Mittelstand trifft Kultur

Mittelstand trifft Kultur hieß es am 10.11.2017 im Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen. 30 Unternehmer und Gäste aus des gesamten Wirtschaftsregion Dresden waren gekommen, um das Bautzener Theater kennen zulernen. Sie wurden damit wieder dem Motto der Initiative „Die ganze Welt ist Bühne – Wirtschaft & Theater: Gemeinsam erfolgreich“ gerecht.

Anschließend informierten Intendant Lutz Hillmann und Dramaturgin Madlenka Scholz über Hintergründe zur Premiere „Birkenbiegen“, an der die Unternehmer im Anschluss teilnahmen.

Regelmäßige Treffen des Mittelstandes im Bautzener Theater gehören zu langjährigen Tradition der Zusammenarbeit. So war dies das Dreißigste Treffen im Rahmen der 19jährigen Zusammenarbeit.

Mittelstand und Theater arbeiten zusammen

Der Geschäftsstelle Oberlausitz des Bundesverband mittelständische Wirtschaft und das Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen haben die Gemeinschaftsinitiative „Die ganze Welt ist Bühne – Gemeinsam erfolgreich: Wirtschaft & Theater“ ins Leben gerufen.

Ziel der Zusammenarbeit ist es, bereits bestehende Bindungen von Wirtschaft und Kultur in der Oberlausitz auszubauen und damit nachhaltig die Attraktivität und das Image der Unternehmen und „ihres“ Theaters zu erhöhen.

www.buehne.bz

Von Frau zu Frau die Vierte: Novemberblues und Glaubenssätze

Als mir im Spätsommer dieses Jahres Ostsachsen.TV die Mitarbeit angeboten hat, habe ich ein Weilchen darüber nachgedacht, was ich mit dieser neuen Herausforderung anfange.

Witzig, frech und mit einem Augenzwinkern habe ich über Jahre den Blog „Provinzgeschnatter“ geschrieben. Vier Freundinnen trafen sich immer wieder gerne, um über ganz alltägliche Problemchen und außergewöhnliche Sorgen reden. “Provinzgeschnatter“ gibt es in Kürze als Buch. Für mich geht damit ein großer Traum in Erfüllung, aber ich finde auch, dass sich damit ein Kreis schließt. Die vier Mädels haben genug geschnattert.

Dennoch erreichen mich aus Gesprächen, Mails und guter alter Leserpost immer noch Gedanken und Sorgen anderer, über die wir künftig an dieser Stelle reden werden. „Von Frau zu Frau“ sozusagen.

Statistisch gesehen soll ja der November der Monat mit den meisten Selbstmorden sein. Ich habe keine Ahnung, ob da was dran ist. Tatsache ist und bleibt aber, dass die graue Jahreszeit auch unsere dunkelsten Gedanken hervorholt.

Mehr als zu jeder anderen Zeit des Jahres bewegen manche von uns tiefgründige Fragen: Warum läuft das Leben nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe? Warum ist ein bestimmter Mensch nicht mehr bei mir? Wieso muss ich einen geliebten Traum aufgeben? Für welche Tat bestraft mich das Universum mit Einsamkeit? Einsamkeit, die viele von uns nicht nur an den bevorstehenden Feiertagen durchleiden, sondern in sich drin an jedem Tag fühlen.

Ich glaube, dass es einfach keine Antworten auf Fragen nach dem „Warum?“ gibt. Manchmal sind die Dinge so wie sie sind. Punkt.

Wenn wir ehrlich sind, müssen wir zugeben, dass wir die Geschenke, die das Leben für jeden von uns bereithält, höchst selten hinterfragen. Je nach eigenen Möglichkeiten können wir sie annehmen oder eben nicht. Keiner würde auf die Idee kommen, sich zu fragen, warum das Leben es gerade gut mit ihm meint. Doch wenn es uns schlecht geht, kommen wir sehr gerne auf diese Frage zurück…

Auch ich kenne Tage, da stehe ich vor einem Abgrund. Ich finde mich mittendrin wieder und habe nicht die Kraft, mein zersplittertes Ich einzusammeln und mich auf den mühsamen Weg nach oben zu machen. Weil mir die Hand fehlt, die mich aus dem Sumpf zieht, oder das aufmunternde Wort eines anderen Menschen. Momente, an denen ich schwer an der Weisheit des Universums zweifle und ernsthaft überlege, ihm die Freundschaft zu kündigen. Und während ich so in meinem Loch aus Kälte und Dunkelheit hocke, kommt mir irgendwann der Gedanke, dass nicht das Universum, sondern ich selber mein Leben gestalte. Nach meinen Möglichkeiten. Mit meinen Farben. Es ist allein meine Entscheidung, ob ich mein Herz öffne. Trotz allem, oder gerade weil.

