So punkten Sie mit dem Büro-Knigge ABC Teil 2

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

was haben Sie von meinen Büro-Knigge-Tipps in Ihrem Team in der letzten Woche bereits umgesetzt? Sind Sie schon gespannt, was noch alles zum Büro-Knigge-ABC gehört?

Oftmals sind es nur Kleinigkeiten, die wir im hektischen Alltag „vergessen“, aber gerade dieser kleine Feinschliff macht uns zu beliebten Kollegen und fördert natürlich auch intern die Karriere.

Heute folgt Teil 2:

J wie Jahrestag

Halten Sie die Jahrestage feierlich in einem gut sichtbaren Kalender fest. Dadurch wertschätzen Sie Ihre Kollegen und Kolleginnen. Im kleinen oder mittelgroßen Team (bis 50 Personen) gratulieren Sie immer persönlich. An besonderen Jahrestagen (5 oder 0) können Sie im Team ein Geschenk zusammen stellen.

Verheimlichen Sie Ihrem Geburtstag bitte auch nicht. Ob Sie bei einem nicht runden Geburtstag etwas mitbringen (Brötchen, Kuchen) bleibt Ihnen überlassen. Beim runden Geburtstag empfehle ich Ihnen etwas mitzubringen. Nach Absprache mit dem Chef können Sie gerne nach Feierabend kurz anstoßen.

Mein Tipp: Passen Sie sich von Anfang an den Gepflogenheiten in der Abteilung oder der Firma an.

K wie Kommunikation

Eine ehrliche, faire und wertschätzende Kommunikation ist das A und O im Büro. Schon Knigge wusste „Interessiere dich für andere, wenn du willst, dass andere sich für dich interessieren.“

Sprechen Sie mögliche „Probleme“ mit einem Teammitglied direkt unter vier Augen an. Schildern Sie der Person die Sachlage aus der Ich-Botschaft. Probleme die während eines Projekts auftauchen, weil Ihnen die nötigen Informationen fehlen, sie gerade private Probleme haben, ect., sollten Sie schnell mit dem Projektleiter besprechen. Natürlich ist es nicht immer leicht, den richtigen Ton zu treffen. Ich empfehle regelmäßige Team-Meetings mit einem bestimmten Zeitplan, wo jeder in einer bestimmten Zeit seine Sachlage, seine aktuelle Herausforderung und Idee zu einem Projekt wertfrei schildern kann. Solange wir aktiv miteinander sprechen, ist jedes Problem nur eine kleine Herausforderung zum Ziel.

Mein Tipp: Sorgen Sie von Anfang an mit einer guten Kommunikation im Team dafür, dass alles möglichst reibungslos verläuft.

L wie Lästern

Lästern ist sowohl bei Frauen und Männer ein „kleines Laster“. Lästern Sie niemals direkt im Büro über Kollegen. Sprechen Sie auch nicht in der Öffentlichkeit schlecht über Ihre Kollegen. Natürlich wünschen wir uns von unserem Partner, unser Familie oder unserem Freundeskreis einen Tipp, wie wir damit umgehen können. Machen Sie es besser so, wenn Sie sich über jemanden ärgern: „Mir ist aufgefallen, dass einer meiner Kollegen immer wieder den gleichen Fehler macht. Wie würdest Du Dich in meiner Situation verhalten?“

Mein Tipp: Gerade, wenn das Büro-Klima eventuell sowieso angereizt ist, führen kleine Lästereien schnell zum Mobbing. Das hat wohl keiner Ihrer Kollegen verdient.

M wie Miteinander

Das Wort T.E.A.M steht nicht für „Toll ein anderer macht’s“, sondern für „Teil einer außergewöhnlichen Mannschaft“ sein.

Team’s wachsen mit ihren Herausforderungen. Selbst wenn Sie ein Muffel sind und abends gerne vor dem TV sitzen, empfehle ich Ihnen, regelmäßig bei Team-Events dabei zu sein. Dazu zählt auch die jährliche Weihnachtsfeier.

Mein Tipp: Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Kollegen besser kennenzulernen und verurteilen Sie nicht alle kleine Fehler.

