Ich habe ihn verloren

Ich habe ihn verloren.

 

Er ist weg.

Ich habe den Verlust lange Zeit überhaupt nicht bemerkt.

Ich habe ihn deshalb auch nicht vermisst.

Ich weiß nicht, wo ich suchen soll.

Ich weiß nicht, wann ich ihn verloren habe.

Vielleicht steckt er auch in einem dieser unzähligen Umzugkartons, die schon seit Jahren darauf warten, endlich ihren Inhalt wieder los zu werden.

Nein – er ist weg.

Ich glaube, ich werde ihn nicht suchen.

Ich brauche ihn nicht.

Es ging jetzt schon so viele Jahre auch ohne ihn ganz gut.

Falls Du ihn findest: Du kannst ihn behalten.

Ich bin ohne meinen Verstand sehr glücklich.

Joe Orszulik – Experte für innere Stärke

Hypnotiseur – Autor – Redner

Joe Orszulik im Gespräch mit David Vandeven

Joe Orszulik, einer der besten Hypnotiseure Deutschlands, im Gespräch mit David Vandeven auf der Buchmesse in Leipzig.

Hier das komplette Interview:

Joe Orszulik – Experte für innere Stärke

Ihr Unterbewusstsein… Ihr Unbekanntes?

„Der Gedanke scheint frei zu sein, aber im Menschen gibt es viel Mächtigeres, etwas, das den Gedanken leiten kann.“

Ich nenne es das „Unterbewusstsein“. Ihr Unterbewusstsein ist zu 99% dafür verantwortlich, wie Sie Ihr Leben in jedem einzelnen Augenblick erleben, fühlen, denken, wie Sie handeln, wie Sie ganz individuell die Welt wahrnehmen. Ich betrachte das Unterbewusstsein als eine Art „Sammelbecken Ihres bisherigen Lebens“. Alles, was Sie von Ihrem ersten Tage an bis heute erlebt, erfahren und mit Ihren Sinnen wahrgenommen haben, das ALLES wird in Ihrem Unterbewusstsein abgespeichert. Und zwar immer genau so, wie Sie es zum damaligen Zeitpunkt erlebt haben. Daraus resultiert dann Ihr heutiges „Erleben“. Ihre Wahrnehmung Ihres heutigen Lebens ist wie ein Spiegel Ihres Unterbewusstseins.

Es darf Ihnen bewusst sein, dass Ihr Unterbewusstsein NICHT unterscheiden kann zwischen Realität (Sie haben es wirklich erlebt) und fiktiven Ereignissen (wenn Sie sich z.B. einen Film im Fernsehen anschauen).

Auch vergisst Ihr Unterbewusstsein NICHTS, niemals. Seien Sie sehr achtsam, mit was Sie Ihr Unterbewusstsein „füttern“.

Ich möchte Ihnen hier ein tolles Buch zu diesem Thema vorschlagen:

„Die Macht Ihres Unterbewusstseins“ von Dr. Joseph Murphy

Wie Sie mit dem Werkzeug „Hypnose“ mit Ihrem Unterbewusstein arbeiten können, um voran zu kommen, sich dahin zu ändern, wohin Sie es möchten, das erkläre ich Ihnen gerne persönlich.

Ich wünsche Ihnen noch eine tolle Woche,

Ihr Joe Orszulik – Experte für innere Stärke

Machen Sie Ihr Leben leerer

Da sind Menschen, deren Leben empfinde ich als viel zu schnell und viel zu voll.
Sie rasen mit Vollgas durch ihre Tage, ständig getrieben von dem Glauben, etwas zu versäumen oder zu verpassen, wenn sie nicht schnell genug sind.
„Ich muss aber noch schnell hier… ich muss noch schnell da…“
Raus aus dem Bett und schon im „Rennpferd-Modus“… den Minuten hinterher hetzend. Konditioniert – erlernt – so ist das Leben eben. Wirklich?
So viele Menschen rasen durch ihr Leben im High-Speed-Schnellzug… und das Leben zieht draußen unbemerkt vorbei.
Kurzaufenthalt in der nächsten Station „Wochenende“, übernächste Station „Urlaub“ – „Bitte entfernen Sie sich nicht zu weit von Ihrem modernen High-Speed-Lebens-Schnellzug, Ihre Schnellfahrt durch‘s Leben geht bald weiter, Ihr Zug wartet nicht!“
Zielort der rasanten Fahrt, gekennzeichnet von ständigem getrieben sein: Dein eigener Tod – Endbahnhof.
Ich reise inzwischen mit einer gemütlichen Kutsche durch mein Leben, manchmal zu Fuß.
Ich nehme jede Schönheit des Lebens am Wegesrand wahr, rase nirgends vorbei.
Ich setze mich auf jede Wiese, meine Kutsche wartet, bis ICH weiter möchte.
Zielort: mein eigener Tod – Endbahnhof.
Das Ende der Reise ist immer unser eigener Tod.
Es ist unsere Entscheidung, wie wir bis dahin durch unser Leben reisen.
Ich werde heute zu Fuß gehen und den gehetzten, gestressten und nervlich sehr angeschlagenen Menschen in den vorbei rasenden High-Speed-Zügen zuwinken.
Vielleicht sieht mich einer und beginnt damit, nachzudenken.
Wenn Sie mich heute auf einer Wiese sitzen sehen: setzen Sie sich zu mir. Ich zeige Ihnen, wie einfach und langsam das Leben sein darf.