Es liegt an jedem von uns, an eigenen Glaubenssätzen zu arbeiten… Nichts liegt mir ferner, als das an dieser Stelle vorgefertigte Sprüchlein der Marke „Geh wohin dein Herz dich führt“, zu zitieren… Dieser funktioniert leider nur, wenn sicher ist, dass das Ziel für besagtes Herzchen auch erreichbar ist. Die Wirklichkeit zeigt nämlich, dass das ersehnte Ziel nicht selten hinter dicken Mauern am anderen Ende einer Sackgasse verschanzt ist. Mauern, die schlimme Schrammen am eigenen Seelchen verursachen, aber dennoch unüberwindbar bleiben.

Vielmehr geht es um Glaubenssätze wie „Ich kann das nicht.“ oder „Ich habe Angst.“ Wer es schafft, diese Glaubenssätze umzuwandeln in „Ich hab eine Scheißangst, aber ich kann das trotzdem…“, der wird vielleicht erstaunt sein, welche Türen sich öffnen, welche Leitern plötzlich an den Mauern unseres eigenen Abgrundes lehnen und mit welcher Kraft es uns möglich ist, den grauen Sumpf zu verlassen.

Alles Liebe

Pauline

 

 

Der Mittelstand fordert Politik zum handeln auf

Als Reaktion auf die Vorlage der Angora-Energiewende-Studie forder Der Mittelstand:

Handelt endlich!

Wo sich über regionale Leitbilder und Konzepte in der Hoffnung auf deren erfolgreiche Strukturentwicklung Gedanken gemacht wird, dort wird unnötig Geld in Beraterleistungen verbrannt und damit keine Wertschöpfung erzielt.

Die Clusterpolitik hilft uns nicht weiter, wir brauchen heute sichtbares Handeln an der Basis, damit die Menschen im Lausitzer Kohlerevier wieder Hoffnung schöpfen und Vertrauen in die Politik zurückgewinnen.

Dazu eignet sich eher ein Konzept der offenen Regionen, was nicht bestehende Grenzen und regionale Verortungen einreißen, sondern im Bewusstsein dieser Grenzen ihre Durchlässigkeit zum Wohle der aktiven Akteure neu gestalten will.

Es sind die sich entwickelnden Mittelständler und nicht die Konzerne (siehe aktuell die Berichte über Siemens und Bombardier), die das Rückgrat der Oberlausitz sind, was in keinem Konzept den Schwerpunkt bildet.

Der BVMW in der Oberlausitz bleibt dabei:

Es braucht keine umfänglichen, neuen Strukturen für die Unterstützung des Strukturwandels, sondern die Wahrnehmung von Verantwortung bei den Bestehenden in Sachsen und Brandenburg.

Worauf es jetzt ankommt:

