivität. Dadurch werden Fehler minimiert, die Qualität gesteigert, die Kosten reduziert und natürlich die Effizienz erhöht. Was läuft das läuft, das hat schon meine Oma gesagt. Warum also jemanden von einer Aufgabe abziehen, wenn das Abteilungsergebnis oder gar das unternehmerische Ergebnis auf Produktivität und Effizienz ausgerichtet ist? Sie als Burnout-Chef werden doch dafür bezahlt, um positive Resultate zu erwirtschaften. Lassen Sie daher so lange wie möglich Mitarbeiter in bestehenden Aufgaben und Positionen. Sie haben eine lange Einarbeitungszeit in diese Mitarbeiter investiert, haben diese natürlich durch noch erfahrenere Mitarbeiter ausführen lassen, um schließlich nun den Erfolg ernten zu können. Lassen Sie sich nun also nicht die Butter vom Brot nehmen. Und um Langweile ihrer Mitarbeiter müssen Sie sich keine Gedanken machen. Sie wissen ja, das menschliche Gehirn ist in der Regel faul. Das Gehirn sucht sich immer den effizientesten Weg und greift auch auf eingespielte Erfahrungsrituale im menschlichen Körper zurück. Somit sind die eingespielten Erfahrungsrituale des Gehirns und die monotone Arbeit in Unternehmen die beste Kombination für Erholung und Schlaf am Arbeitsplatz. Was können Sie Ihren Mitarbeitern denn besseres bieten als einen ruhigen, entspannten Job, bei dem diese nicht viel denken müssen? So müssen sich Ihre Mitarbeiter nicht um Eigenmotivation, Selbstverwirklichung, Weiterentwicklung und Kreativität kümmern, sondern können erholt und energievoll nach der Arbeit nach Hause gehen.
Über den Autor (www.peterbuchenau.de)

Buchmesse Leipzig 2018

Bildquelle ELANproject International Elegance

Viele Menschen auf der Buchmesse in Leipzig 2018. Illustre Figuren und Figürchen aus rosa Plastik, buntem Tüll und Gold Glitzer. Manga und andere Comic Charakteren. Ein schier unendliches Wirrwarr von um Hervorstechen und Beachtung finden ringender Akteure. Dazwischen, beinahe bescheiden, Bücher. Drapiert auf oft ebenso bescheiden anmutenden Tischen. Was fiele mehr ins Auge? Der Glamourmensch oder das Buch, sein Buch?

Beim Umherwandern fiel mir mein Thema ein, die ICH-KULTUR. In Kürze erscheint mein Buch darüber. Es geht um die Kultivierung des Selbst, ein lebenslanger Prozess. Je bewusster wir an unserer Persönlichen Kultur arbeiten, desto weniger laufen wir Gefahr, andere ungewollt zu verletzen. Wir werden aufmerksamer und gehen achtsamer mit unser selbst und anderen um.

Diese Buchmesse ist ein perfekter Platz für das Studium menschlicher Charakteren und Persönlichkeiten und ihrer Wahl der Kommunikation. Wie man herüberkommt liegt im Auge des Betrachters heißt es. Genauso ist es. Wer sein Selbst bewusst kultivieren möchte und an seiner ICH-KULTUR arbeitet, lässt sich auf ein hoch spannendes Unterfangen ein. Die Reise in sich selbst kann zum Abenteuer werden.

Wem Glamour wichtig ist, wird sich so geben, wem Eleganz wichtig ist, wird ebenfalls versuchen, einen Akzent zu setzen. Wir alle streben nach dem Bild, das wir nach außen abgeben möchten. Ob wir so ankommen, wie wir es wünschen, entscheiden andere.

Warum ist das so?

Unser Gehirn entscheidet, was wir wie wahrnehmen und aufgrund von welchen Erfahrungen oder Lernprozessen. Weil es unser persönliches Gehirn ist, sind wir auch persönlich dafür verantwortlich, wie unsere innere Haltung sich entwickelt, wie respektvoll wir mir unseren Mitmenschen umgehen und, natürlich, wie wir wahrgenommen werden möchten. Wenn uns andere in eine Schublade stecken, können wir dies nicht beeinflussen, es sei denn, wir gehen in echten Kontakt mit unserem Gegenüber.

