Schnee sorgt für Chaos auf den Straßen

In weiten Teilen Ostsachsens ist in der Nacht zu Samstag Schnee gefallen. Das sorgte vielerorts für verschneite Straßen. Besonders heftig traf es die Region um Burkau. Auf der naheliegenden Autobahn kam ein LKW auf der glatten Fahrbahn ins Schleudern. Der Laster stellte sich quer und rutschte mit dem Anhänger die Böschung hinab. Verletzt wurde dabei niemand – jedoch war die A4 stundenlang gesperrt. Polizei, Bergungsdienste und das THW waren im Einsatz, um die Bahn schnell wieder frei zu machen. Währenddessen gab es auch im Ort Burkau selbst mehrere Unfälle. Bei einem davon war sogar der Winterdienst beteiligt. Ein Schneepflug war an einer Engstelle mit einem LKW kollidiert. Beide Fahrzeuge verkeilten sich und sorgten auch hier für eine Vollsperrung. Am Abend kann es in Ostsachsen erneut weitere kurze Schneeschauer geben. Morgen werden dann wieder Sonennstrahlen erwartet, sodass die weiße Pracht vielleicht auch ein wenig genossen werden kann.

Personalmangel: Feuerwehrverband appeliert an Politik

Nach dem verheerenden Brand am Dienstag in Burkau im Landkreis Bautzen appeliert der hiesige Kreisfeuerwehrverband erneut an die Politiker in der Region. Zwei Scheunen gingen am Dienstagvormittag in Flammen auf, die Kameraden hatten mit einem massiven Personalmangel zu kämpfen. Nur sehr wenige Einsatzkräfte konnten ausrücken, viele waren arbeiten oder nicht zu Hause. Das Problem ist schon länger bekannt, immer wieder gibt es flächendeckend Feuerwehren, die tagsüber alarmiert werden, aber nicht ausrücken können, weil einfach keine oder nur sehr wenige der ehrenamtlichen Helfer greifbar sind. „Es müssen weiteren Möglichkeiten geschaffen werden, welche zu einer größeren Anerkennung und Entlastung des Ehrenamtes führen“, so ein Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Bautzen. Das könne zum einen höhere finanzielle Anerkennung der Tätigkeit von sein, wie zum Beispiel Aufwandsentschädigungen und die Schaffung von weiteren gesellschaftlichen Anreizen. Ein Punkt ist dabei eine sogenannte Feuerwehrrente, über die schon seit Jahren diskutiert wird. Passiert sei auf dem Gebiet dennoch nichts. Auch für Arbeitgeber müsse man mehr Anreize schaffen, damit diese Feuerwehrleute im Falle eines Einsatzes freistellen. „Das ist zwar im Sächsischen Brandschutz-, Rettungsdienst- und Katastrophenschutzgesetz (SächsBRKG) geregelt, leider gehört es aber nicht zur gängigen Praxis, dass Feuerwehrleute während der Arbeitszeit zum Einsatz können“, so der Feuerwehrsprecher weiter. Viele Kommunen haben bereits reagiert und stellen bevorzugt Feuerwehrleute beispielsweise als Mitarbeiter des Bauhofes ein. Das ist aber nicht immer möglich. Ein weiterer Schritt wäre die Bildung von Pflichtfeuerwehren. In einigen Teilen deutschlands gibt es dieses Modell bereits – Feuerwehrleute sehen es aber als kritisch an. Der gute Geist der Feuerwehr gehe dabei verloren, sind sich viele sicher. Daher setzt man vorerst weiter darauf, Freiwilligen die Mitgliedschaft schmackhaft zu machen. Die Förderung der Jugendfeuerwehr müsse mindestens weiter so wie bisher gefördert werden – nur so wird es auch in Zukunft Nachwuchs für die aktive Feuerwehr geben. 

Unheimliche Brandserie in Löbau

Eine unheimliche Brandserie hält derzeit die Feuerwehr aus Löbau in Atem. Gleich zu drei ungewöhnlichen Bränden mussten die Kameraden in den letzten Tagen und Wochen ausrücken. So geriet in der Nacht zum 26.11. eine Gartenlaube in der Nähe des Kauflandes in Brand. Das Gebäude brannte vollständig nieder. Und auch in der Nacht zum 2.12. war es wieder eine Gartenlaube, die an der Rumburger Straße in Flammen stand. Schon am ersten Advent dann der dritte Brand, bei dem möglicherweise durch Menschenhand nachgeholfen wurde: ein leerstehendes Gebäude an der Äußeren Zittauer Straße unweit eines Sonderpostenmarktes. Das ungewöhnliche hier: das Feuer wurde am hellichten Tag ausgelöst. Wodurch ist noch unklar. Ebenso steht noch in den Sternen, ob es einen Zusammenhang zwischen den Bränden gibt. Die Polizei ermittelt.

