Feuerwehr rettet verletzten Schwan von der Autobahn

Einsatz für die Feuerwehren aus Ohorn und Pulsnitz am Freitagnachmittag. Auf der A4 war ein augenscheinlich verletzter Schwan unterwegs. Das Tier lief auf dem Standstreifen und kam der Fahrspur immer wieder verdächtig nahe. Außerdem wirkte der Schwan aggressiv und fauchte ständig umher. Um auszuschließen, dass der Vogel einen Unfall verursachen könnte, wurde durch die Integrierte Regionalleitstelle Ostsachsen die Feuerwehr alarmiert. Die Kameraden sperrten die rechte Fahrspur und den Standstreifen und finden das Tier dann ein. In Absprache mit dem Einsatzleiter sollte ein Kamerad den Schwan mit dem Privat-PKW dann in ein Tierheim bringen. Doch hier begann eine wahre Odysee für den Schwan und seine Retter.

Am Tierheim in Bloaschütz angekommen wurde man erst einmal abgewiesen. Das Tierheim sei nicht für Wildtiere zuständig und auch Tierärzte dürften Schwäne nicht behandeln. Man verwies auf die Vogelschutzwarte in Neschwitz. Dort konnte telefonisch jedoch niemand erreicht werden, also erfolgte die Kontaktaufnahme mit der Autobahnpolizei. Hier wusste man auch keinen Rat, verwies wieder an die Vogelschutzwarte in Neschwitz oder den Tierpark in Görlitz. Letztendlich konnte in Neschwitz telefonisch jemand erreicht werden. Doch auch hier die ernüchternde Nachricht: man sei hier nicht zuständig. Der Schwan sei ein Jagdtier und somit wäre der Jäger zuständig, auf dessen Gebiet der Schwan aufgegriffen wurde. Er habe zu entscheiden, ob der Schwan geschossen oder wieder ausgesetzt würde. Nach vielen weiteren Telefonaten wurde dann entschieden, den verletzten Schwan in seinem Teich bei seinem Partner und den Jungtieren auszusetzen. Der zuständige Jäger wurde informiert und wird das Tier in den kommenden Tagen begutachten. Bleibt zu hoffen, dass ein Abschuss nicht nötig ist und der Schwan sich selbst wieder erholt.

Gesetzliche Änderungen ab Juli 2018

Nicht nur zu Jahresbeginn gibt es immer wieder zahlreiche Gesetzesänderungen. Auch zur Jahresmitte im Juli ist das häufig der Fall. Heute möchte ich die Gelegenheit nutzen, auf einige Neuerungen stichwortartig einzugehen. Jede/r möge dann prüfen, ob das Thema sie oder ihn angeht und dann weiteres in Erfahrung bringen:

  • Die Pauschalreise ist neu geregelt. Vor der Buchung muss nun über alles wesentliche informiert werden. Die Verjährungszeit bei Reisemängeln ist auf 2 Jahre verlängert. Veranstalter müssen bei Reisestornierung durch den Kunden ihre Entschädigungsansprüche begründen.
  • Die Altersrenten steigen über 3 %. Im Juli 2024 sollen sie zwischen Ost und West endlich angeglichen sein.
  • Die Leistungen für Kriegsopfer des 2. Weltkriegs und ihrer Hinterbliebenen steigen.
  • Für künstliche Befruchtungen ab dem 01. Juli 2018 gibt es ein Samenspendenregister. Nach einer Geburt oder möglichen Geburt werden die Daten von Spender und Empfängerin gespeichert. Ein durch die Befruchtung vermutlich  gezeugtes Kind kann später Auskunft erhalten.
  • Auf der Verpackung  bestimmter Schmerzmitteln – Analgetika – wie Ibuprofen , Paracetamol und Diclofenac müssen nun Warnhinweise wegen gefährlicher Nebenwirkungen bei längerem Gebrauch stehen.
  • Die LKW-Maut wird nun auch auf allen Bundestraßen erhoben. Das gilt für alle LKW über 7,5 Tonnen.
  • Für die Gesellschafterlisten einer GmbH gelten neue Vorgaben, wobei auch Angaben zur prozentualen Beteiligung erforderlich werden.
  • Versicherungen mit Überschussbeteiligungen  ( Lebensversicherung oder private Krankenversicherung ) müssen ihre Kunden ausführlicher informieren.
  • Wertpapierunternehmen müssen ihre Kunden nun auch über die im Rahmen des Wertpapierhandels entstehenden Kosten und Nebenkosten informieren.
  • In zivilrechtlichen Verfahren können unterlegene Personen weiterhin nur dann Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision einlegen, wenn der Nachteil mindestens 20.000,00 Euro beträgt. Diese Wertgrenze sollte schon lange wegfallen, gilt nun aber bis Ende 2019 fort.