Mit entspannten Grüßen,

Ihr Joe Orszulik – Experte für innere Stärke

 

Angst in MUT verwandeln

Zu meinem Beitrag von letzter Woche habe ich sehr viele Reaktionen bekommen. Vielen Dank für all die Fragen und Anregungen.

„Wie verwandle ich denn nun Angst in Mut, wie darf ich das konkret machen?“

Diese Frage wurde mir am häufigsten gestellt. „Angst“ ist das lähmendste Gefühl überhaupt, welches ich fühlen kann. Angst lässt mich erstarren, Angst raubt mir jede Freude und Energie. Angst hemmt mich, voran zu gehen und zu wachsen. Angst kann zerstören, in mir selbst und auch in meinen Beziehungen zu geliebten Menschen. Es gibt jede Menge Ängste, die ich mir machen kann: Angst vor Ablehnung, Angst vor dem Alleinsein, Angst vor Neuem und Unbekanntem, Angst vor dem Scheitern… diese Liste lässt sich fortsetzen. Und meistens sind es dann Kombinationen aus verschiedenen Ängsten welche ich empfinden kann.

Ich glaube (und hier ist mir erlaubt, Anthony Robbins zu zitieren), dass es zwei primäre Grundängste gibt, die alle Menschen haben und auf welche die meisten  anderen Variationen von Ängsten zurückzuführen sind:

  • Die Angst, dass ich nicht gut genug bin
  • Die Angst, dass ich nicht geliebt werde

Die Angst, NICHT GENUG zu sein, z.B. für meine Partnerin/meinen Partner oder auch früher als Kind für meine Eltern, um nur zwei Beispiele zu nennen, ist dabei eng verbunden mit der Angst, NICHT GELIEBT zu werden. Sobald ich mir das Gefühl mache, nicht genug zu sein, sobald ich mich ständig mit anderen vergleiche und mich dabei vor mir selbst immer schlechter dastehen lasse, kann ich keine Wertschätzung mir selber gegenüber empfinden. Auf diese Weise MUSS ich mir selber glauben machen, es NICHT WERT zu sein, geliebt zu werden. Und ich, Sie, wir alle, brauchen das Gefühl der Verbundenheit, das Gefühl des „Geliebt werdens.“ Dies ist eines unserer primären menschlichen Grundbedürfnisse. Das macht uns zum Menschen.

Immer wieder kommen Kunden zu mir mit der Bitte, doch diese beiden primären Grundängste „weg zu machen“, „verschwinden zu lassen“. Das geht nicht, diese Ängste sind fest in uns verankert und untrennbar verbunden mit unserem ebenfalls fest verankertem Bedürfnis nach Liebe. Ich kann jedoch lernen, der Wertschätzung mir selber gegenüber mit wacher Achtsamkeit gegenüber zu treten. Immer wieder prüfe ich und bin wach, ob und wie ich meine eigene Wertschätzung sabotiere. Ich war bis vor wenigen Jahren noch ein Meister im „Sabotieren“ meines eigenen „Ichs“. Auch heute noch trete ich immer mal wieder in die ein oder andere Falle und dann geht es mit meinem Selbstwert schlagartig auf ein Niveau unterhalb der Schuhsohle. Meine Gedanken-Spirale beginnt sich zu drehen: „Bin ich genug? Bin ich es wert, geliebt zu werden? Werde ich geliebt? Sind andere nicht viel liebens-werter?“ Mein Energie-Niveau sinkt dramatisch, ich bin zu keinem klaren Gedanken mehr fähig und mein Körper gibt mir sofort „Feedback“ indem es mir auch körperlich schlecht geht. Ich spüre in diesen Momenten, wie ich nicht nur mir sondern auch den Menschen in meiner Umgebung Energie raube.