N wie Namengedächtnis

Merken Sie sich unbedingt die Namen und die richtige Aussprechweise von Kollegen und externen Geschäftspartnern. Fragen Sie notfalls nach, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie den Namen falsch aussprechen oder falsch verstanden haben. Sich die Namen von wichtigen Menschen im täglichen Arbeitsumfeld zu merken, bedeutet Aufmerksamkeit und Wertschätzung.

Mein Tipp: Menschen hören ihre Namen gerne. Sprechen Sie daher Besucher oder Anrufer am besten zu Beginn und am Ende mit dem Namen an. Das zeugt von echten Interesse am Gegenüber.

O wie Ordentliches Erscheinungsbild

Ein korrektes und angemessenes Erscheinungsbild, passend zur Position und zum Unternehmen sollte selbstverständlich sein. „Kleider machen Leute“ – ein guter Stil sorgt dafür, dass Sie Ihre Kompetenz unterstreichen. Die visuelle Wirkung ist der Hauptfaktor beim 1. Eindruck. Möchten auch Sie von Anfang an beim 1. Eindruck punkten und gewinnen? Dann nutzen Sie meine Stil-Experten-Tipps:

  • Die Kleidung sollte sauber, gepflegt und gebügelt sein. Die Kleidung sollte weder zu eng noch zu weit sitzen. Fehlende Knöpfe, kaputte Säume oder Nähte lassen Sie bitte sofort ausbessern. Achten Sie darauf, dass Ihre Schuhe ebenfalls sauber und ohne kaputte Sohlen sind. Freizeitkleidung wie FlipFlops im Sommer oder Tanktops sind unpassend.
  • Allgemein gilt, dass die Kleidung Ihre Position unterstreichen sollte und passend zum äußeren Image Ihrer Firma passen muss. Outfit-, Typ- und Dress Code Berater unterstützen Sie gerne dabei, dass beste aus sich herauszuholen.
  • Zum ordentlichen Erscheinungsbild bei Damen gehört ein nicht zu tiefer Ausschnitt, ein guter Haarschnitt ohne großen Ansatz, nicht zu sexy oder freizügige Kleidung, nicht zu viel Make-up, nicht zu viel Schmuck (maximal 7 Schmuckstücke) und nicht zu viel Parfüm. Sichtbare Unterwäsche, zu kurze Röcke – selbst bei schönen Beinen und zu hohe Schuhe zeugen ebenfalls nicht von hoher Kompetenz.
  • Zum ordentlichen Erscheinungsbild bei Herren gehört ein korrekter Haarschnitt, saubere Nägel, keine sichtbaren Nacken-, Ohren- oder Nasenhaare sowie saubere, gepflegte Schuhe (verwenden Sie bitte jeden Tag gute Schuhspanner). Wer Anzug trägt sollte darauf achten, dass Sie nicht mehr wie 3 Farben und 2 Muster miteinander kombinieren. Goldkettchen und Krawattennadeln sind out. Ein kleiner 3-Tage Bart, der zum Stiltyp passt, ist durchaus passend.

P wie Pünktlichkeit

Selbst wenn Sie vielleicht in Gleitzeit arbeiten oder flexible Arbeitszeiten haben, mit Pünktlichkeit drücken Sie Kollegen und dem Arbeitgeber gegenüber Ihre Wertschätzung aus.  Falls Sie sich verspäten, kündigen Sie die Verspätung sofort an. Unpünktlichkeit heißt auch, dass Sie gerne die Zeit von anderen Menschen „stehlen“. Das gilt besonders bei internen Meetings und wichtigen Besprechungen.

„Pünktlichkeit ist die Tugend der Könige“ – wenn Sie zu einem externen Meeting eingeladen sind, sind 15 Minuten vorher als Wartezeit angebracht.

R wie Respekt

Respekt fängt mit der täglichen Begrüßung an und endet mit der stilvollen Verabschiedung. Dauerhafter mangelnder Respekt unter Kollegen führt zu einem schlechten Arbeitsklima.

Respekt bedeutet auch Achtung, Rücksichtnahme oder Berücksichtigung. Wer ständig introvertierte Kollegen zurück drängelt, macht sich unbeliebt.

Respekt bedeutet auch, Distanzzonen am Arbeitsplatz zu wahren, Duzen oder Siezen akzeptieren und das „markierte“ Revier von Kollegen zu respektieren.