Der Mensch wird diesen Kontakt immer brauchen. Er ist nicht nur spannend und hin und wieder aufregend, er ist ein immanentes Bedürfnis des Menschen.

Wenn wir also als Comicfiguren oder sonstige Illustrationen unseres Selbst auf einer Veranstaltung auftauchen, hier eben auf der Buchmesse, ist das größte Bedürfnis der allermeisten Menschen aufzufallen, um in Kontakt zu gehen. Was wir mit dem Kontakt machen, bleibt als neues Ziel offen.

Für mich war die Buchmesse ein kleines Lernfest.

 

 

 

 

Wenn Sie sich verändern möchten…

Wie oft fühlen Sie Angst? Wie oft fühlen Sie Frust? Wie oft fühlen Sie Schmerzen? Wie oft fühlen Sie Schwäche? Wie oft fühlen Sie Wut? Wie oft fühlen Sie sich als Opfer? Haben Sie auf all diese Gefühle keine Lust mehr? Wünschen Sie sich ein Leben ohne diese negativen Gefühle? Wie wäre es, wenn Sie eine Art „Super-Kraft“ in sich entdecken würden, mit deren Hilfe Sie sich und Ihre Gefühle verwandeln können?

Verwandeln Sie…

  • …Angst in Mut.
  • …Frust in Geduld und Dankbarkeit.
  • …Schmerzen in Freude.
  • …Schwäche in Stärke.
  • …Wut in Mitgefühl.
  • …“Opfer sein“ in „Schöpfer sein“.

Und wenn ich Ihnen nun sage, dass diese Verwandlungen möglich sind für Sie? Glauben Sie mir? Ich sage Ihnen: das ist alles möglich und die Fähigkeit, diese „Super-Kraft“, die Sie dazu benötigen, ist schon in Ihnen drin.

Die Lösung (hier von mir bewußt sehr stark herunter gebrochen) ist so simpel wie wirksam:

Hören Sie auf damit, in der Vergangenheit zu leben und beginnen Sie damit, im jetzigen Moment und in der Zukunft zu leben.

O. k., das klingt sehr banal, wie ein abgedroschener Kalenderspruch. Und doch ist genau das „des Pudels Kern“. Es macht keinen Sinn, sich immer wieder die gleichen negativen Gefühle zu machen aufgrund von Erfahrungen aus der Vergangenheit. Bleibt die Frage: „Wie soll ich das machen? Wie soll das funktionieren?“

Dazu möchte ich Ihnen hier an dieser Stelle ein tolles Buch empfehlen:

„Du bist das Placebo“ von Dr. Joe Dispenza. Dieses Buch ist ein wahrer „Eye-Opener“ wenn es um die Möglichkeiten der Veränderung geht.

Zusätzlich gebe ich Ihnen heute noch drei Fragen mit:

  1. Wie MÖCHTE ich mich verhalten?
  2. Wie MÖCHTE ich mich fühlen?
  3. Wie MÖCHTE ich denken?

Beantworten Sie diese Fragen für sich und beginnen Sie zu träumen und sich auszumalen, wie Ihr Leben dann aussehen wird. Das ist geil, nicht wahr?

Wenn Sie sich wirklich verändern möchten, egal in welchem Bereich, stehe ich Ihnen mit meiner Unterstützung sehr gerne persönlich zur Verfügung. Sie KÖNNEN sich verändern.

Ich wünsche Ihnen, dass ihr Leben jeden Tag noch toller wird als es gestern schon war.

Mit einem herzlichen Gruß,

Ihr Joe Orszulik – Experte für innere Stärke

So punkten Sie mit dem Büro-Knigge-ABC Teil 3

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

was haben Sie von meinen Büro-Knigge-Tipps in Ihrem Team in der letzten Woche bereits umgesetzt? Sind Sie schon gespannt, was noch alles zum Büro-Knigge-ABC gehört?