Zum Glück passiert mir das heute immer seltener und ich komme deutlich schneller wieder raus aus diesem Zustand als früher. Ich werde weiter hart trainieren, um so schnell wie möglich diese drastischen „Ausreißer“, die ich genauso wenig brauche wie Hundekot an meinen Schuhsohlen, noch weiter aus meinem Erleben zu verbannen.

„Wie verwandle ich denn nun Angst in Mut, wie darf ich das konkret machen?“

MUT bedeutet für mich, die ANGST erst mal als solche anzunehmen und zu akzeptieren. Ich will sie nicht mehr „weg machen“, ich akzeptiere, dass sie in mir ist. Ich arbeite nicht gegen die Angst, ich arbeite für meine eigene Wertschätzung. In dem Maße, wie ich meine eigene Wertschätzung erhöhe, verliert die Angst ihre Macht über meine Gedanken und mein Empfinden.

Sie können damit jetzt sofort mit einer einfachen Übung beginnen: schließen Sie Ihre Augen, atmen Sie ein paar Mal tief durch, kommen Sie etwas zur Ruhe und sagen zu sich selbst fünf Dinge, die Sie an sich mögen. Das können Sie immer wieder machen, finden Sie ständig neue liebenswerte Dinge an sich, wie Sie sind und was Sie machen. Beginnen Sie in kleinen Schritten damit, Ihren Fokus immer mehr und mehr darauf zu richten, dass Sie sich lieben. Haben Sie den MUT, sich selbst so zu lieben und anzunehmen, wie Sie sind. Schon diese kleine Übung ist ein Schritt in eine gute Richtung.

Ganz wichtig: BLEIB DRAN, Veränderungen brauchen manchmal Zeit… Sie sind ein einzigartig großartiger Mensch, jeden Tag aufs Neue…

wertschätzende Grüße, Ihr

Joe Orszulik – Experte für innere Stärke

Buchmesse Leipzig 2018

Bildquelle ELANproject International Elegance

Viele Menschen auf der Buchmesse in Leipzig 2018. Illustre Figuren und Figürchen aus rosa Plastik, buntem Tüll und Gold Glitzer. Manga und andere Comic Charakteren. Ein schier unendliches Wirrwarr von um Hervorstechen und Beachtung finden ringender Akteure. Dazwischen, beinahe bescheiden, Bücher. Drapiert auf oft ebenso bescheiden anmutenden Tischen. Was fiele mehr ins Auge? Der Glamourmensch oder das Buch, sein Buch?

Beim Umherwandern fiel mir mein Thema ein, die ICH-KULTUR. In Kürze erscheint mein Buch darüber. Es geht um die Kultivierung des Selbst, ein lebenslanger Prozess. Je bewusster wir an unserer Persönlichen Kultur arbeiten, desto weniger laufen wir Gefahr, andere ungewollt zu verletzen. Wir werden aufmerksamer und gehen achtsamer mit unser selbst und anderen um.

Diese Buchmesse ist ein perfekter Platz für das Studium menschlicher Charakteren und Persönlichkeiten und ihrer Wahl der Kommunikation. Wie man herüberkommt liegt im Auge des Betrachters heißt es. Genauso ist es. Wer sein Selbst bewusst kultivieren möchte und an seiner ICH-KULTUR arbeitet, lässt sich auf ein hoch spannendes Unterfangen ein. Die Reise in sich selbst kann zum Abenteuer werden.

Wem Glamour wichtig ist, wird sich so geben, wem Eleganz wichtig ist, wird ebenfalls versuchen, einen Akzent zu setzen. Wir alle streben nach dem Bild, das wir nach außen abgeben möchten. Ob wir so ankommen, wie wir es wünschen, entscheiden andere.

Warum ist das so?

Unser Gehirn entscheidet, was wir wie wahrnehmen und aufgrund von welchen Erfahrungen oder Lernprozessen. Weil es unser persönliches Gehirn ist, sind wir auch persönlich dafür verantwortlich, wie unsere innere Haltung sich entwickelt, wie respektvoll wir mir unseren Mitmenschen umgehen und, natürlich, wie wir wahrgenommen werden möchten. Wenn uns andere in eine Schublade stecken, können wir dies nicht beeinflussen, es sei denn, wir gehen in echten Kontakt mit unserem Gegenüber.

Der Mensch wird diesen Kontakt immer brauchen. Er ist nicht nur spannend und hin und wieder aufregend, er ist ein immanentes Bedürfnis des Menschen.

Wenn wir also als Comicfiguren oder sonstige Illustrationen unseres Selbst auf einer Veranstaltung auftauchen, hier eben auf der Buchmesse, ist das größte Bedürfnis der allermeisten Menschen aufzufallen, um in Kontakt zu gehen. Was wir mit dem Kontakt machen, bleibt als neues Ziel offen.