Respekt bedeutet auch ehrliche und wertschätzende Kommunikation – unter Nutzung der kleinen Zauberwörter „Bitte“ und „Danke“, Kollegen für gute Arbeit loben, ehrlich gemeintes Feedback geben, Kritikfähigkeit sowie jedem im Team eine Chance geben, sich positiv weiterzuentwickeln.

„Respektiere dich selbst, wenn du willst, dass andere dich respektieren“ sagte schon Knigge. Respekt fängt auch damit an, dass wir uns selbst nicht unter dem Scheffel stellen und auch mal Eigeninitiative zeigen.

Wünschen Sie weitere Tipps oder haben Sie Anregungen, Ideen oder Fragen, die Sie gerne beantwortet haben möchten? Dann schreiben Sie mir an info@gekonnt-wirken.de.  Am nächsten Montag erhalten Sie weitere Büro-Knigge-ABC Tipps von mir.

PS: Haben Sie Teil 1 verpasst? Hier können Sie den 1. Teil vom Büro-Knigge-ABC nachlesen.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim lesen und teilen der Kolumne.

PS: Gerne können Sie mich als Management-Trainerin auch gerne für Ihr Team für ein maßgeschneidertes Büro-Knigge Seminar buchen.

Janine Katharina Pötsch
Expertin für stilsicheres Auftreten auf jedem Parkett
www.gekonnt-wirken.de 
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Führungsfehler Teil12 – So treiben Chefs mit System Ihre Mitarbeiter in den todsicheren Burnout!

Burnout-Chefs überfordern immer Ihre Mitarbeiter

Sicherlich sind Ihnen die Fähigkeiten und Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter bekannt. Sie wissen wo ihre Mitarbeiter und Angestellten ihre Stärken und Schwächen haben. Für Burnout-Chefs hat der Spruch „man wächst mit seinen Aufgaben und Anforderungen“ einen hohen Stellenwert. Sie wollen ja schließlich, dass sich ihre Mitarbeiter weiterentwickeln. Das die Mitarbeiter und die Angestellten in ihrer Abteilung natürlich an ihre Grenzen kommen und auch lernen mit den Grenzen umzugehen und diese Grenzen zu überwinden. Grenzen sind da um überschritten zu werden, sonst bräuchte man diese Grenzen in der Geschäftswelt nicht. Dieses ist nicht nur aus der Geschäftswelt bekannt, so gibt es ja auch Grenzen auf privater, gesellschaftlicher, politischer oder länderspezifischer Ebene. Aber aufgepasst, wir reden hier von Überforderung. Eine Überforderung ist aus stresspsychologischer Betrachtungsweise noch lange kein Stress und schon gar kein Burnout. Eine Überforderung besteht dann, wenn einfach zu viel Arbeit zu erledigen ist, dennoch aber alle Tätigkeiten und Kenntnisse um diese Arbeit zu erledigen, dem Mitarbeiter bekannt sind und vom Mitarbeiter beherrscht werden. Im Gegensatz zum Stress, wo immer unbekannte Elemente im Arbeitsablauf vorhanden sind. Somit dient jede berufliche Überforderung der persönlichen Weiterentwicklung des Mitarbeiters. Und daher ordnen Sie einfach regelmäßig Überstunden an. Die 20% Effizienzverlust, die ihre Mitarbeiter im vorangegangenen Tipp „Unterbrechungen“ verloren haben, müssen ja wieder aufgeholt werden. Und mal ehrlich, was kann Ihnen Schöneres passieren, als von der Personalabteilung mitgeteilt zu bekommen: „Sie setzen sich ganz massiv für die Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter ein.“ Weiter so.

