Stilvolle Tischmanieren Teil 1 „So punkte ich als Gastgeber“

Stilvolle Tischmanieren kommen nie aus der Mode. Meine nächste Kolumne widme ich als 3-Teiler dem Thema „Tischmanieren – Tischsitten – Restaurant Knigge“.

Gutes Benehmen macht einfach Spaß und wirkt sympathisch. Wer die Etikette kennt, kann in bestimmten Situationen damit auch locker umgehen und passt sich damit automatisch an die Gesellschaft an.

„Wer die Gesellschaft nicht entbehren kann, sollte sich ihren Gebräuchen unterwerfen, weil sie mächtiger sind als er.“ (Adolph Freiherr von Knigge)

Wussten Sie eigentlich, dass es schon vor 4500 Jahren eine hohe Tugend war, die Etikette bei Tisch zu kennen? Zu Zeiten des ägyptischen Königs Asosi verfasste dessen höchster Verwaltungsbeamter und oberster Richter Ptahhotep das Regelwerk „Weisheitslehre“, welches auch die Regeln bei Tisch enthielt.

Durch die vielen Kreuzzüge kamen die ersten Tischregeln auch nach Mitteleuropa.

Die Wurzeln der „deutschen“ Tischetikette haben wir jedoch dem französischen Sonnenkönig zu verdanken. Er hatte seinen Tag bis ins letzte Detail „durchgeplant“ und alle Abläufe bei Hof – auch zu Tisch – protokolliert und reglementiert.

Stilvolle Tischmanieren fangen beim Gastgeber selbst an. Dennoch sind viele Menschen in der Rolle als Gastgeber oft verunsichert, um diese „Rolle“ galant zu meistern.

Wer die Etikette-Regeln als Gastgeber kennt, führt seine Gäste stilsicher durch den Abend, den Tag oder den besonderen Event. Das Wohlfühlen der Gäste steht immer an erster Stelle. Als Gastgeber sind Sie der Regisseur, der seine Gäste galant führt.

„Ohne gutes Essen, guten Wein und gute Freunde kann man nicht feiern.“ (Vico von Bülow)

Damit sich Ihre Gäste rundum wohl fühlen, sollten Sie 5 wichtige Punkte beachten:

Tipp Nr. 1 „Das gekonnte Einladungsmanagement“

Einladungen auszusprechen ist oft schwieriger als getan. Dazu gehören viele Überlegungen im Vorfeld dazu: wozu spreche ich die Einladung aus, wer versteht sich gut oder weniger gut mit den anderen Gästen, wo will ich feiern und möchte ich überhaupt Geschenke haben.

Eine sorgfältige Planung erleichtert vieles im Leben; so ist es auch bei Veranstaltungen. Dazu gehört auch, sich im Vorfeld Gedanken über den Anlass und die Uhrzeit zu machen.

Zu den klassischen Uhrzeiten für Einladungen zählen:

  • 11:00 Uhr für Empfänge (z.B. Jubiläum oder Taufe)
  • 12:00 Uhr für das klassische Mittagessen
  • 16:00 Uhr für die Einladung zum Kaffee (z.B. Geburtstag)
  • 18:00 Uhr für den Abendempfang (z.B. beim After-Work)
  • 19:00 Uhr für das Abend-Essen (z.B. Gala-Dinner)

Auf eine ordentliche Einladung gehören folgende Punkte:

  • Die persönliche Anrede der Adressaten in der Anrede und im Briefkopf. Ich empfehle Einladungen immer handschriftlich auf einem hochwertigen Papier zu verfassen.
  • Definieren Sie in der Einladung folgende Dinge klar und deutlich: den Ort der Veranstaltung, die Zeiten, den Anlass, kurze Details über die Veranstaltung sowie den Dress-Code. Sprechen Sie auch Empfehlungen für Übernachtungen (Hotels in der Nähe) und die Anreise (z.B. Bahnhof und Taxi-Nummer) aus.
  • Bitten Sie zur Planung Ihrerseits unbedingt um eine Antwort zur Planung und geben Sie dafür ein festes Datum vor.

Tipp Nr. 2 „Galant durch den Event führen“

Gastgeber sein will gelernt sein. Es gibt doch nichts Schöneres als einen gelungenen Abend mit zufriedenen Gästen zu verbringen, wo sich jeder Gast gerne an den Abend zurückerinnert.

Machen Sie alle Gäste miteinander bekannt und platzieren Sie nur Gäste nebeneinander, wo Sie auch wirklich wissen, dass diese auch Gemeinsamkeiten beim Small-Talk haben.

Sie „bestimmen“ die Regeln des Abends, egal ob Sie zuhause feiern oder im Restaurant. Empfangen Sie jeden Gast persönlich und begleiten Sie ihn zu seinem Platz. Sie können für diese ehrenvolle Aufgabe auch eine Vertrauensperson auswählen, die Ihnen behilflich ist.

Zeigen Sie den Gästen, wo sich die Garderobe und die Waschräume befinden. Nehmen Sie den Gästen auch gerne den Mantel ab, indem Sie fragen „Darf ich Ihnen behilflich sein?“ Bei größeren Festen empfehle ich eine Person, die sich als Guest Relation Manager wie in der Hotellerie um die Gäste kümmert.

Die berühmte Tisch- und Sitzordnung wirft oft Fragen oder Missverständnisse, wenn nicht sogar „Ärger“ unter den Gästen auf.

„Eine vollendete Gastgeberin erkennt man daran, dass sie alle bevorzugt und niemanden benachteiligt.“ (Vico von Bülow)

Damit sich keiner Ihrer Gäste benachteiligt fühlt, empfehle ich Ihnen folgenden Trick: Benennen Sie die Tischnamen mit Städtenamen, Blumennamen oder lustigen Anekdoten / Märchen.