Richtfest für neue Rettungswache in Görlitz

Nach rund neun Monaten Bauzeit fand heute, 3. Juli 2018, das Richtfest für den Neubau der Rettungswache Görlitz, Reichertstraße 112 statt. In Anwesenheit des Leiters des Amtes für Hoch- und Tiefbau Dieter Peschel, der Planungs- und Baufirmen sowie Vertretern, u.a. der Landkreisverwaltung wurde eine erste Zwischenbilanz gezogen.

Nach dem Abschluss aller vorbereitender Maßnahmen, wie der Beräumung der alten Garagen und der Fahrzeughalle sowie der Herstellung der provisorischen Anschlüsse zur Absicherung der Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge während der Bauphase, wurde im Oktober letzten Jahres mit den Abbrucharbeiten begonnen. Das Hauptgebäude selbst wurde dabei um sechs Reihengaragen und eine verschlissene Fahrzeughalle zurückgebaut.

Der Neubau und die Sanierung des Hauptgebäudes, welches sich im Erdgeschoss des Gebäudes, Reichertstraße 112 in Görlitz befindet, wurden notwendig, um die Rettungswache den heutigen Erfordernissen und den technischen Standards anzupassen. Der Neubau besteht teils aus Mauerwerk und Stahlbetonkonstruktion mit dem entsprechenden Wärmedämmverbundsystem. Die Bruttogrundfläche für den Neubau beträgt 576 Quadratmeter, davon entfallen auf die Hallen 414 Quadratmeter. Entstanden sind zudem zwei neue Fahrzeughallen mit jeweils drei Stellplätzen, zwei mit Waschplätzen, die sich in der Krankentransportwagenhalle befinden. Über einen Zwischenbau sind die Hallen mit dem Hauptgebäude verbunden. Das entstandene Verbindungsgebäude enthält neben verschiedener Funktionsräume, Räumlichkeiten für Dekontamination und Desinfektion, ein KFZ-Lager, einen Geräteraum sowie verschiedene Lagerräume. Entsprechend den aktuellen Anforderungen werden die Umkleide- und Sozialräume im Erdgeschoss saniert, es erfolgt ein Anschluss an die vorhandenen Medien und die Regen- und Schmutzwasserleitungen werden erneuert. Mit der Erweiterung der Freianlagen um fünf Mitarbeiterstellplätze soll das Vorhaben zum Jahresende 2018 abgeschlossen werden.

Die geplanten Baukosten betragen rund 1,2 Millionen Euro und werden von den Kostenträgern (Krankenkassen, Verbände, Ersatzkassen) in voller Höhe refinanziert. Das Vorhaben ist in 23 Lose unterteilt, sieben davon befinden sich bereits in der Ausführung.

Eine Schwierigkeit, die es bei diesem Vorhaben zu überbrücken gilt, ist die Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs der Rettungswache und die parallele Umsetzung der Baumaßnahmen. Betrieben wird die Rettungswache rund um die Uhr von 12 Mitarbeitern des ASB Rettungsdienstes und Katastrophenschutzes gGmbH Görlitz. An diesem Standort sind drei Krankentransportwagen, zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug untergebracht.