  1. Die neue Bundesregierung darf keinen schnellen Ausstieg aus der Kohleverstromung beschließen. Die Ministerpräsidenten Tillich und Woidke stehen im Wort – unterstützen wir sie beim der grenzübergreifenden Zusammenwirken.
  2. Der Bund muss endlich eine „Energiewende“ beschließen, die den ökonomischen Rahmen neu ausrichtet und die Innovationsfähigkeit bestehender Unternehmen entwickelt.
    Die Kohlereviere haben eine Entschädigung verdient, weil sie durch politische Entscheidungen benachteiligt werden.
    Es gibt genügend innovative Mittelständler dort, die im Zusammenwirken mit ihren Kommunen für Wertschöpfung und „Ersatzarbeitsplätze“ schaffen.
    Zu den „Entschädigungen“ gehören auch Sonderbedingungen. Neue Unternehmen siedeln sich z.B. in Boxberg oder Schwarze Pumpe schnell an, wenn sie Strom ohne Umlagen direkt vom Kraftwerk beziehen könnten. Erst recht, wenn z.B. im Industriegebiet Boxberg endlich ein bedarfsgerechtes Breitbandnetz zur Verfügung wäre.
  3. So wie Deutschland ein smartes Land werden muss, müssen die Kommunen im Kohlerevier aufgerüstet werden, das schafft Vertrauen in den ländlichen Gebieten und stärkt das Bottom-up-Prinzip als Lösungsstrategie in eine hoffnungsvolle Zukunft. So wäre es z.B. sinnvoll, wenn Hoyerswerda mit Spreetal zusammengeht und als starker Akteur im Kohlerevier Einfluss hat.
  4. Grundlegend brauchen die ländlichen Regionen eine verlässliche Infrastruktur (Straße, Schiene, Bildung, Gesundheit), wofür es verantwortliche Strukturen gibt.
    Gerade durch die Digitalisierung sind wir in der Lage die Stärken der zugeordneten Großstädte (wie Dresden), mit den Stärken der ländlichen Räume (wie der Oberlausitz) zu vernetzen und so den demografischen Entwicklungen entgegenzuwirken.
    Wenn Politiker aus den Bundestagswahlergebnissen 2017 gelernt haben, dann ist diesbezüglich Aktionsfähigkeit gefragt. Eine wäre die Wahl eines neuen Ministerpräsidenten in Sachsen, ohne Verhandlungspokerei vom Koalitionspartner SPD.
    Wir vertrauen auf Michael Kretschmer, der für einen Neustart steht.

https://www.bvmw.de/wirtschaftsregion-dresden/news/1041/handelt-endlich/ 

 

Zugvögel, Paradiesvögel und America online

An einem Tag wie heute, wo sich die Zugvögel laut schnatternd formieren und die große Reise Richtung Sonnenschein antreten, komme ich nicht drum herum zuzugeben, dass auch ich mitunter ruhelos bin. Ich würde gerne getreu Brechts Aussage: „Zahme Vögel singen von der Freiheit. Wilde fliegen.“ alles hinter mir lassen, was mich hält. Mich den Zugvögeln anschließen und frei sein.

Doch realistisch betrachtet weiß ich, dass Herr und Frau Zugvogel sich keineswegs aus lauter Freude darüber, dass die Brut endlich aus dem Nest ist, einen langen Urlaub gönnen. Sie verlassen die heimeligen Nester, weil sie mitteleuropäische Winter nicht überleben würden. Vorbei ist es mit meinem Neid, denn mir geht  auf, dass Zugvögel keineswegs frei von Zwängen sind.  Im Gegenteil: Sie brechen alljährlich zur selben Zeit zu ihrer Reise in das immer gleiche Winterquartier auf und kehren in jedem Frühjahr an dieselben Nistplätze zurück. Und sie folgen bedingungslos dem flinken Kerlchen an der Spitze.

Während ich noch dem Vogelschwarm nachschaue, komme ich nicht um die Frage herum, was es ist, dass manche Menschen ruhelos in die Ferne treibt. Und tatsächlich kenne ich ein paar solcher Paradiesvögel, die es fertig bringen, sich dekadenter weise alle paar Jahre eine längere Auszeit im exotischen Ausland zu gönnen. Die fern von Touristenrouten auf Kontinent X das Leben in Land Y ausprobieren. Weil die Lebensart der Menschen auf Insel Z so beneidenswert anders ist, planen manche sogar, dauerhaft auf eben jene umzusiedeln.

Hach muss das schön sein. Alles hinter sich zu lassen, um in südlichem Sonnenschein ohne den Ballast der Vergangenheit nochmal durchzustarten. Aber geht das überhaupt?

Die meisten von uns schleppen die Dinge ihrer Vergangenheit mit sich herum. Viel zu viel davon haben wir verdrängt und nicht bewältigt. Unbearbeitet und manchmal kaum zu (er)tragen, schleppen wir unsere Dinge durch das Leben und belasten im schlimmsten Fall auch die, die wir lieben. Kann es sein, dass das Gefühl der Enge, der Ruhelosigkeit und das Bedürfnis nach dem scheinbar zwanglos leichten Neuanfang am anderen Ende der Welt eine Flucht ist vor den Dingen, die in uns drin nach Bearbeitung schreien?