Tipp Nr. 3 „Tischlein deck Dich“

Leben Sie selbst stilsichere Tischmanieren vor. Die Grundkenntnisse der Besteck-, Gläser- und Servietten-Sprache sollten Sie als Gastgeber kennen. Ebenso sollten Sie ein festliches Gedeck von einem einfachen Gedeck unterscheiden können.

Planen Sie beim Hauptgang immer eine Auswahl an Fisch, Fleisch, vegetarischen und veganen Gerichten mit ein. Bitten Sie Ihre Gäste in der Einladung auch, Sie darauf hinzuweisen, ob Allergien vorliegen. Machen Sie sich jedoch keinen Stress, alle Allergien berücksichtigen zu wollen. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Mein Tipp: Falls Sie sich mit den Tischgepflogenheiten nicht so ganz kennen, besuchen Sie einfach vor wichtigen Events, z.B. einer Hochzeit einen Knigge-Dinner-Kurs.

Tipp Nr. 4 „Der stilsichere Umgang mit den Getränken“

Wenn Sie Getränke selbst ausschenken, empfehle ich Ihnen eine passende Weinauswahl zum Essen vom Getränke- und Weinhändler Ihres Vertrauens zusammenstellen zu lassen.

Wenn Sie Rotwein servieren, sieht das immer schöner aus, wenn dieser elegant dekantiert ist. Wein, Champagner und Sekt sollten auch stilsicher entkorkt werden.

Ein Gläschen in Ehren ist nicht zu verwehren. Achten Sie selbst darauf, dass Sie in der guten Stimmung nicht zu tief ins Glas schauen, damit Sie den Überblick über den Abend behalten.

Bei besonderen Anlässen als Feier in einem guten Restaurant oder Hotel übernimmt diese Aufgabe auch der Sommelier des Hauses.

Tipp Nr. 5 „Die Gäste richtig verabschieden“

Vielleicht kennen Sie das selbst: Sie haben einen schönen Abend verbracht und haben den Abend gemeinsam mit Ihren Gästen sehr genossen. Es gibt jedoch den ein oder anderen Gast, den kein Zeitgefühl hat und nicht versteht, dass es Zeit ist, zu gehen.

Gäste daran zu erinnern, dass der Abend zu Ende ist, ist oft unangenehm, gehört jedoch zum souveränen Auftritt eines stilsicheren Gastgebers dazu.

Nutzen Sie das „5-Stufen-System“, um Gäste stilsicher zu verabschieden:

  1. Verabschieden Sie mit einer kleinen Dankesrede bei den Gästen mit dem dezenten Hinweis, dass sich auch das schönste Beisammensein dem Ende neigt. „Ich bedanke mich, dass Ihr meine Gäste wart und einen geselligen Abend mit mir verbracht habt. Ich freue mich auf unser baldiges Wiedersehen.“
  2. Bieten Sie noch einen letzten Drink an.
  3. Sagen Sie, dass Sie die Rechnung begleichen gehen als dezenten Hinweis zum Aufbruch.
  4. Bieten Sie den Gästen an, den Mantel zu holen, ein Taxi zu rufen und sie an die Tür zu begleiten.
  5. Falls das alles nicht klappt, kommen Sie sachlich und knackig auf den Punkt: „Es war mir eine Freude, dass wir du mein Gast warst, leider geht morgen um 6:00 Uhr mein Flieger, ich denke du hast dafür Verständnis, dass ich unseren Abend jetzt auflösen möchte.“

PS: In der nächste Kolumne geben ich Ihnen Tipps, wie Sie sich elegant in der Rolle als Gast bewegen.

Azubi Knigge – Teil 1 „So integrieren Sie sich als Azubi perfekt ins Team“

Liebe Azubis,

die Schule ist vorbei und bald steht ein neuer Lebensabschnitt vor der Tür. Ich erinnere mich selbst noch zu gut an meinen Berufseinstieg als Kauffrau vor 20 Jahren. Der Einstieg war nett, aber ich hätte mir damals trotz meines guten Selbstbewusstsein, wo ich mich durchgesetzt habe, nicht ausgenutzt zu werden, einen Mentor an meiner Seite gewünscht.

Heute unterstütze ich Azubis dabei, mit sich Werten und Umgangsformen im Business-Alltag auseinander zu setzen und von Anfang an ein wertgeschätzter Mitarbeiter im Team zu sein.

„Nur wer die Spielregeln kennt, kann auch gewinnen.“ (Internationales Business-Gesetz)

Nutzen Sie meine 5-Punkte-Checkliste für Ihren perfekten und erfolgreichen Start ins Berufsleben. So können Sie von Anfang an punkten, machen sich beliebt und integrieren sich durch einen guten 1. Eindruck perfekt ins Team.

Tipp Nr. 1 „Pünktlichkeit ist die Tugend der Könige.“

Den Arbeitsvertrag haben Sie in der Tasche, doch haben Sie beim Vorstellungsgespräch genau nachkalkuliert, wie lange Sie von der Wohnung bis zu Ihrer Arbeitsstätte brauchen? Zugfahrpläne ändern sich auch und es gibt auch Baustellen. Nehmen Sie sich die Zeit und überprüfen Sie 1-2 Wochen vor Ausbildungsbeginn noch einmal genau, wie viel Zeit Sie zu Ihrer neuen Arbeitsstätte brauchen. Fahren Sie die Strecke bei angemessener Entfernung noch einmal ab. Der 1. Eindruck zählt und es ist einfach peinlich, wenn Sie am 1. Arbeitstag gleich unpünktlich sind.

Planen Sie für die Anreise am 1. Tag lieber einen Zug früher ein. So wissen Sie genau, wie viel Zeit von der Bahn oder Bushaltestelle auch als Fußweg bis zu Ihrer Ausbildungsstätte oder Abteilung benötigen. Die verbleibende Wartezeit vor Ort können Sie wunderbar für einen kleinen Spaziergang nutzen. So bauen Sie automatisch Ihre innere Anspannung ab und können sich entspannt Ihren neuen Kollegen präsentieren.