Für mich war die Buchmesse ein kleines Lernfest.

 

 

 

 

Wenn Sie sich verändern möchten…

Wie oft fühlen Sie Angst? Wie oft fühlen Sie Frust? Wie oft fühlen Sie Schmerzen? Wie oft fühlen Sie Schwäche? Wie oft fühlen Sie Wut? Wie oft fühlen Sie sich als Opfer? Haben Sie auf all diese Gefühle keine Lust mehr? Wünschen Sie sich ein Leben ohne diese negativen Gefühle? Wie wäre es, wenn Sie eine Art „Super-Kraft“ in sich entdecken würden, mit deren Hilfe Sie sich und Ihre Gefühle verwandeln können?

Verwandeln Sie…

  • …Angst in Mut.
  • …Frust in Geduld und Dankbarkeit.
  • …Schmerzen in Freude.
  • …Schwäche in Stärke.
  • …Wut in Mitgefühl.
  • …“Opfer sein“ in „Schöpfer sein“.

Und wenn ich Ihnen nun sage, dass diese Verwandlungen möglich sind für Sie? Glauben Sie mir? Ich sage Ihnen: das ist alles möglich und die Fähigkeit, diese „Super-Kraft“, die Sie dazu benötigen, ist schon in Ihnen drin.

Die Lösung (hier von mir bewußt sehr stark herunter gebrochen) ist so simpel wie wirksam:

Hören Sie auf damit, in der Vergangenheit zu leben und beginnen Sie damit, im jetzigen Moment und in der Zukunft zu leben.

O. k., das klingt sehr banal, wie ein abgedroschener Kalenderspruch. Und doch ist genau das „des Pudels Kern“. Es macht keinen Sinn, sich immer wieder die gleichen negativen Gefühle zu machen aufgrund von Erfahrungen aus der Vergangenheit. Bleibt die Frage: „Wie soll ich das machen? Wie soll das funktionieren?“

Dazu möchte ich Ihnen hier an dieser Stelle ein tolles Buch empfehlen:

„Du bist das Placebo“ von Dr. Joe Dispenza. Dieses Buch ist ein wahrer „Eye-Opener“ wenn es um die Möglichkeiten der Veränderung geht.

Zusätzlich gebe ich Ihnen heute noch drei Fragen mit:

  1. Wie MÖCHTE ich mich verhalten?
  2. Wie MÖCHTE ich mich fühlen?
  3. Wie MÖCHTE ich denken?

Beantworten Sie diese Fragen für sich und beginnen Sie zu träumen und sich auszumalen, wie Ihr Leben dann aussehen wird. Das ist geil, nicht wahr?

Wenn Sie sich wirklich verändern möchten, egal in welchem Bereich, stehe ich Ihnen mit meiner Unterstützung sehr gerne persönlich zur Verfügung. Sie KÖNNEN sich verändern.

Ich wünsche Ihnen, dass ihr Leben jeden Tag noch toller wird als es gestern schon war.

Mit einem herzlichen Gruß,

Ihr Joe Orszulik – Experte für innere Stärke

Seien Sie wach für die schönen Dinge

Seien Sie wach für die schönen Dinge auf dieser Welt…

Die schönsten Geschichten und Begegnungen erlebe ich im Alltag. Wenn ich wach und aufmerksam bin für die schönen Dinge im Leben entdecke ich so viel Liebe in der Welt. Oftmals sind es Kleinigkeiten, die mich berühren und mir meinen Tag herrlich machen. So habe ich vor Kurzem dies erleben dürfen:

Ich stehe in der Bäckerei um Brot zu kaufen und warte, bis ich an der Reihe bin. Genau solche „Wartesituationen“ nutze ich sehr gerne, um aufmerksam dafür zu sein, was um mich herum geschieht (macht mehr Freude als mich zu ärgern, dass ich soooo lange warten muss:-)). Ein augenscheinlich sehr altes Ehepaar betritt die Bäckerei. Es sind drei Stufen dafür zu überwinden und da er nur noch sehr schwer gehen kann, geht seine Frau zuerst die Treppe hinauf. Sie dreht sich zu ihm um und reicht ihm ihre Hand. Sie hilft ihm, die Stufen zu besteigen. Er lächelt ihr dankbar entgegen. Und dann warten die beiden Hand in Hand ganz geduldig darauf, einkaufen zu dürfen. Ihre Gesichter strahlen dabei Ruhe und Friedlichkeit aus. Ich spüre die Liebe, welche diese beiden Menschen miteinander verbindet. Ich starre sie regelrecht an, so berührt bin ich von dieser Situation. Was die beiden wohl schon alles miteinander erlebt haben in ihren langen Leben?