Es fällt auf, wie viele von uns versuchen, die eigenen Altlasten in der Ferne loszuwerden. Sabbatical, Jakobsweg. Surfschule in der Südsee. Und so weiter und so fort…

Man kann zu vielen Reisen aufbrechen. Aber die eigentliche Frage ist doch die: Egal wie weit wir reisen, wie schnell wir weglaufen, können wir der Vergangenheit  jemals entkommen?

Der chinesische Gelehrte Konfuzius hat mal gesagt: „Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen.“

An Tagen, wo mich die Ruhelosigkeit antreibt, versuche ich mich zu fragen, ob ich wohl mit ganzem Herzen gehen würde. Ich glaube inzwischen fest daran, dass die Welt, so wundervoll sie auch ist, uns keinen Frieden schenken kann. Den findet man nur in sich selber.

Neulich habe ich mein E-Mail-Postfach sortiert und im Spamordner zahlreiche Mails von einer AOL- Adresse entdeckt. Sie alle kamen von einem Geist aus meiner Vergangenheit. Ich hatte keine Ahnung davon, dass „America online“ noch immer online ist und noch weniger von der Existenz der Gefühle dieses Menschen aus einem anderen Leben. Beide gibt es noch. Und der Geist meiner Vergangenheit hat den Teil seines Herzens, den er einst mir geschenkt hat, bis heute nicht neu besetzt. Wohin er auch gegangen ist, er hat diesen Teil seines Herzens zurück gelassen. Ich weiß nicht, was ich von Erkenntnissen wie dieser halten soll. Da ist jemand aus meinem Leben gegangen, um in der Ferne glücklich zu werden, aber den Teil von sich, mit dem er glücklich sein wollte, hat er zurück gelassen.

Jeder muss seinen Weg gehen und jeder kann umkehren, wenn er sich verlaufen hat. Aber wenn es jemanden gibt, den wir im Herzen mitnehmen, wohin wir auch gehen, dann ist es möglicherweise an der Zeit, an den Ort zurückzukehren, wo unser Herz sein möchte. Niemand von uns hat ewig Zeit. Denn eines ist sicher. Das Leben geht weiter. Aber irgendwann ohne uns.

Alles Liebe

Pauline

 

 

Kontrollverlust

Thorsten Schulte hat in Bautzen sein neues Buch vorgestellt. Wir waren vor Ort und haben uns dem Thema gestellt. Derzeit ist das Buch auf der Spiegel Bestsellerliste auf Platz 1. Warum aber nicht im Handel überall erhältlich? Thorsten Schulte hat dies eindrucksvoll erklärt. Das Thema bewegt und deckt auf. Nicht immer im Interesse der Medien. Wir meinen dazu nur: Macht euch eure eigene Meinung!

Gebunden, 288 Seiten, zahlreiche Abbildungen
Verlag: Kopp Verlag
Artikelnummer : 958400
ISBN-13: 9783864454929

SOS Kontrollverlust! Freiheit in Gefahr!

Wie unsere Eliten unsere persönliche und finanzielle Freiheit zerstören und was wir dagegen tun können

Dieses Buch ist ein Weckruf! Es ist hochpolitisch und benennt äußerst bedenkliche Fehlentwicklungen klar und deutlich. Denn die Eliten in Deutschland, Europa und der Welt arbeiten daran, uns unsere Freiheit, unsere Sicherheit und unsere Rechte zu nehmen. Auch unser Vermögen und unser Wohlstand sind in Gefahr.

Das Erschreckende: Vielen Bürgern ist das ganze Ausmaß der Bedrohung nicht bewusst. Thorsten Schulte läutet deshalb die Alarmglocken. Mit anschaulichen Zahlen, Daten und Fakten verdeutlicht er, in welch dramatischer Lage wir uns befinden. Und während andere schweigen, redet er unmissverständlich Klartext.

Thorsten Schulte demonstriert, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Belieben gegen Recht und Gesetz verstößt und Verträge bricht. Er zeigt aber auch, wie Brüsseler Technokraten immer mehr Macht an sich reißen und den deutschen Bürger entmündigen. Wenn jedoch die Herrschaft des Rechts endet, brechen keine guten Zeiten an. Es liegt daher an uns allen, unsere Freiheit und damit eine lebenswerte Zukunft zu verteidigen.