Wichtiger Hinweis für den 1. Tag: Melden Sie sich 10-15 Minuten vor Arbeitsbeginn beim Personalreferat oder bei der Sekretärin an. Dort warten Sie geduldig, bis Ihnen jemand zur Begrüßung und Einweisung zugeteilt wird. Kommen Sie nicht schon 30 Minuten früher, das kann Ihr Gegenüber in Anspannung bringen, weil die Person oft noch mit anderen Dingen beschäftigt ist.

Tipp Nr. 2 „So punkten Sie beim Begrüßen und punkten mit der Selbstvorstellung.“

Leider grüßen Sie viele Menschen andere Menschen nicht mehr. Die Anonymität mit Kopfhörern durch die Gegend zu laufen ist scheinbar cooler. Wenn Sie so in der Firma oder vor der Firma auftauchen, können Sie schnell komisch angeschaut werden. Im Berufsleben wird eine andere Sprache gesprochen wie in der Schule.

Mein Tipp: Grüßen Sie von sich aus Ihre neue Kollegen, die Sie im Firmengelände treffen. Selbst wenn der Gruß nicht unbedingt erwidert wird, so zeigen Sie Sie, dass Ihnen Stil und Etikette wichtig sind. Begrüßt wird Sie bitte nicht mit „Hallo“ oder „Moin Moin“,  sondern mit einem freundlichen Tagesgruß wie „Guten Tag“.

Kennen Sie den Unterschied zwischen Grüßen und Begrüßen? Gegrüßt wird aus der Ferne mit einem angemessene Tagesgruß. Beim Begrüßen schauen Sie Ihrem Gegenüber in die Augen, lächeln Sie, grüßen mit Präsenz in der Körperhaltung und warten ab, bis der anderen Ihnen die Hand anbietet.

Gerade in kleinen Betrieben oder wenn in bestimmten Branchen viel los ist, werden Sie nicht immer dass Glück haben, dass Ihnen am Einführungstag (1. Arbeitstag) ein Mitarbeiter an die Seite gestellt wird, um Sie einzuarbeiten und dem Team vorzustellen.

Oft werden Sie wie das bei mir damals war, nur einem Mitarbeiter in der Abteilung, wo Sie zunächst eingesetzt werden, vorgestellt und dann ins „kalte Wasser geworfen“.  Ergreifen Sie selbstbewusst von sich aus die Initiative und stellen Sie sich selbst korrekt vor. „Mein Name ist Janine Katharina Pötsch. Ich bin die Auszubildende als Kauffrau und für freue ich mich, Sie in der nächster Zeit in Ihrer Abteilung zu unterstützen“.

Mein Tipp: Oftmals werden Sie von den Kollegen ungefragt „geduzt“ – bitte duzen Sie niemals zurück. Haben Sie Schwierigkeiten, sich Namen zu merken? Dann schreiben Sie sich die Namen Ihrer neuen Kollegen in ein kleines Notizbuch. So können Sie sich die Namen besser und schneller einprägen.

Tipp Nr. 3: „Kleidung und das äußere Erscheinungsbild ist nonverbale Kommunikation.“

Kleidung ist immer Kommunikation und Wertschätzung – mir selbst und anderen gegenüber. Kleider machen Leute und jede Branche hat Ihre eigenen – oft ungeschriebenen – Dresscodes.

Mein Tipp: Wenn Sie unsicher sind, was Sie anziehen sollen, schauen Sie sich vor dem 1. Arbeitstag auf der Webseite der Firma um. Dort sehen Sie, wie Mitarbeiter dargestellt werden. Overdressed und underdressed kommt in Ihrer Funktion als Azubi nie gut an.  Achten Sie auf saubere, gepflegte und gebügelte Kleidung, ohne kaputte Knöpfe oder sichtbaren Saum.

Mein Tipp für junge Frauen: Wählen Sie für den 1. Arbeitstag eine Hose, die weder zu weit noch zu eng ist.  Achten Sie auf frisch gewaschene Haare, ein leichtes Tages Make-up sowie ein schlichtes Oberteil ohne großen Ausschnitt und ohne sichtbare Unterwäsche. Weniger ist mehr – das gilt beim Schmuck genauso wie beim Parfüm.

Mein Tipp für junge Herren: Tragen Sie eine schlichte Hose und keine zerschlissene Jeans und saubere Schuhe und einen ordentlichen Gürtel in der Hose. Achten Sie darauf, dass Sie frisch rasiert sind, auch im Nackenbereich.

Tipp Nr. 4: „Das 1×1 des guten Benehmens – so nutzen Sie kleine Gesten der Aufmerksamkeit von Anfang an.“

Als „Neuer“ werden Sie natürlich von allen Seiten aus beobachtet. Mir fällt in der Zusammenarbeit mit jungen Menschen auf, dass diese entweder zu selbstbewusst sind – weil Sie nie Grenzen besetzt bekommen haben oder zu angepasst sind. Beide Extreme sind im Berufsleben nicht gerade von Vorteil. Achten Sie auf ein respektvolles und angemessen freundliches Verhalten Ihren Kollegen und Vorgesetzten gegenüber.

Kleine Gesten sind kleine Geschenke der Freundschaft im Beziehungsaufbau mit Kollegen. Oftmals erzielt ein kleiner Aufwand eine große Wirkung und Sie punkten damit enorm bei Kollegen und Vorgesetzten.

Zu den kleinen Aufmerksamkeiten zählen z.B.: Türen aufhalten, Ordner tragen helfen, Gegenstände abnehmen, am Kopierer Vortritt lassen, etwas aufheben, wenn etwas runter gefallen ist oder kleine Botengänge für die anderen Kollegen mit erledigen oder Bitte und Danke sagen als 1×1 des Basis im Umgang miteinander.