Oftmals sind es nur Kleinigkeiten, die wir im hektischen Alltag „vergessen“, aber gerade dieser kleine Feinschliff macht uns zu beliebten Kollegen und fördert natürlich auch intern die Karriere.

Heute folgt Teil 3:

S wie Sympathie

Sympathische Menschen sind einfach beliebt. Sympathie fängt im Kopf an und beginnt immer mit Emotionen und kleinen Gesten den Teammitgliedern gegenüber.

Sympathie entsteht durch gemeinsame Werte, durch Humor und dass wir auch zu unseren Schwächen stehen können und über uns selbst lachen. Niemand ist perfekt. Wer zu perfekt wirken will, spielt einfach eine Rolle und wirkt arrogant.

Sympathische Menschen sind absolute Charismatiker mit einem inneren Hochstatus und einem äußeren Tiefstatus. Sie haben immer eine WIN-WIN-Strategie im Kopf und lieben die Kommunikation auf Augenhöhe. Der gemeinsame soziale Status ist viel wichtiger als sich doch vermeintliche Statussymbole von den Kollegen abzuheben und damit sogar auszuschließen.

Frage: Was können Sie gemeinsam im Team für mehr Sympathie füreinander tun? Suchen Sie gemeinsame Werte, die sie alle prägen.

T wie Toleranz

Toleranz ist eines meiner Lieblingswörter vom Knigge-ABC. Toleranz bedeutet, andere Meinungen, Einstellungen und Auffassungen zu einem Thema anzunehmen, Menschen von anderer Herkunft, anderen gesellschaftlichen Status – solange diese sich an die gängigen Gepflogenheiten anpassen und einem anderen äußerlichen Erscheinungsbild zu akzeptieren.

Toleranz bedeutet für mich auch, das Verständnis für Büro-Hunde, wenn diese erlaubt sind sowie Toleranz gegenüber flexiblen Arbeitszeiten, denn nicht jeder Kollege ist eine Lärche und schon morgen immer top fit. Ich als Eule arbeite lieber ab 10:00 Uhr und bin dafür abends super kreativ.

Wer im Büro eine gute Frustationstoleranz hat, also Enttäuschungen souverän gegenüber steht und diese kompensieren kann, anstatt gleich komplett auszuflippen, als ein wahrer Teamplayer.

Frage: Wie tolerant sind Sie selbst?

U wie Unternehmenskultur

Die eigene Unternehmenskultur hat oft ungeschriebene Gesetze, die jedoch die Grundlage des „guten“ Benehmens im Unternehmens erwarten. Das Verhalten, welches Mitarbeiter und Führungskräfte an den Tag legen, spiegelt sozusagen die Werte und Normen des Unternehmens wieder.

Frage: Welcher Umgang herrscht bei Ihnen untereinander im Team und mit den Führungskräften? Ist das Verhältnis angenehm, freundlich und kollegial oder haben Sie eher das Gefühl, das der Umgangston genervt, distanziert und sehr formell ist?

Zu einer guten gemeinsamen Unternehmenskultur zählt eine gemeinsame Kundenorientierung, ein gemeinsames Erfolgsdenken, flache Hierarchien und ein kooperativer Führungsstil, die persönliche Identifikation eines jeden Mitarbeiters mit dem Unternehmen, die Anerkennung und Akzeptanz von Ethik und gesellschaftlichen Werten sowie ein gutes Betriebsklima und eine offene Kommunikationskultur.

Frage: Wie sieht Ihre Unternehmenskultur aus? Was können Sie ab sofort ändern?

V wie Vorstellen und Bekannt machen

Vorstellen und bekannt machen

Im Business gilt, dass der Rangniedere dem Ranghöheren vorgestellt wird. Das heißt der Kunde erfährt zuerst, wie der mitgebrachte Kollege beim Meeting heißt oder der Chef wie der neue Mitarbeiter oder Azubi heißt. Wenn Sie als Mitarbeiter mit Ihrem Chef und einem wichtigen Kunden zusammen sind, erfährt der Kunde zuerst, wie Ihr Chef heißt.