Wir dürfen unsere Freiheit, den Schutz unserer Privatsphäre, das Recht auf eine eigene Meinung, den Anspruch auf Meinungsvielfalt, die Rechtsstaatlichkeit und unser Bargeld als Voraussetzung für Freiheit und Privatsphäre nicht preisgeben. Denn eines ist klar: Haben wir unsere Freiheit erst einmal verloren, werden wir sie nie wieder zurückbekommen.

Angesichts der verhängnisvollen Politik der EZB, die früher oder später in einem noch nie da gewesenen Kollaps der Finanz- und Wirtschaftssysteme enden wird, liegt eine besondere Stärke dieses Buches nicht zuletzt in den vielen kleinen und leicht umsetzbaren Empfehlungen, die Ihr Vermögen vor hohen Verlusten bewahren können.

»Lassen Sie uns alle eine Leuchtfackel für unsere Freiheit werden. Wir dürfen nicht kapitulieren! Wir müssen für unsere Freiheit und unsere Selbstbestimmung kämpfen!« Thorsten Schulte

»Freiheit wird verspielt und bewusst eingeschränkt – und Thorsten Schulte redet und schreibt dagegen an. Dazu braucht es Mut, und den hat Schulte …« Aus dem Vorwort von Willy Wimmer (CDU), 33 Jahre Mitglied des Deutschen Bundestags,Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesministers der Verteidigung a.D.

Veranstaltung zur Woche der seelischen Gesundheit auf dem Görlitzer Marienplatz

Die „Woche der Seelischen Gesundheit“ findet jedes Jahr rund um den internationalen Tag der Seelischen Gesundheit am 10. Oktober statt.

Die Aktionswoche soll mit Vorträgen, Veranstaltungen, Interviews und musikalischen Rahmenprogramm Aufmerksamkeit erregen und zum Nachdenken anregen.

Ziel aller Veranstaltungen ist es, über psychische Krankheiten aufzuklären, Hilfs- und Therapieangebote aufzuzeigen und die Diskussion anzuregen.

Die Heizung streikt: Was muss ein Mieter jetzt tun ?

Nun wird es wieder kalt. Im Oktober beginnt die Heizsaison, wie jedes Jahr. Sie endet dann Ende April 2018. Während dieser Zeit sollte die Heizung ohne Probleme funktionieren. In Mieträumen ist das der Fall, wenn zwischen 6 und 23 Uhr – jedenfalls im Wohnzimmer – zwischen 20 und 22 Grad Celsius erreicht werden. In anderen Zimmern kann es etwas kühler sein, im Bad eher wärmer.

Ein Mangel der Mietwohnung liegt immer vor, wenn diese Temperaturen nicht erreicht werden. Der Mieter kann die Wohnung dann nämlich nicht so nutzen wie es vereinbart ist.

Ein Mieter sollte seinen Vermieter unverzüglich über das Problem informieren, ihn mit zur Beseitigung auffordern und ihm dafür auch eine Frist zu setzen.
Man weiß ja nie wie sich der Vermieter später verhalten wird: Deshalb vorsorglich regelmäßig die Temperatur messen und durch einen Zeugen bestätigen lassen.

Erfolgt die Reparatur zeitnah, dürfte sich das Problem erledigt haben. Wenn nicht, besteht weiter Handlungsbedarf.

Eine Mietminderung ist nicht gleich bei jeder Heizunterbrechung möglich. Nach 2 bis 3 Tagen oder sehr geringer Außentemperatur spricht der Jurist von einem Sachmangel, der zur Minderung berechtigt.

Das Recht zur Minderung der Miete bedeutet, dass der Mieter seine Mietzahlungen verringern darf. In welcher Höhe, hängt allerdings vom Einzelfall ab. Maßgeblich ist inwieweit die Nutzung der Wohnung dadurch konkret beeinträchtigt wird.

Herrscht draußen strenge Kälte kann die zu zahlende Miete im Extremfall auf bis zu Null sinken.
Wenn weniger als 20 Grad in Wohnräumen erreicht werden, halten die Gerichte eine Verringerung um 20 bis 30 Prozent der Miete für angemessen.
Bei höheren Außentemperaturen und im Sommer kann die Miete nicht verringert werden.

Aber Vorsicht ist geboten: Zahlt ein Mieter die Miete weiter vollständig, kann er sie später nicht zurück fordern. Es sei denn, dass er ausdrücklich unter Vorbehalt gezahlt hat.