Tipp Nr. 5: „Small Talk als Eisbrecher – so lernen Sie die anderen besser kennen.“

„Wer mitspielen will, muss mitreden können.“ (Französisches Sprichwort)

Small Talk ist gar nicht so schwer, wie viele Menschen immer denken. Solange Sie die „Regeln“ beachten, ist der Small Talk der gekonnte Einstieg in das kleine Gespräch im Berufsalltag.  Small Talk setzt echtes Interesse am Gegenüber aus.

Mein Tipp: Stellen Sie offene Fragen, aber fragen Sie den anderen nicht aus. Gerade jetzt zum Berufseinstieg passt das Thema Urlaub am besten. So können Sie anhand der Hobbies Ihre Kollegen besser kennenlernen. Halten Sie eine Themenvielfalt aus aktuellen Geschehen aus der Region, aus dem Umfeld vom Unternehmen bereit, aber vermeiden Sie Themen wie Geld, Politik, Krankheit, Klatsch und Tratsch, Religion und Intimitäten.

Mit Small Talk schaffen Sie ein „Wir“ Gefühl und werden als kommunikativer, sympathischer und interessierter Mensch wahrgenommen.

Ich wünsche Ihnen als Azubi einen erfolgreichen Start ins Berufsleben mit vielen spannenden Erkenntnissen und Lernerfahrungen.

Haben Sie eine Frage? Schreiben Sie mir an info@gekonnt-wirken.de

Ihre Janine Katharina Pötsch
Knigge-Expertin für zeitgemäße Umgangsformen und wertschätzende Kommunikation
www.gekonnt-wirken.de

PS: Ich biete für Firmen oder Institutionen der Weiterbildung auch meine beliebten Azubi-Knigge-Workshops an. Mehr dazu erfahren Sie unter folgendem Link „Azubi Knigge Kurs“.

Buchmesse Leipzig 2018

Bildquelle ELANproject International Elegance

Viele Menschen auf der Buchmesse in Leipzig 2018. Illustre Figuren und Figürchen aus rosa Plastik, buntem Tüll und Gold Glitzer. Manga und andere Comic Charakteren. Ein schier unendliches Wirrwarr von um Hervorstechen und Beachtung finden ringender Akteure. Dazwischen, beinahe bescheiden, Bücher. Drapiert auf oft ebenso bescheiden anmutenden Tischen. Was fiele mehr ins Auge? Der Glamourmensch oder das Buch, sein Buch?

Beim Umherwandern fiel mir mein Thema ein, die ICH-KULTUR. In Kürze erscheint mein Buch darüber. Es geht um die Kultivierung des Selbst, ein lebenslanger Prozess. Je bewusster wir an unserer Persönlichen Kultur arbeiten, desto weniger laufen wir Gefahr, andere ungewollt zu verletzen. Wir werden aufmerksamer und gehen achtsamer mit unser selbst und anderen um.

Diese Buchmesse ist ein perfekter Platz für das Studium menschlicher Charakteren und Persönlichkeiten und ihrer Wahl der Kommunikation. Wie man herüberkommt liegt im Auge des Betrachters heißt es. Genauso ist es. Wer sein Selbst bewusst kultivieren möchte und an seiner ICH-KULTUR arbeitet, lässt sich auf ein hoch spannendes Unterfangen ein. Die Reise in sich selbst kann zum Abenteuer werden.

Wem Glamour wichtig ist, wird sich so geben, wem Eleganz wichtig ist, wird ebenfalls versuchen, einen Akzent zu setzen. Wir alle streben nach dem Bild, das wir nach außen abgeben möchten. Ob wir so ankommen, wie wir es wünschen, entscheiden andere.

Warum ist das so?

Unser Gehirn entscheidet, was wir wie wahrnehmen und aufgrund von welchen Erfahrungen oder Lernprozessen. Weil es unser persönliches Gehirn ist, sind wir auch persönlich dafür verantwortlich, wie unsere innere Haltung sich entwickelt, wie respektvoll wir mir unseren Mitmenschen umgehen und, natürlich, wie wir wahrgenommen werden möchten. Wenn uns andere in eine Schublade stecken, können wir dies nicht beeinflussen, es sei denn, wir gehen in echten Kontakt mit unserem Gegenüber.

Der Mensch wird diesen Kontakt immer brauchen. Er ist nicht nur spannend und hin und wieder aufregend, er ist ein immanentes Bedürfnis des Menschen.

Wenn wir also als Comicfiguren oder sonstige Illustrationen unseres Selbst auf einer Veranstaltung auftauchen, hier eben auf der Buchmesse, ist das größte Bedürfnis der allermeisten Menschen aufzufallen, um in Kontakt zu gehen. Was wir mit dem Kontakt machen, bleibt als neues Ziel offen.

Für mich war die Buchmesse ein kleines Lernfest.

 

 

 

 

So punkten Sie mit dem Büro-Knigge-ABC Teil 3

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

was haben Sie von meinen Büro-Knigge-Tipps in Ihrem Team in der letzten Woche bereits umgesetzt? Sind Sie schon gespannt, was noch alles zum Büro-Knigge-ABC gehört?

Oftmals sind es nur Kleinigkeiten, die wir im hektischen Alltag „vergessen“, aber gerade dieser kleine Feinschliff macht uns zu beliebten Kollegen und fördert natürlich auch intern die Karriere.

Heute folgt Teil 3:

S wie Sympathie

Sympathische Menschen sind einfach beliebt. Sympathie fängt im Kopf an und beginnt immer mit Emotionen und kleinen Gesten den Teammitgliedern gegenüber.

Sympathie entsteht durch gemeinsame Werte, durch Humor und dass wir auch zu unseren Schwächen stehen können und über uns selbst lachen. Niemand ist perfekt. Wer zu perfekt wirken will, spielt einfach eine Rolle und wirkt arrogant.