Vergeben und verzeihen…

„Vergeben und verzeihen“ – mache Frieden in Dir mit der Welt…

„ALLEN ALLES RESTLOS VERGEBEN UND VERZEIHEN.“

Immer wieder habe ich gelesen, gehört und gesagt bekommen, dass ich allen alles restlos vergeben und verzeihen soll um meinen inneren Frieden, meine innere Ruhe und Ausgeglichenheit zu finden. Ja, „innerer Frieden“, „innere Ruhe“, „Ausgeglichenheit“…, all das möchte ich schon haben. Aber „allen alles restlos vergeben und verzeihen“? Das kann ich nicht! Das geht doch nicht! Unmöglich! Wie soll ich meinem ach so bösen Nachbarn verzeihen, dass er mich ständig wegen jeder Kleinigkeit anzeigt? Wie soll ich meiner Jugend-Liebe, mit der ich vor xxx Jahren mal zusammen war, vergeben, dass sie mich damals hintergangen und belogen hat? Wie soll ich diesem unbekannten Menschen verzeihen, der mir einfach so meine Autoreifen zerstochen hat? Wie und vor allem warum soll ich diesen und noch vielen anderen Menschen, die mich irgendwann mal in meinem Leben schlecht und ungerecht behandelt haben, vergeben? Das haben diese doch gar nicht verdient! Die haben es doch alle verdient, dass ich mein ganzes Leben lang böse mit ihnen bin und immer wieder mit schlechten Gefühlen an sie denke! JAAAA, das haben die doch verdient! ————– Oder vielleicht ————- auch nicht?

Mir kommen Zweifel… während ich eine Nacht lang aufgrund von Wut-Gefühlen gegenüber meinem Nachbarn nicht schlafen kann, genießt er wahrscheinlich die schönsten Träume?

Mir kommen Zweifel… während ich zum 750. Mal wieder irgendjemandem erzähle, dass mir jemand die Autoreifen zerstochen hat und ich wieder in ein Gefühl der Ohnmacht und des Ärgers verfalle, sitzt dieser mir völlig unbekannte Mensch wahrscheinlich ganz entspannt im Biergarten?

Wem hilft es, wenn ich „ohne Ende“ (im wahrsten Sinne des Wortes) endlos böse bin mit diesen Menschen? NIEMANDEM. Im Gegenteil, ich schade am allermeisten mir selbst dadurch und verschwende einen großen Teil meiner Lebenszeit damit, mit schlechten Gefühlen aus der Vergangenheit zu leben. Und das immer wieder, „täglich grüßt das Murmeltier“ fällt mir dazu ein:-).

Ich habe also gelernt und damit begonnen, innerlich, ganz für mich alleine, „allen alles restlos zu vergeben und zu verzeihen“. Das bedeutet nicht, dass ich im Nachhinein jedes Verhalten und jede Aktion gut heiße. „Vergeben und verzeihen“ bedeutet für mich:

  • ich schließe mit dieser Sache endgültig ab, sie spielt keine Rolle mehr in meinem Leben und in meinen Gedanken
  • ich lasse die Vergangenheit da, wo sie hingehört: in der Vergangenheit
  • mir ist klar, dass jeder Mensch in jeder Situation immer aus seiner zu diesem Zeitpunkt besten Option heraus handelt

Ich habe über einen Zeitraum von ca. drei Monaten jeden Morgen und jeden Abend zu diesem Thema meditiert und  in Gedanken dabei immer wieder die beiden folgenden Sätze zu mir selber gesagt:

„Ich habe allen alles restlos vergeben und verziehen. Auch mir ist alles restlos vergeben und verziehen.“

Dies hat zu einer wunderbaren Entspannung in mir geführt. Ich habe dabei nicht an einzelne Vorfälle oder Personen gedacht, das ist nicht wichtig und auch nicht zielführend. Ich habe dies alles während der Meditation meinem Unterbewusstsein überlassen. Es war mächtig zu fühlen, wie ich meinem „inneren Frieden“, meiner „inneren Ruhe“ und meiner „Ausgeglichenheit“ in großen Schritten dadurch immer näher kam. Auch heute mache ich diese Meditation immer mal wieder. Es tut mir gut.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen tolle Tage,

Ihr Joe Orszulik – Experte für innere Stärke

Führungsfehler Teil11 – So treiben Chefs mit System Ihre Mitarbeiter in den todsicheren Burnout!