Und dann beginnen bei mir Tränen zu kullern, ich kann sie nicht zurück halten. Die zwei bemerken es und lächeln mich an. Ich kann nur noch zurück lächeln. Wow, ist das schön. Gesagt hat keiner etwas. Und das war toll so. Es war einfach nur schön, das haben wir alle gespürt.

Solch schöne Begebenheiten können wir alle jeden Tag um uns herum entdecken. Bitte seien Sie wach dafür.

Ich wünsche Ihnen eine traumhafte und wache Woche,

Ihr Joe Orszulik – Experte für innere Stärke

Vergleichen und Motivation – ein Widerspruch?

Von Joe Orszulik – Experte für innere Stärke: Heute vormittag saß ich in meinem Lieblings-Café und wurde Zeuge folgender Unterhaltung (Anmerkung: die beiden jungen Damen unterhielten sich so lautstark, dass ich gar nicht weghören KONNTE:-)):

Junge Dame Nr.1: „Nun hat mein Chef mir vorgeschlagen, doch in diesem Jahr noch die Fortbildung XY zu machen. Ich glaube, ich will das nicht so richtig, ich habe keine große Lust dazu.“

Antwort junge Dame Nr.2: „Verstehe ich. Bringt die Fortbildung denn irgendwas? Wäre ja doch auch zusätzlicher Aufwand für Dich.“

Daraufhin Dame Nr.1: „Wenn ich mich so mit meinen Kolleginnen vergleiche: ich bin nicht schlechter als die. Ne Du, ich lass das mal, die anderen machen das auch nicht.“

Wow, was war das für ein Satz in meinen Ohren!? Da bekommt jemand die Chance, Neues zu lernen, sich zu entwickeln, und möchte sie nicht nutzen. Der Motivationskiller (ich unterstelle positiv, dass überhaupt so etwas wie eine Art Grundmotivation vorhanden ist)  in diesem Fall war das „sich vergleichen“ mit den anderen. Und das beobachte ich immer wieder. Vergleichen Sie sich mit Menschen, die eine Sache nicht so gut können wie Sie selbst, gibt es keinen Grund, in der Sache besser zu werden. Vergleichen Sie sich mit Menschen, die weltmeisterlich in einer Sache sind, erscheint es oftmals sinnlos, weiter dran zu bleiben. „So gut werde ich ohnehin ja nie“. Bsp: ich selber laufe gerne Marathon, manchmal darf es auch schon eine noch längere Strecke sein. Ich bin Freizeit-Sportler und habe Spaß daran. Wenn ich mich nun vergleichen würde mit dem Weltrekordhalter und das als mein Maß ansähe, würde ich bald die Motivation zum Training verlieren.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Es kann auch manchmal sinnvoll und motivierend sein, wenn Sie sich mit anderen vergleichen. Und Sie dürfen sehr achtsam dabei sein und genau beobachten, was dieses „Vergleichen“ mit Ihnen und Ihrer eigenen Motivation anstellt.

Die junge Dame aus dem Café wäre besser beraten, sie würde es machen wie ich:

„DER VERGLEICH LAUTET: WIE WAR ICH GESTERN, WIE BIN ICH HEUTE UND WIE WERDE ICH MORGEN SEIN?“

Ich möchte jeden Tag wieder ein wenig besser sein als den Tag zuvor. Das motiviert mich und zeigt mir wirklich auf, wie ich weiter komme. Dieser Vergleich ist wertvoll und begeistert mich.

Machen Sie es mir nach und seien Sie achtsam darauf, wie Sie sich motivieren oder auch nicht.

ICH GESTERN – ICH HEUTE – ICH MORGEN…

Viel Spaß und Erfolg dabei,

Ihr Joe Orszulik – Experte für innere Stärke

Im Ziel nach 100 Kilometern Ultra-Marathon

Veranstaltung zur Woche der seelischen Gesundheit auf dem Görlitzer Marienplatz

Die „Woche der Seelischen Gesundheit“ findet jedes Jahr rund um den internationalen Tag der Seelischen Gesundheit am 10. Oktober statt.

Die Aktionswoche soll mit Vorträgen, Veranstaltungen, Interviews und musikalischen Rahmenprogramm Aufmerksamkeit erregen und zum Nachdenken anregen.

Ziel aller Veranstaltungen ist es, über psychische Krankheiten aufzuklären, Hilfs- und Therapieangebote aufzuzeigen und die Diskussion anzuregen.