Sympathische Menschen sind absolute Charismatiker mit einem inneren Hochstatus und einem äußeren Tiefstatus. Sie haben immer eine WIN-WIN-Strategie im Kopf und lieben die Kommunikation auf Augenhöhe. Der gemeinsame soziale Status ist viel wichtiger als sich doch vermeintliche Statussymbole von den Kollegen abzuheben und damit sogar auszuschließen.

Frage: Was können Sie gemeinsam im Team für mehr Sympathie füreinander tun? Suchen Sie gemeinsame Werte, die sie alle prägen.

T wie Toleranz

Toleranz ist eines meiner Lieblingswörter vom Knigge-ABC. Toleranz bedeutet, andere Meinungen, Einstellungen und Auffassungen zu einem Thema anzunehmen, Menschen von anderer Herkunft, anderen gesellschaftlichen Status – solange diese sich an die gängigen Gepflogenheiten anpassen und einem anderen äußerlichen Erscheinungsbild zu akzeptieren.

Toleranz bedeutet für mich auch, das Verständnis für Büro-Hunde, wenn diese erlaubt sind sowie Toleranz gegenüber flexiblen Arbeitszeiten, denn nicht jeder Kollege ist eine Lärche und schon morgen immer top fit. Ich als Eule arbeite lieber ab 10:00 Uhr und bin dafür abends super kreativ.

Wer im Büro eine gute Frustationstoleranz hat, also Enttäuschungen souverän gegenüber steht und diese kompensieren kann, anstatt gleich komplett auszuflippen, als ein wahrer Teamplayer.

Frage: Wie tolerant sind Sie selbst?

U wie Unternehmenskultur

Die eigene Unternehmenskultur hat oft ungeschriebene Gesetze, die jedoch die Grundlage des „guten“ Benehmens im Unternehmens erwarten. Das Verhalten, welches Mitarbeiter und Führungskräfte an den Tag legen, spiegelt sozusagen die Werte und Normen des Unternehmens wieder.

Frage: Welcher Umgang herrscht bei Ihnen untereinander im Team und mit den Führungskräften? Ist das Verhältnis angenehm, freundlich und kollegial oder haben Sie eher das Gefühl, das der Umgangston genervt, distanziert und sehr formell ist?

Zu einer guten gemeinsamen Unternehmenskultur zählt eine gemeinsame Kundenorientierung, ein gemeinsames Erfolgsdenken, flache Hierarchien und ein kooperativer Führungsstil, die persönliche Identifikation eines jeden Mitarbeiters mit dem Unternehmen, die Anerkennung und Akzeptanz von Ethik und gesellschaftlichen Werten sowie ein gutes Betriebsklima und eine offene Kommunikationskultur.

Frage: Wie sieht Ihre Unternehmenskultur aus? Was können Sie ab sofort ändern?

V wie Vorstellen und Bekannt machen

Vorstellen und bekannt machen

Im Business gilt, dass der Rangniedere dem Ranghöheren vorgestellt wird. Das heißt der Kunde erfährt zuerst, wie der mitgebrachte Kollege beim Meeting heißt oder der Chef wie der neue Mitarbeiter oder Azubi heißt. Wenn Sie als Mitarbeiter mit Ihrem Chef und einem wichtigen Kunden zusammen sind, erfährt der Kunde zuerst, wie Ihr Chef heißt.

Mein Tipp Nr. 1: Wiederholen Sie die Namen immer doppelt, z.B. „Herr Meier, kennen Sie schon unsere neue Mitarbeiterin in der Buchhaltung, Frau Müller? Frau Müller, das ist Herr Meier, unser Firmeninhaber.“

Mein Tipp Nr. 2: Sprechen Sie in der Vorstellung Doppelnamen korrekt aus und denken Sie in der größeren Runde auch daran, die berufliche Funktion mit zu benennen.

Die gelungene Selbstvorstellung

Sich selbst vorzustellen, fällt vielen Menschen schwer, dabei haben Sie doch fast wöchentlich die Gelegenheit dazu, sei es auf Meetings, auf Weiterbildungen oder externen Netzwerkveranstaltungen.

Starten Sie immer in der Ich-Form: Ich bin XY und beschreiben Sie Ihre Expertise kurz mit einem spannenden Elevator-Pitch, um den anderen auf Sie neugierig zu machen. Das geht zum Beispiel so: „Guten Tag, ich bin Janine Katharina Pötsch und zeige meinen Kunden, wie Sie Ihre Kompetenz optisch sichtbar machen, Ihre Einzigartigkeit als Marke „ICH“ verpacken und mit guten Umgangsformen punkten.“

W wie Wertschätzung

Die gegenseitige Wertschätzung im Kollegenkreis in der Persönlichkeit und für die Arbeit des Kollegen ist so wichtig für ein gutes Betriebsklima. Wertschätzung ist auch ein kleines Lob für die gute Zusammenarbeit.

Wertschätzung bedeutet sich auf Augenhöhe zu begegnen sowie Kollegen immer mit einem Lächeln und einer positiven inneren Einstellung zu begegnen. Wertschätzung kann auch in Form einer kleinen Geste oder einer kleinen positiven Überraschung ausgedrückt werden.

„Wertschätzung lässt Verbundenheit und Vertrauen wachsen. Es ist der Treibstoff für die Straße des Lebens, den wir täglich brauchen.“ (Jeanette Holdinghausen)

Aufgabe: Führen Sie einmal in der Woche eine Wertschätzung- und Lobstunde im Team ein. Das lässt das gegenseitige Gefühl der Verbundenheit als Team enorm wachsen.

Z wie Zuverlässigkeit

Zuverlässigkeit ist leider nicht mehr selbstverständlich. Zuverlässigkeit im Kollegenkreis bedeutet, dass Sie sich 100% auf den anderen und seine Versprechen verlassen können. Zuverlässige Menschen zeichnen sich dadurch aus, dass Sie loyal sind und zu Ihrem Wort stehen. Wer zuverlässig seine Termine einhält, zollt dem anderen Respekt und Wertschätzung.