Ein weiteres Machtinstrument des Burnout-Chefs sind geplante Störungen beziehungsweise gezielt gesteuerte Arbeitsunterbrechungen ihrer Mitarbeiter im Arbeitsablauf. Wissenschaftler haben in Studien herausgefunden, dass ein Mitarbeiter ungefähr 11 Minuten braucht, um nach einer Unterbrechung wieder in die vorherigen Denk- und Tätigkeitssmuster zurück zu kommen. Mit einer gezielten einminütigen Unterbrechung pro Stunde können Sie also die Effizienz ihres Mitarbeiters um 20% reduzieren. Natürlich sollten Sie diese Taktik während eines acht Stundenarbeitstages regelmäßig pro Stunde wiederholen. Dabei kommt es nicht darauf an, ob die Unterbrechung dem Arbeitsablauf, der Firma oder dem Kunden betrifft. Es können Banalitäten sein wie: „Haben Sie auch die Unordnung auf der Personaltoilette bemerkt!“ oder „Wissen Sie zufällig wie der 1. FC Fußballspielenkannichnicht gespielt hat?“ Als besonders effektiv haben sich Unterbrechungen bezüglich des Privatlebens von anderen Arbeitskollegen und deren Familienmitglieder bewiesen. So kommt immer gut: „Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass die Frau vom Meier letztens immer an der Bahnhofstrasse rumsteht?“ Diese Taktik bewährt sich übrigens hervorragend kurz vor Mitarbeitergespräche oder vor Lohn- oder Gehaltsverhandlungen durchzuführen. Sie als Burnout-Chef brauchen ja einen Grund, um keine Lohnerhöhung zu bewilligen.

So punkten Sie mit dem Büro-Knigge-ABC – Teil 1

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

geht es Ihnen manchmal auch so, dass Sie am Montag morgen keine Lust haben, zur Arbeit zu gehen, weil die Kollegen Sie nerven oder sie sich vielleicht unwohl im Team fühlen?

Ein wertschätzender und respektvoller Umgang im Büro ist leider nicht selbstverständlich. Nutzen Sie und Ihre Kollegen meine Büro-Knigge-ABC Tipps, um gemeinsam als Team mehr zu erreichen und den anderen besser zu verstehen.

Heute starten wir mit Teil 1:

A steht für Authentizität 

Spielen Sie im Job eine Rolle oder sind Sie „echt“ und zeigen sich auch mit Ihre Ecken und Kanten? Menschen, die sich so zeigen, wie Sie und zu Ihrem Stärken und Schwächen stehen, wirken automatisch sympathischer und ehrlicher.

Lernen Sie auch, die Ecken und Kanten Ihres Kollegen anzunehmen, ihn wertzuschätzen und nicht zu verurteilen. Jeder Mensch ist wichtig und einmalig.

B steht für Begeisterung

Lieben Sie das, was Sie tun und stehen Sie mit Begeisterung hinter Ihrer Firma, hinter Ihren Projekten und der Arbeit Ihrer Kollegen? Oder machen Sie nur „Dienst nach Vorschrift“?

Begeisterung für das Team und das Projekt wirkt sich positiv auf das gesamte Arbeitsklima ist. Voraussetzung dafür ist, dass jeder im Team die richtige Aufgabe hat.

Frage: Was begeistert Sie besonders an Ihrer Arbeit?

C steht für Charisma

Charismatische Menschen haben eine offene und positive Einstellung zu Ihren Mitmenschen und Kollegen. Sie sind zuverlässig, hinterfragen, hören aktiv zu und reflektieren Ihr eigenes Verhalten. Sie nehmen sich auch bewusst Zeit, um Ihre Kollegen besser kennenzulernen. Das geht natürlich bei 100 Kollegen nicht immer, aber gerade in kleinen Team von 4-15 Kollegen finde ich das persönlich sehr wichtig.

Frage: Wie gut können Sie zuhören und sich in andere hineinversetzen?

D steht für Diplomatie

Streik und Meinungsverschiedenheiten gehören zum Büro-Alltag hinzu. Doch welchen Sprachstil nutzen Sie in solchen Situationen? Werden Sie aufbrausend oder regen Sie sich gleich auf?

Diplomatische Menschen finden auch in Stresssitutionen immer positive Worte, denn sie beherrschen die hohe Kunst der Rhetorik und gehen in möglichen Auseinandersetzungen strategisch vor. Sie lassen das Ganze erst einmal wirken, reflektieren und gehen dann step by step die einzelnen Punkte durch. Sie geben niemals ungefragt Feedback und suchen für beide Seite eine Win-Win Situation.

Frage: Was können Sie ab heute in Ihrem Gesprächsverhalten ändern?