Mein Tipp Nr. 1: Wiederholen Sie die Namen immer doppelt, z.B. „Herr Meier, kennen Sie schon unsere neue Mitarbeiterin in der Buchhaltung, Frau Müller? Frau Müller, das ist Herr Meier, unser Firmeninhaber.“

Mein Tipp Nr. 2: Sprechen Sie in der Vorstellung Doppelnamen korrekt aus und denken Sie in der größeren Runde auch daran, die berufliche Funktion mit zu benennen.

Die gelungene Selbstvorstellung

Sich selbst vorzustellen, fällt vielen Menschen schwer, dabei haben Sie doch fast wöchentlich die Gelegenheit dazu, sei es auf Meetings, auf Weiterbildungen oder externen Netzwerkveranstaltungen.

Starten Sie immer in der Ich-Form: Ich bin XY und beschreiben Sie Ihre Expertise kurz mit einem spannenden Elevator-Pitch, um den anderen auf Sie neugierig zu machen. Das geht zum Beispiel so: „Guten Tag, ich bin Janine Katharina Pötsch und zeige meinen Kunden, wie Sie Ihre Kompetenz optisch sichtbar machen, Ihre Einzigartigkeit als Marke „ICH“ verpacken und mit guten Umgangsformen punkten.“

W wie Wertschätzung

Die gegenseitige Wertschätzung im Kollegenkreis in der Persönlichkeit und für die Arbeit des Kollegen ist so wichtig für ein gutes Betriebsklima. Wertschätzung ist auch ein kleines Lob für die gute Zusammenarbeit.

Wertschätzung bedeutet sich auf Augenhöhe zu begegnen sowie Kollegen immer mit einem Lächeln und einer positiven inneren Einstellung zu begegnen. Wertschätzung kann auch in Form einer kleinen Geste oder einer kleinen positiven Überraschung ausgedrückt werden.

„Wertschätzung lässt Verbundenheit und Vertrauen wachsen. Es ist der Treibstoff für die Straße des Lebens, den wir täglich brauchen.“ (Jeanette Holdinghausen)

Aufgabe: Führen Sie einmal in der Woche eine Wertschätzung- und Lobstunde im Team ein. Das lässt das gegenseitige Gefühl der Verbundenheit als Team enorm wachsen.

Z wie Zuverlässigkeit

Zuverlässigkeit ist leider nicht mehr selbstverständlich. Zuverlässigkeit im Kollegenkreis bedeutet, dass Sie sich 100% auf den anderen und seine Versprechen verlassen können. Zuverlässige Menschen zeichnen sich dadurch aus, dass Sie loyal sind und zu Ihrem Wort stehen. Wer zuverlässig seine Termine einhält, zollt dem anderen Respekt und Wertschätzung.

Zuverlässigkeit schafft Vertrauen und Sicherheit. Wenn Sie bereits im Vorfeld wissen, dass Sie bestimmte Anfragen oder Verpflichtungen nicht nachkommen können, weil Sie gerade viel um die Ohren haben, sagen Sie es ehrlich. Nichts ist unangenehmer als der eigene Stress und ein schlechtes Arbeitsergebnis aufgrund von Überlastung. Ehrlichkeit ist hier das Zauberwort.

„Ein guter Mensch ist zuverlässiger wie eine steinerne Brücke.“ (Marc Aurel)

Mein Tipp: Haben Sie Ihren Kalender und Ihr persönliches Zeitmanagement gut im Griff, damit Sie nicht zu allem „ja“ sagen. Es ist auch in Ordnung, einen Gegenvorschlag zu machen, um für beide Seiten einen fairen Kompromiss zu schaffen.

Gerne können Sie mich als Management-Trainerin auch gerne für Ihr Team für ein maßgeschneidertes Büro-Knigge Seminar buchen.

Führungsfehler (13) – So treiben Chefs mit System Ihre Mitarbeiter in den todsicheren Burnout!