Zuverlässigkeit schafft Vertrauen und Sicherheit. Wenn Sie bereits im Vorfeld wissen, dass Sie bestimmte Anfragen oder Verpflichtungen nicht nachkommen können, weil Sie gerade viel um die Ohren haben, sagen Sie es ehrlich. Nichts ist unangenehmer als der eigene Stress und ein schlechtes Arbeitsergebnis aufgrund von Überlastung. Ehrlichkeit ist hier das Zauberwort.

„Ein guter Mensch ist zuverlässiger wie eine steinerne Brücke.“ (Marc Aurel)

Mein Tipp: Haben Sie Ihren Kalender und Ihr persönliches Zeitmanagement gut im Griff, damit Sie nicht zu allem „ja“ sagen. Es ist auch in Ordnung, einen Gegenvorschlag zu machen, um für beide Seiten einen fairen Kompromiss zu schaffen.

Gerne können Sie mich als Management-Trainerin auch gerne für Ihr Team für ein maßgeschneidertes Büro-Knigge Seminar buchen.

So punkten Sie mit dem Büro-Knigge ABC Teil 2

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

was haben Sie von meinen Büro-Knigge-Tipps in Ihrem Team in der letzten Woche bereits umgesetzt? Sind Sie schon gespannt, was noch alles zum Büro-Knigge-ABC gehört?

Oftmals sind es nur Kleinigkeiten, die wir im hektischen Alltag „vergessen“, aber gerade dieser kleine Feinschliff macht uns zu beliebten Kollegen und fördert natürlich auch intern die Karriere.

Heute folgt Teil 2:

J wie Jahrestag

Halten Sie die Jahrestage feierlich in einem gut sichtbaren Kalender fest. Dadurch wertschätzen Sie Ihre Kollegen und Kolleginnen. Im kleinen oder mittelgroßen Team (bis 50 Personen) gratulieren Sie immer persönlich. An besonderen Jahrestagen (5 oder 0) können Sie im Team ein Geschenk zusammen stellen.

Verheimlichen Sie Ihrem Geburtstag bitte auch nicht. Ob Sie bei einem nicht runden Geburtstag etwas mitbringen (Brötchen, Kuchen) bleibt Ihnen überlassen. Beim runden Geburtstag empfehle ich Ihnen etwas mitzubringen. Nach Absprache mit dem Chef können Sie gerne nach Feierabend kurz anstoßen.

Mein Tipp: Passen Sie sich von Anfang an den Gepflogenheiten in der Abteilung oder der Firma an.

K wie Kommunikation

Eine ehrliche, faire und wertschätzende Kommunikation ist das A und O im Büro. Schon Knigge wusste „Interessiere dich für andere, wenn du willst, dass andere sich für dich interessieren.“

Sprechen Sie mögliche „Probleme“ mit einem Teammitglied direkt unter vier Augen an. Schildern Sie der Person die Sachlage aus der Ich-Botschaft. Probleme die während eines Projekts auftauchen, weil Ihnen die nötigen Informationen fehlen, sie gerade private Probleme haben, ect., sollten Sie schnell mit dem Projektleiter besprechen. Natürlich ist es nicht immer leicht, den richtigen Ton zu treffen. Ich empfehle regelmäßige Team-Meetings mit einem bestimmten Zeitplan, wo jeder in einer bestimmten Zeit seine Sachlage, seine aktuelle Herausforderung und Idee zu einem Projekt wertfrei schildern kann. Solange wir aktiv miteinander sprechen, ist jedes Problem nur eine kleine Herausforderung zum Ziel.

Mein Tipp: Sorgen Sie von Anfang an mit einer guten Kommunikation im Team dafür, dass alles möglichst reibungslos verläuft.

L wie Lästern

Lästern ist sowohl bei Frauen und Männer ein „kleines Laster“. Lästern Sie niemals direkt im Büro über Kollegen. Sprechen Sie auch nicht in der Öffentlichkeit schlecht über Ihre Kollegen. Natürlich wünschen wir uns von unserem Partner, unser Familie oder unserem Freundeskreis einen Tipp, wie wir damit umgehen können. Machen Sie es besser so, wenn Sie sich über jemanden ärgern: „Mir ist aufgefallen, dass einer meiner Kollegen immer wieder den gleichen Fehler macht. Wie würdest Du Dich in meiner Situation verhalten?“

Mein Tipp: Gerade, wenn das Büro-Klima eventuell sowieso angereizt ist, führen kleine Lästereien schnell zum Mobbing. Das hat wohl keiner Ihrer Kollegen verdient.

M wie Miteinander

Das Wort T.E.A.M steht nicht für „Toll ein anderer macht’s“, sondern für „Teil einer außergewöhnlichen Mannschaft“ sein.

Team’s wachsen mit ihren Herausforderungen. Selbst wenn Sie ein Muffel sind und abends gerne vor dem TV sitzen, empfehle ich Ihnen, regelmäßig bei Team-Events dabei zu sein. Dazu zählt auch die jährliche Weihnachtsfeier.

Mein Tipp: Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Kollegen besser kennenzulernen und verurteilen Sie nicht alle kleine Fehler.

N wie Namengedächtnis

Merken Sie sich unbedingt die Namen und die richtige Aussprechweise von Kollegen und externen Geschäftspartnern. Fragen Sie notfalls nach, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie den Namen falsch aussprechen oder falsch verstanden haben. Sich die Namen von wichtigen Menschen im täglichen Arbeitsumfeld zu merken, bedeutet Aufmerksamkeit und Wertschätzung.

Mein Tipp: Menschen hören ihre Namen gerne. Sprechen Sie daher Besucher oder Anrufer am besten zu Beginn und am Ende mit dem Namen an. Das zeugt von echten Interesse am Gegenüber.