E steht für Empathie

Menschenkenner können anhand der Körpersprache vom Ihrem Gegenüber herausfiltern, was dieser denkt und wie es ihm geht. Schon Knigge sagte: „Interessiere dich für andere, wenn du willst, dass andere sich für dich interessieren.“

Versuchen Sie im Büro-Alltag die Beziehungsebene zu Ihren Kollegen stets positiv zu gestalten, indem sie sich mehr für dessen Gefühle und eventuell auch der allgemeinen Vorgeschichte interessieren. Dann verstehen sie sich und andere besser.

F steht für Freundlichkeit

Freundlichkeit ist Herzlichkeit und Herzlichkeit ist der Türöffner zum Erfolg. Wer den Tag morgens mit einem Lächeln, einem guten Blickkontakt, einem Tagesgruß jedem im Unternehmen gegenüber und einer guten inneren Einstellung zum Team beginnt, hat schon gewonnen. Freundliche Menschen nutzen in Ihrem täglichen Sprachgebrauch auch mehrmals die Wörter „Bitte“ und „Danke“.

„Wer den Tag mit einem Lächeln beginnt, hat ihn bereits gewonnen.“ (Ciciero)

G steht für Geduld

Manchmal geht es nicht schnell genug, das hat mich früher auch viel Ärger gekostet. Seitdem ich gelernt und verstanden habe, dass jeder Mensch für bestimmte Aufgaben und Herangehensweisen ein anderes Tempo hat und ich mich in Geduld übe, fällt mir vieles leichter. Keiner ist deshalb besser oder schlechter.

Üben sie sich in Geduld und setzen Sie andere Menschen durch Ungeduld nicht unter Druck. Das schadet einer guten Beziehung im Team im Büroalltag. Genießen Sie dafür lieber bewusst einen Augenblick der Stille bewusst als kleine Pause für sich, wenn Sie warten müssen. Geben Sie Menschen und Dingen Zeit. Gerade das Beachten dieser kleinen ungeschriebenen Benimm-Gesetze, vereinfachen den Alltag enorm. Lassen Sie sich umgekehrt selbst nicht unter Druck setzen.

H steht für Harmonie und Hilfsbereitschaft

„Ein hilfsbereiter Helfer wartet nicht, bis er gefragt wird.“ (Dänisches Sprichwort)

Ein gutes Team lebt vom geben und nehmen im Büro-Alltag. Dazu zählen Kleinigkeiten wie Tür aufhalten, kopieren für die Kollegin, wenn ich sowieso zum Drucker gehe oder andere kleine Sachen. Hilfsbereitschaft sollte niemals ausgenutzt werden und auch nicht auf die Goldwaage gelegt werden.

Frage: Wo können Sie ab heute ein wenig Hilfsbereitschaft im Team einführen?

I steht für Image

Jeder Mensch, jedes Team und jedes Unternehmen hat ein Image. Was sagt Ihr Image über Sie aus? Wirken Sie, wie Sie wirken möchten? Werden Sie in Ihrer Außenwirkung so wahrgenommen.

Mein Tipp für Ihr Team: Finden Sie gemeinsame Werte, hinter denen Sie alle stehen. Leben Sie alle im Team diese Werte und sie werden feststellen, dass Ihre Außenwirkung sich verändert.

Wünschen Sie weitere Tipps oder haben Sie Anregungen, Ideen oder Fragen, die Sie gerne beantwortet haben möchten? Dann schreiben Sie mir an info@gekonnt-wirken.de Am nächsten Montag erhalten Sie weitere Büro-Knigge-ABC Tipps von mir.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim lesen und teilen der Kolumne.

PS: Gerne können Sie mich als Management-Trainerin auch gerne für Ihr Team für ein maßgeschneidertes Büro-Knigge Seminar buchen.

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Reich sein?

Was bedeutet „reich sein“ für Sie?

von Joe Orszulik – Hypnotiseur – Autor – Redner

Vor wenigen Tagen saß ich, eingewickelt in eine mich wunderbar wärmende Decke, bei strahlendem Sonnenschein trotz der Kälte in meinem Lieblings-Strassen-Café. Ich sitze dort sehr gerne und beobachte die Welt und die Menschen um mich herum äußerst aufmerksam.

Am Nebentisch sitzen drei ältere Damen, die, allem Anschein nach, „sehr wohlhabend“ sind. Sie berichten sich gegenseitig von den neuesten, ganz schlimmen Ereignissen mit ihren Mietern in ihren Häusern. Sie nörgeln über inkompetente Verkäuferinnen in einer Boutique und lassen auch an der Service-Kraft des Cafés kein gutes Haar (welche in meinen Augen ihren Job liebt und dies auch ausstrahlt). Diese drei Mitmenschinnen erscheinen mir völlig spaß- und lieblos.