Vermisst! Wo ist Andreas Thiele?

Die Polizei bittet um die Mithilfe der Bevölkerung bei der Suche nach einem vermissten Mann. Gesucht wird der 67 Jahre alte Andreas Thiele aus Großschönau. Er wurde am Sonntag, den 19. November 2017, letztmalig nach einem Kirchgang in seiner Gemeinde gesehen. Seitdem ist der Aufenthaltsort des Rentners unbekannt. Den Angaben seiner Angehörigen nach sei es vollkommen ungewöhnlich, dass er sich nicht melde und verschwunden sei, ohne jemanden vorher zu benachrichtigen.

Vermutlich ist Herr Thiele mit einem blauen Dacia Sandero unterwegs. Das Auto ist auf die amtlichen Kennzeichen GR AT 49 zugelassen.

Der Vermisste wirkt etwas jünger an Jahren, ist etwa 165 cm groß, von schlanker Gestalt und trägt eine Brille. Ob er noch immer eine Glatze ohne Bart trägt, oder mittlerweile einen kurzen Igelschnitt mit einem „Dreitage“- oder Vollbart, ist gegenwärtig nicht bekannt.

Die bisherigen Ermittlungen und Suchmaßnahmen der Polizei führten nicht zum Auffinden des vermissten Mannes. Ob sich der Großschönauer derzeit noch in Sachsen oder in anderen Regionen Deutschlands aufhält, ist ebenfalls nicht bekannt.

Die Polizei fragt:

  • Wer hat Andreas Thiele oder den blauen Dacia Sandero mit dem amtlichen Kennzeichen GR AT 49 seit dem 19. November 2017 gesehen?

Sachdienliche Hinweise nimmt das Polizeirevier Zittau-Oberland unter der Rufnummer 03583 62-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Feuerwehreinsatz im Gewerbegebiet Bernbruch

Im Kamenzer Ortsteil Bernbruch musste am Samstagmorgen die Feuerwehr anrücken. In einem Betrieb im Gewerbegebiet hatte es ersten Angaben zufolge einen Brand in einer Lagerhalle gegeben. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort und donnte die Flammen recht zügig bekämpfen. Verletzt wurde dabei niemand. Was genau gebrannt hat ist noch unklar. Ein Verantwortlicher der betroffenen Firma wollte sich nicht zu dem Ereignis äußern. Ebenso ist die Brandursache unklar.

Kleiner Junge verursacht Polizeieinsatz beim Bummeln

Ein 8-jähriger Junge hat gestern in Großröhrsdorf für einen Polizeieinsatz gesorgt. Der unternehmungslustige Steppke lief seiner Mutter auf dem Parkplatz eines Discounters in der Pulsnitzer Straße davon und verschwand plötzlich spurlos. Die völlig verzweifelte Mutter suchte sofort nach dem Kleinen und informierte die Polizei. Diese rückte mit allen verfügbaren Kräften an, um das nähere Umfeld abzusuchen. Auch ein Fährtenhund wurde nach Großröhrsdorf bestellt. Letztendlich konnte aber recht schnell Entwarnung gegeben werden. Dem Jungen war nichts passiert, er wurde im nahegelegenen Rödertalpark beim Einkaufsbummel von einer Polizeistreife gefunden und schließlich seiner erleichterten Mutter übergeben.

Polizei stoppt gestohlenen Porsche auf der A4

Montagnachmittag ist ein in Köln gestohlener Porsche Cayenne auf der BAB 4 unweit des Parkplatzes Löbauer Wasser bei Bautzen in die Leitplanke gekracht. Zivilfahnder der Gemeinsamen Fahndungsgruppe (GFG) Bautzen nahmen den leicht verletzten mutmaßlichen Dieb vorläufig fest. Durch umherfliegende Teile wurden infolge des Unfalls auch drei unbeteiligte Fahrzeuge beschädigt.

Den Fahndern der Kriminalpolizei und Bundespolizeiinspektion Ebersbach war der schwarze Porsche in der Nähe des Burkauer Berges aufgefallen. Ein automatisiertes Kennzeichen-erkennungssystem hatte Alarm geschlagen. Der Oberklasse-SUV war in der Nacht zuvor in Köln gestohlen worden. Nach dem Wagen wurde bereits gefahndet. Bisher war er mehr als 650 km unbemerkt durch Deutschland gefahren.

Mehreren Streifen der GFG Bautzen gelang es, dem in Richtung Polen flüchtenden Wagen unbemerkt zu folgen und in Höhe des Parkplatzes Löbauer Wasser auf der BAB 4 zu stoppen. Beamte legten dabei einen sogenannten Stopp-Stick, eine Art moderner Nagelgurt, vor die Reifen des Wagens. Dabei gab der Mann hinterm Steuer jedoch wieder Gas. Nur mit einem beherzten Sprung zur Seite konnten sich die Polizisten vor dem losfahrenden Auto in Sicherheit bringen.