O wie Ordentliches Erscheinungsbild

Ein korrektes und angemessenes Erscheinungsbild, passend zur Position und zum Unternehmen sollte selbstverständlich sein. „Kleider machen Leute“ – ein guter Stil sorgt dafür, dass Sie Ihre Kompetenz unterstreichen. Die visuelle Wirkung ist der Hauptfaktor beim 1. Eindruck. Möchten auch Sie von Anfang an beim 1. Eindruck punkten und gewinnen? Dann nutzen Sie meine Stil-Experten-Tipps:

  • Die Kleidung sollte sauber, gepflegt und gebügelt sein. Die Kleidung sollte weder zu eng noch zu weit sitzen. Fehlende Knöpfe, kaputte Säume oder Nähte lassen Sie bitte sofort ausbessern. Achten Sie darauf, dass Ihre Schuhe ebenfalls sauber und ohne kaputte Sohlen sind. Freizeitkleidung wie FlipFlops im Sommer oder Tanktops sind unpassend.
  • Allgemein gilt, dass die Kleidung Ihre Position unterstreichen sollte und passend zum äußeren Image Ihrer Firma passen muss. Outfit-, Typ- und Dress Code Berater unterstützen Sie gerne dabei, dass beste aus sich herauszuholen.
  • Zum ordentlichen Erscheinungsbild bei Damen gehört ein nicht zu tiefer Ausschnitt, ein guter Haarschnitt ohne großen Ansatz, nicht zu sexy oder freizügige Kleidung, nicht zu viel Make-up, nicht zu viel Schmuck (maximal 7 Schmuckstücke) und nicht zu viel Parfüm. Sichtbare Unterwäsche, zu kurze Röcke – selbst bei schönen Beinen und zu hohe Schuhe zeugen ebenfalls nicht von hoher Kompetenz.
  • Zum ordentlichen Erscheinungsbild bei Herren gehört ein korrekter Haarschnitt, saubere Nägel, keine sichtbaren Nacken-, Ohren- oder Nasenhaare sowie saubere, gepflegte Schuhe (verwenden Sie bitte jeden Tag gute Schuhspanner). Wer Anzug trägt sollte darauf achten, dass Sie nicht mehr wie 3 Farben und 2 Muster miteinander kombinieren. Goldkettchen und Krawattennadeln sind out. Ein kleiner 3-Tage Bart, der zum Stiltyp passt, ist durchaus passend.

P wie Pünktlichkeit

Selbst wenn Sie vielleicht in Gleitzeit arbeiten oder flexible Arbeitszeiten haben, mit Pünktlichkeit drücken Sie Kollegen und dem Arbeitgeber gegenüber Ihre Wertschätzung aus.  Falls Sie sich verspäten, kündigen Sie die Verspätung sofort an. Unpünktlichkeit heißt auch, dass Sie gerne die Zeit von anderen Menschen „stehlen“. Das gilt besonders bei internen Meetings und wichtigen Besprechungen.

„Pünktlichkeit ist die Tugend der Könige“ – wenn Sie zu einem externen Meeting eingeladen sind, sind 15 Minuten vorher als Wartezeit angebracht.

R wie Respekt

Respekt fängt mit der täglichen Begrüßung an und endet mit der stilvollen Verabschiedung. Dauerhafter mangelnder Respekt unter Kollegen führt zu einem schlechten Arbeitsklima.

Respekt bedeutet auch Achtung, Rücksichtnahme oder Berücksichtigung. Wer ständig introvertierte Kollegen zurück drängelt, macht sich unbeliebt.

Respekt bedeutet auch, Distanzzonen am Arbeitsplatz zu wahren, Duzen oder Siezen akzeptieren und das „markierte“ Revier von Kollegen zu respektieren.

Respekt bedeutet auch ehrliche und wertschätzende Kommunikation – unter Nutzung der kleinen Zauberwörter „Bitte“ und „Danke“, Kollegen für gute Arbeit loben, ehrlich gemeintes Feedback geben, Kritikfähigkeit sowie jedem im Team eine Chance geben, sich positiv weiterzuentwickeln.

„Respektiere dich selbst, wenn du willst, dass andere dich respektieren“ sagte schon Knigge. Respekt fängt auch damit an, dass wir uns selbst nicht unter dem Scheffel stellen und auch mal Eigeninitiative zeigen.

Wünschen Sie weitere Tipps oder haben Sie Anregungen, Ideen oder Fragen, die Sie gerne beantwortet haben möchten? Dann schreiben Sie mir an info@gekonnt-wirken.de.  Am nächsten Montag erhalten Sie weitere Büro-Knigge-ABC Tipps von mir.

PS: Haben Sie Teil 1 verpasst? Hier können Sie den 1. Teil vom Büro-Knigge-ABC nachlesen.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim lesen und teilen der Kolumne.

PS: Gerne können Sie mich als Management-Trainerin auch gerne für Ihr Team für ein maßgeschneidertes Büro-Knigge Seminar buchen.

Janine Katharina Pötsch
Expertin für stilsicheres Auftreten auf jedem Parkett
www.gekonnt-wirken.de 
www.gekonnt-wirken-business.de
www.knigge-mit-stil.de

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So punkten Sie mit dem Büro-Knigge-ABC – Teil 1

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

geht es Ihnen manchmal auch so, dass Sie am Montag morgen keine Lust haben, zur Arbeit zu gehen, weil die Kollegen Sie nerven oder sie sich vielleicht unwohl im Team fühlen?

Ein wertschätzender und respektvoller Umgang im Büro ist leider nicht selbstverständlich. Nutzen Sie und Ihre Kollegen meine Büro-Knigge-ABC Tipps, um gemeinsam als Team mehr zu erreichen und den anderen besser zu verstehen.

Heute starten wir mit Teil 1:

A steht für Authentizität 

Spielen Sie im Job eine Rolle oder sind Sie „echt“ und zeigen sich auch mit Ihre Ecken und Kanten? Menschen, die sich so zeigen, wie Sie und zu Ihrem Stärken und Schwächen stehen, wirken automatisch sympathischer und ehrlicher.