Burnout-Chefs unterfordern Ihre Mitarbeiter

Lassen Sie mich dieses Kapitel mit einer wahren Geschichte beginnen. Es war 1989 und ich hatte gerade bei einer Schweizer Bank die Position des IT-Leiters angenommen. Doch mein Arbeitsbeginn fiel genau auf das Datum, an dem die Bank in der ich zu arbeiten begann, von einer größeren Bank aufgekauft wurde. Als erstes wurden somit erstmals alle Projekte der gekauften Bank eingestellt, Auch mein Projekt, denn meine Aufgabe war es einen kompletten Herstellerwechsel der Hardware innerhalb der Bank zu realisieren. Nun saß ich also alleine in meinen 180m² großem Büro und hatte nichts zu tun. Am Anfang fand ich das noch ganz lustig. Irgendwie schien man mich vergessen zu haben. Zur Beruhigung, jeden Monat kam der Gehaltscheck. So saß ich jeden Tag in meinem Büro und hatte nichts zu tun. Ja, und 1989 gab es noch kein Internet und keine Smartphones. Also las ich was das Zeugs hielt. Aber auch das wurde mir von Tag zu Tag langweiliger. So beschloss ich einfach die Tage in Basel in einem schönen Cafe zu verbringen oder einfach in der Stadt herumzubummeln und einkaufen zu gehen. In den Sommermonaten ging ich sogar ins Schwimmbad oder legte mich zum Sonnenbaden an den Rhein. Tag für Tag verstrich, Woche für Woche, Monat um Monat. Nie hatte ich je zuvor und auch danach für so wenig Leistung so viel Gehalt bekommen. Nach 11 Monate kündigte ich schließlich. Ich konnte damals mit meiner Unterforderung nicht umgehen. Diese machte mich verrückt, brachte mich fast um den Verstand. Glauben Sie mir, eine permanente Unterforderung ist viel schlimmer als eine Überforderung. Wenn Sie also als Burnout-Chef Mitarbeiter kostengünstig loswerden wollen, unterfordern Sie diese stetig.
Peter Buchenau, Deutschlands Chefsache Ratgeber

Seien Sie wach für die schönen Dinge

Seien Sie wach für die schönen Dinge auf dieser Welt…

Die schönsten Geschichten und Begegnungen erlebe ich im Alltag. Wenn ich wach und aufmerksam bin für die schönen Dinge im Leben entdecke ich so viel Liebe in der Welt. Oftmals sind es Kleinigkeiten, die mich berühren und mir meinen Tag herrlich machen. So habe ich vor Kurzem dies erleben dürfen:

Ich stehe in der Bäckerei um Brot zu kaufen und warte, bis ich an der Reihe bin. Genau solche „Wartesituationen“ nutze ich sehr gerne, um aufmerksam dafür zu sein, was um mich herum geschieht (macht mehr Freude als mich zu ärgern, dass ich soooo lange warten muss:-)). Ein augenscheinlich sehr altes Ehepaar betritt die Bäckerei. Es sind drei Stufen dafür zu überwinden und da er nur noch sehr schwer gehen kann, geht seine Frau zuerst die Treppe hinauf. Sie dreht sich zu ihm um und reicht ihm ihre Hand. Sie hilft ihm, die Stufen zu besteigen. Er lächelt ihr dankbar entgegen. Und dann warten die beiden Hand in Hand ganz geduldig darauf, einkaufen zu dürfen. Ihre Gesichter strahlen dabei Ruhe und Friedlichkeit aus. Ich spüre die Liebe, welche diese beiden Menschen miteinander verbindet. Ich starre sie regelrecht an, so berührt bin ich von dieser Situation. Was die beiden wohl schon alles miteinander erlebt haben in ihren langen Leben?

Und dann beginnen bei mir Tränen zu kullern, ich kann sie nicht zurück halten. Die zwei bemerken es und lächeln mich an. Ich kann nur noch zurück lächeln. Wow, ist das schön. Gesagt hat keiner etwas. Und das war toll so. Es war einfach nur schön, das haben wir alle gespürt.

Solch schöne Begebenheiten können wir alle jeden Tag um uns herum entdecken. Bitte seien Sie wach dafür.

Ich wünsche Ihnen eine traumhafte und wache Woche,

Ihr Joe Orszulik – Experte für innere Stärke