Der Stopp-Stick sorgte dafür, dass die Reifen des Porsche schnell luftleer wurden. Das Auto fuhr noch etwa zwei Kilometer weiter und krachte dann in die Mittelleitplanke. Die nacheilenden Polizisten nahmen den Fahrer des SUV vorläufig fest. Eigenen Angaben nach soll es sich um einen 31 Jahre alten Mann handeln. Er klagte aufgrund des Unfalls über leichte Verletzungen, die Sanitäter vor Ort versorgten. Den gestohlenen Porsche stellten Polizisten sicher.

Durch umherfliegende Teile des Porsche und der Mittelleitplanke wurden drei unbeteiligte Fahrzeuge beschädigt. Ein Metallteil durchschlug sogar die Frontscheibe eines in Gegenrichtung fahrenden BMW. Dessen 27 Jahre alter Fahrer hatte großes Glück. Das Metallstück traf ihn zwar am Kopf, verletzte ihn jedoch nur leicht. Die beiden 31 und 60 Jahre alten Fahrer der ebenfalls beschädigten Volkswagen blieben unverletzt.

Die Soko Kfz wird die weiteren Ermittlungen in enger Abstimmung mit der Kriminalpolizei in Köln führen. Die BAB 4 wurde in beide Fahrtrichtungen zur Unfallfallaufnahme und Bergung der beschädigten Autos kurzzeitig gesperrt und der Verkehr anschließend an der Unfallstelle einspurig vorbeigeführt. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens bildete sich schnell ein Stau von wenigen Kilometern Länge. Die Höhe des Sachschadens wird vermutlich mehrere 10.000 Euro betragen. Die Ermittlungen haben begonnen. [Quelle: Polizei]

PKW kommt von der Autobahn ab und schleudert in Böschung

Auf der A4 bei Pulsnitz hat sich am Sonntagabend ein Verkehrsunfall ereignet. Ein PKW war in Richtung Ottendorf-Okrilla unterwegs, als der Fahrer aus ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abkam und eine Böschung hinabstürzte. Der Wagen überschlug sich und kam auf der Seite liegend an einem Baum zum Stehen. Der Fahrer wurde dabei verletzt und von Rettungskräften in eine Klinik gebracht. Die Polizei nahm den Sachverhalt auf und ermittelt zur Unfallursache. Zum Unfallzeitpunkt herrschte starker Regen.

LKW kommt von glatter Straße ab

Glatte Straßen haben am Samstagmorgen in Ostsachsen für einige Unfälle gesorgt. Ein schwerer Unfall ereignete sich auf der Dresdener Straße in Pulsnitz. Kurz vor dem Ortseingang war ein LKW vom Eierberg kommend von der Straße abgekommen und auf einem Feld gelandet. Das Fahrzeug schleuderte dabei umher und kippte um. Dadurch wurde ein Telefonmast beschädigt, die Ladung des Paketlasters verteilte sich auf dem Feld. Feuerwehr und Polizei sind derzeit im Einsatz, die S95 ist voll gesperrt. Im ganzen Ort herrschte Eisglätte. Auch an der Mittelbacher Straße gab es dadurch einen Unfall mit Blechschaden.

Heimbewohner rammt Mann Messer in den Bauch

Am Donnerstagabend kam es in einem Wohnheim an der Straße Am Lehrlingsheim in Neukirch zu einer Auseinandersetzung, bei welcher zwei Männer durch einen Dritten verletzt wurden. Mehrere Bewohner des Hauses stritten sich zu Beginn verbal und führten eine hitzige Diskussion. Schließlich griff ein 21-Jähriger nach einem Messer und stach einem 23-Jährigen in den Bauch. Zeugen verständigten die Polizei. Funkwagen des Reviers Bautzen und zusätzlich gerufene Rettungswagen eilten zu der Tätlichkeit.  Zeugen nahmen dem Täter bereits vor Eintreffen der Beamten das Messer ab. Allerdings drohte der junge Mann auch den Polizisten mit dem Tod. Er stand augenscheinlich unter Drogeneinfluss. Zudem ergab ein Atemalkoholtest einen Wert von umgerechnet 1,68 Promille. Die Beamten nahmen den Mann vorläufig fest. Den am Bauch verletzten 23-Jährigen brachten Sanitäter in ein Krankenhaus. Ein weiterer 31-Jähriger zog sich offenbar bei der Auseinandersetzung eine Schürfwunde zu. Diese brauchte nur ambulant behandelt zu werden. Die weiteren Ermittlungen zu der gefährlichen Körperverletzung hat die Kriminalpolizei übernommen.