Ein paar Meter weiter musiziert ein Strassenmusiker auf seinem Akkordeon. Ich sehe ihn öfters, er ist jeden Tag in meiner Heimatstadt unterwegs und musiziert für sein tägliches Überleben. Ich beobachte ihn und freue mich über ihn: er hat ein so zufriedenenes Lächeln im Gesicht. Er strahlt Dankbarkeit aus.

Spontan entschließe ich mich, ihm eine Frage zu stellen: „Entschuldigen Sie bitte, erlauben Sie mir eine ganz persönliche Frage?“ – „Ja, gerne“, lächelt er mich an. „Sie sehen so zufrieden aus: fühlen Sie sich reich?“ Seine Antwort war wunderschön: „Ich bin sehr reich. Ich mache jeden Tag das, was mich glücklich macht. Ich musiziere und es vergeht kein Tag, an dem ich nicht mindestens einen Menschen mit meiner Musik erfreue. Das ist mein Reichtum.“

Ich bin berührt von dieser Aussage und fühle: Reichtum beginnt in mir. Reichtum ist ein Gefühl, welches ich mir machen darf. Ich kann entscheiden, ob ich mich reich fühlen möchte, ganz egal, was ich „im Aussen“ auch habe. Die drei älteren Damen haben das in ihrem Leben wahrscheinlich noch nicht verstanden. Ich wünsche ihnen, dass sie diesen Reichtum eines Tages noch entdecken werden.

Auch Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, wünsche ich von Herzen, dass Sie sich jeden Tag reich fühlen können.

Ihr Joe Orszulik – Experte für innere Stärke

Führungsfehler Teil 10 – So treiben Chefs mit System Ihre Mitarbeiter in den todsicheren Burnout!

Tipp 10 für den Burnout-Chef:  Lassen Sie Ihre Mitarbeiter Ihre Ziele selbst bestimmen.
Ganz kompetente Burnout-Chefs greifen ab und an zur effizientesten aber auch gefährlichsten und emotionalsten Zielerreichungsmethode. Die Zielebestimmung durch Ihre eigenen Angestellten und Mitarbeiter. Der große Vorteil für Sie als Führungskraft besteht darin, dass Sie sich erst gar nicht mit Ihren Mitarbeitern auseinandersetzen müssen. Wo kämen Sie denn da hin? Überall, aber bestimmt nicht dahin wo Sie als Chef wollen. Jeder der schon mal in einer Führungsverantwortung war oder auch zur Zeit ist, wird mir zustimmen, dass der größte Zeiträuber für Sie als Chef zuerst Ihre Mitarbeiter und an zweiter Stelle Ihre Kunden sind. Ständig kommen diese mit Fragen und wollen Antworten, meist konfrontieren Sie diese gar noch mit Problemen, als ob Sie nicht schon genug eigene Problem in Ihrer Führungsaufgabe und auch im Privaten haben, und ganz schlimm wird es, wenn Mitarbeiter gar von Ihnen Entscheidungen wollen. Daher probieren Sie es beim nächsten Mitarbeitergespräch (auch das noch) einfach mal aus. Lassen Sie sich von Ihren Mitarbeitern deren Ziele erstellen. Erscheint Ihnen das Ergebnis erreichbar, können Sie das Ziel immer noch erhöhen. Zu einfach wollen Sie es Ihren Angestellten doch nicht machen, denn diese brauchen ja Aufgaben an denen diese wachsen können.

Vergleichen und Motivation – ein Widerspruch?