Aktuell gibt es im Landkreis Görlitz zwölf Rettungswachen an den Standorten Klitten, Görlitz, Niesky, Reichenbach, Rothenburg/OL, Weißwasser, Altbernsdorf, Ebersbach-Neugersdorf, Löbau, Spitzkunnersdorf, Zittau sowie drei Außenstellen in Mücka, Bad Muskau und die Berufsfeuerwehr Görlitz.

Autobahn-Sperrung sorgte für Chaos

Um die Autobahn 4 bei Pulsnitz herrschte gestern Chaos. In beiden Richtungen hatte es Sperrungen nach Unfällen gegeben, die Umleitungsstrecken waren völlig überlastet. Feuerwehr und Rettungskräfte waren im Dauereinsatz, um zum Einen die Verletzten zu versorgen und zum Anderen auch die im Stau stecken gebliebenen Kraftfahrer zu betreuen. Am Vormittag hatte es in Richtung Dresden kurz vor der Anschlussstelle Ottendorf einen LKW-Unfall gegeben, dessen Bergung noch bis in den Abend dauerte. Vier Laster waren hier kollidiert. Einer davon war mit tonnenschweren Metallteilen beladen, welche umgeladen werden mussten. Ein weiterer LKW hatte Eier geladen, die sich auf der ganzen Fahrbahn verteilten. Auch literweise Diesel verunreinigte die Straße. Bis 23 Uhr waren die Bergedienste hier im Einsatz. Auf der Gegenspur musste ein Rettungswagen wegen eines medizinischen Notfalls halten. Die Feuerwehr sicherte dies ab, es bildete sich auch hier ein Rückstau, in welchem sich ersten Angaben zufolge zwei weitere Unfälle ereigneten. Das Ausmaß dieser Sperrung war erheblich, gerade die umliegenden Städte und Dörfer litten unter dem enormen Schwerverkehr. Gegen 23 Uhr waren laut Polizei alle Unfallstellen geräumt. Das DRK und die Feuerwehr versorgten in dieser Zeit die Auto- und LKW-Fahrer im Stau mit Wasser und kochten am Abend für die vielen Einsatzkräfte etwas zu essen.

Warum die Deutsche Nationalmannschaft verlieren musste!

Bereits im Jahr 2011 verfasste Bestsellerautor Peter Buchenau in seinem Buch „Die Performer-Methode“, erschienen im Springer Verlag, die Merkmale für Teamerfolg. Die Performer-Methode setzt sich aus den nachfolgenden Bausteinen zusammen:
1. Purpose, (Sinnzusammenhang, Ziel und Zweck)
2. Empowerment (Wollen – Können – Dürfen)
3. Relationships (Beziehungen und Kommunikation)
4. Flexibility (Flexibilität und Change-Management)
5. Optimism und Morale (Optimismus und Motivation)
6. Respect (Respekt und Anerkennung)
7. Magnetism (Ausstrahlungskraft und Wirkung)
8. Energy (Kraft und Gesundheit)
9. Repetition (Üben, Üben, Üben).

Alle diese neun Erfolgsindikatoren fehlten der Deutschen Nationalmannschaft am 27. Juni 2018 im Spiel gegen Südkorea. Angefangen bei „Purpose“ – Ziel und Zweck. Als Zuschauer gewann man den Eindruck, dass der Fokus der Nationalmannschaft nicht auf Gewinn gerichtet war. Belá Rethýs Kommentar: „Das ist nicht Zeitlupe, das ist real!“ unterstrich die desolate Leistung. Ebenso schien es für den Zuschauer so, als hätte kein Spieler das Bedürfnis gehabt, die Verantwortung für die Mission „Gewinnen“ zu übernehmen. Das zwingend notwendige „Wollen-Können-Dürfen“ war bei keinem der Spieler zu erkennen.