Lernen Sie auch, die Ecken und Kanten Ihres Kollegen anzunehmen, ihn wertzuschätzen und nicht zu verurteilen. Jeder Mensch ist wichtig und einmalig.

B steht für Begeisterung

Lieben Sie das, was Sie tun und stehen Sie mit Begeisterung hinter Ihrer Firma, hinter Ihren Projekten und der Arbeit Ihrer Kollegen? Oder machen Sie nur „Dienst nach Vorschrift“?

Begeisterung für das Team und das Projekt wirkt sich positiv auf das gesamte Arbeitsklima ist. Voraussetzung dafür ist, dass jeder im Team die richtige Aufgabe hat.

Frage: Was begeistert Sie besonders an Ihrer Arbeit?

C steht für Charisma

Charismatische Menschen haben eine offene und positive Einstellung zu Ihren Mitmenschen und Kollegen. Sie sind zuverlässig, hinterfragen, hören aktiv zu und reflektieren Ihr eigenes Verhalten. Sie nehmen sich auch bewusst Zeit, um Ihre Kollegen besser kennenzulernen. Das geht natürlich bei 100 Kollegen nicht immer, aber gerade in kleinen Team von 4-15 Kollegen finde ich das persönlich sehr wichtig.

Frage: Wie gut können Sie zuhören und sich in andere hineinversetzen?

D steht für Diplomatie

Streik und Meinungsverschiedenheiten gehören zum Büro-Alltag hinzu. Doch welchen Sprachstil nutzen Sie in solchen Situationen? Werden Sie aufbrausend oder regen Sie sich gleich auf?

Diplomatische Menschen finden auch in Stresssitutionen immer positive Worte, denn sie beherrschen die hohe Kunst der Rhetorik und gehen in möglichen Auseinandersetzungen strategisch vor. Sie lassen das Ganze erst einmal wirken, reflektieren und gehen dann step by step die einzelnen Punkte durch. Sie geben niemals ungefragt Feedback und suchen für beide Seite eine Win-Win Situation.

Frage: Was können Sie ab heute in Ihrem Gesprächsverhalten ändern?

E steht für Empathie

Menschenkenner können anhand der Körpersprache vom Ihrem Gegenüber herausfiltern, was dieser denkt und wie es ihm geht. Schon Knigge sagte: „Interessiere dich für andere, wenn du willst, dass andere sich für dich interessieren.“

Versuchen Sie im Büro-Alltag die Beziehungsebene zu Ihren Kollegen stets positiv zu gestalten, indem sie sich mehr für dessen Gefühle und eventuell auch der allgemeinen Vorgeschichte interessieren. Dann verstehen sie sich und andere besser.

F steht für Freundlichkeit

Freundlichkeit ist Herzlichkeit und Herzlichkeit ist der Türöffner zum Erfolg. Wer den Tag morgens mit einem Lächeln, einem guten Blickkontakt, einem Tagesgruß jedem im Unternehmen gegenüber und einer guten inneren Einstellung zum Team beginnt, hat schon gewonnen. Freundliche Menschen nutzen in Ihrem täglichen Sprachgebrauch auch mehrmals die Wörter „Bitte“ und „Danke“.

„Wer den Tag mit einem Lächeln beginnt, hat ihn bereits gewonnen.“ (Ciciero)

G steht für Geduld

Manchmal geht es nicht schnell genug, das hat mich früher auch viel Ärger gekostet. Seitdem ich gelernt und verstanden habe, dass jeder Mensch für bestimmte Aufgaben und Herangehensweisen ein anderes Tempo hat und ich mich in Geduld übe, fällt mir vieles leichter. Keiner ist deshalb besser oder schlechter.

Üben sie sich in Geduld und setzen Sie andere Menschen durch Ungeduld nicht unter Druck. Das schadet einer guten Beziehung im Team im Büroalltag. Genießen Sie dafür lieber bewusst einen Augenblick der Stille bewusst als kleine Pause für sich, wenn Sie warten müssen. Geben Sie Menschen und Dingen Zeit. Gerade das Beachten dieser kleinen ungeschriebenen Benimm-Gesetze, vereinfachen den Alltag enorm. Lassen Sie sich umgekehrt selbst nicht unter Druck setzen.

H steht für Harmonie und Hilfsbereitschaft

„Ein hilfsbereiter Helfer wartet nicht, bis er gefragt wird.“ (Dänisches Sprichwort)

Ein gutes Team lebt vom geben und nehmen im Büro-Alltag. Dazu zählen Kleinigkeiten wie Tür aufhalten, kopieren für die Kollegin, wenn ich sowieso zum Drucker gehe oder andere kleine Sachen. Hilfsbereitschaft sollte niemals ausgenutzt werden und auch nicht auf die Goldwaage gelegt werden.

Frage: Wo können Sie ab heute ein wenig Hilfsbereitschaft im Team einführen?

I steht für Image

Jeder Mensch, jedes Team und jedes Unternehmen hat ein Image. Was sagt Ihr Image über Sie aus? Wirken Sie, wie Sie wirken möchten? Werden Sie in Ihrer Außenwirkung so wahrgenommen.

Mein Tipp für Ihr Team: Finden Sie gemeinsame Werte, hinter denen Sie alle stehen. Leben Sie alle im Team diese Werte und sie werden feststellen, dass Ihre Außenwirkung sich verändert.

Wünschen Sie weitere Tipps oder haben Sie Anregungen, Ideen oder Fragen, die Sie gerne beantwortet haben möchten? Dann schreiben Sie mir an info@gekonnt-wirken.de Am nächsten Montag erhalten Sie weitere Büro-Knigge-ABC Tipps von mir.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim lesen und teilen der Kolumne.

PS: Gerne können Sie mich als Management-Trainerin auch gerne für Ihr Team für ein maßgeschneidertes Büro-Knigge Seminar buchen.

Janine Katharina Pötsch
Expertin für stilsicheres Auftreten auf jedem Parkett
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