Von Joe Orszulik – Experte für innere Stärke: Heute vormittag saß ich in meinem Lieblings-Café und wurde Zeuge folgender Unterhaltung (Anmerkung: die beiden jungen Damen unterhielten sich so lautstark, dass ich gar nicht weghören KONNTE:-)):

Junge Dame Nr.1: „Nun hat mein Chef mir vorgeschlagen, doch in diesem Jahr noch die Fortbildung XY zu machen. Ich glaube, ich will das nicht so richtig, ich habe keine große Lust dazu.“

Antwort junge Dame Nr.2: „Verstehe ich. Bringt die Fortbildung denn irgendwas? Wäre ja doch auch zusätzlicher Aufwand für Dich.“

Daraufhin Dame Nr.1: „Wenn ich mich so mit meinen Kolleginnen vergleiche: ich bin nicht schlechter als die. Ne Du, ich lass das mal, die anderen machen das auch nicht.“

Wow, was war das für ein Satz in meinen Ohren!? Da bekommt jemand die Chance, Neues zu lernen, sich zu entwickeln, und möchte sie nicht nutzen. Der Motivationskiller (ich unterstelle positiv, dass überhaupt so etwas wie eine Art Grundmotivation vorhanden ist)  in diesem Fall war das „sich vergleichen“ mit den anderen. Und das beobachte ich immer wieder. Vergleichen Sie sich mit Menschen, die eine Sache nicht so gut können wie Sie selbst, gibt es keinen Grund, in der Sache besser zu werden. Vergleichen Sie sich mit Menschen, die weltmeisterlich in einer Sache sind, erscheint es oftmals sinnlos, weiter dran zu bleiben. „So gut werde ich ohnehin ja nie“. Bsp: ich selber laufe gerne Marathon, manchmal darf es auch schon eine noch längere Strecke sein. Ich bin Freizeit-Sportler und habe Spaß daran. Wenn ich mich nun vergleichen würde mit dem Weltrekordhalter und das als mein Maß ansähe, würde ich bald die Motivation zum Training verlieren.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Es kann auch manchmal sinnvoll und motivierend sein, wenn Sie sich mit anderen vergleichen. Und Sie dürfen sehr achtsam dabei sein und genau beobachten, was dieses „Vergleichen“ mit Ihnen und Ihrer eigenen Motivation anstellt.

Die junge Dame aus dem Café wäre besser beraten, sie würde es machen wie ich:

„DER VERGLEICH LAUTET: WIE WAR ICH GESTERN, WIE BIN ICH HEUTE UND WIE WERDE ICH MORGEN SEIN?“

Ich möchte jeden Tag wieder ein wenig besser sein als den Tag zuvor. Das motiviert mich und zeigt mir wirklich auf, wie ich weiter komme. Dieser Vergleich ist wertvoll und begeistert mich.

Machen Sie es mir nach und seien Sie achtsam darauf, wie Sie sich motivieren oder auch nicht.

ICH GESTERN – ICH HEUTE – ICH MORGEN…

Viel Spaß und Erfolg dabei,

Ihr Joe Orszulik – Experte für innere Stärke

Im Ziel nach 100 Kilometern Ultra-Marathon

Führungsfehler Teil 9 – So treiben Chefs Ihre Mitarbeiter in den todsicheren Burnout

Tipp 9: Wenn der Burnout-Chef Ziele setzt, dann Unerreichbare.
Wenn Sie nun doch, auf Anweisung Ihres Chefs, nur ein Ziel für Ihre Abteilung und noch schlimmer pro Mitarbeiter festlegen müssen, erschwert das natürlich Ihre Führungsaufgabe extrem. Nun müssen Sie sich wirklich mit den Befindlichkeiten, Fähigkeiten und Kenntnisse Ihrer Mitarbeiter auseinandersetzen und dafür haben Sie eigentlich gar keine Zeit. Generell hilft bei dieser Aufgabestellung immer dem Mitarbeiter extrem hohe, nicht erreichbare und wnn möglich auch nicht messbare Ziel zu stellen. Das können extrem hohe Umsatzsteigerungen von 50% und mehr im Vertrieb sein. Auch immer gut ist eine Zufriedenheitsanalyse Ihrer Kunden zum Serviceverhalten Ihres automatisierten Anrufbeantworters im Internet oder die Gewichtsreduzierung Ihrer adipösen Mitarbeiter, damit mehr Bewegung in den Arbeitsablauf integriert wird. Ich bin mir sicher, auch Ihnen als kompetenter Burnout-Chef fallen noch weitere unerreichbare Ziele ein. Es ist doch nicht Ihr Problem als Vorgesetzter, wenn Ihre Mitarbeiter die gesetzten Ziele nicht erreichen. Schließlich hat ja die Personalabteilung diesen Mitarbeiter eingestellt. Sie können sich ja auch nicht um alles kümmern. (Fortsetzung folgt).