Auch beim Faktor Relationship, wer hilft oder unterstützt auf dem Weg zum Gewinn, muss sich der Bundestrainer Joachim Löw mit Sicherheit die Frage gefallen lassen: „Waren wirklich die 11 befähigten (empowerten) Spieler auf dem Platz?“. Zudem scheint Herr Löw, den ich übrigens sehr schätze da er aus der gleichen Südschwarzwälder Ecke kommt, das Thema Change-Management – übrigens Grundwissen erstes Semester Hochschule – vergessen zu haben. Von Optimismus, Moral und Respekt, für Deutschland spielen zu dürfen, keine Spur. Waren die Herren Özil und Gündogan dafür die richtige Wahl? Welcher Nationalspieler hatte Strahlkraft und entfachte eine Sogwirkung um andere Mitspieler mitzureisen und zu motivieren? Haben Sie einen Spielführer gesehen?

Körperlich und mental schienen die Spieler nicht auf Top-Niveau zu sein. Wie sonst ist es zu erklären, dass viele Spieler einfach nur gemütlich trabten anstatt für Deutschland spielerisch zu kämpfen. Alle Spieler waren weit von Ihrer Höchstleistung entfernt. Bleibt nun noch der Indikator der „Repetition“ – das üben, üben, üben. Das bedeutet schlichtweg auch aus Fehlern zu lernen und das Thema scheint mir nach den Vorbereitungsspielen gegen Saudi-Arabien und Österreich total vergessen zu sein. Kurzum, vielleicht hätte Joachim Löw anders reagiert und Erfolg gehabt, wenn er zuvor die Performer Methode angewandt hätte.

Übrigens, im Buch Chefsache Erfolg – neun Erfolgsfaktoren für Chefs von Morgen – erschienen im März 2018 im Springer Verlag, beschreiben neun Experten, welche Kenntnisse und Eigenschaften es braucht, um in Zukunft erfolgreich zu sein. Ich werde ein Exemplar dem DFB schenken.

Über Peter Buchenau: Peter Buchenau ist der Chefsache-Ratgeber im deutschsprachigen Raum. Seit über 25 Jahren ist er als Führungskraft, Ratgeber und Redner mit den Schwerpunkten Führung, Vertrieb sowie Krisenmanagement auf dem internationalen Markt tätig. Peter Buchenau ist Ihr Gefährte, er begleitet Sie bei der Umsetzung Ihres Weges, damit Sie Spuren hinterlassen – Spuren, an die man sich noch lange erinnern wird.

Ist das schon politische Verfolgung? Zum staatlichen Umgang mit Reichsbürgern

Um es vorweg klar zu stellen: Ich halte die meisten Thesen der sog. Reichsbürger für  abwegig und skurril. In Diskussionen erlebe ich sie zumeist als hartnäckige Streiter und wenig nachgiebig. Dabei ist im Bereich von Politik und Recht der Kampf um die eigene Meinung nichts Ungewöhnliches. Allerdings ist nun immer häufiger von Gewaltbereitschaft und Aggressivität die Rede. Aus eigenen Erleben kann ich solches Verhalten  bislang nicht bestätigen. Es mag sein, dass Personen mit derartigen Gedanken schon Straftaten begangen haben. Das unterscheidet sie aber nicht von anderen Personenkreisen.

Landauf landab wird nun vor ihnen gewarnt. Sie werden als gefährlich dargestellt. Das bereitet mir große Sorgen. Denn sie nutzen nur das ihnen selbstverständlich zustehende Recht der Meinungsäußerung, einen zentralen Wert unserer freiheitlichen Demokratie. Dabei kommt es natürlich nicht darauf an, welchen Inhalt die Meinung hat. Es dürfen auch ganz abstruse Meinungen geäußert werden. Jeder Zuhörer soll die Meinung der anderen zunächst wahr nehmen können. Erst dadurch ist er in der Lage, sie später selbst zu bewerten. Es ist nicht Aufgabe des Staates in diesen Meinungsbildungsprozess der Bürger einzugreifen. Entscheidend ist, dass dabei keine anderen Personen geschädigt oder Straftaten begangen werden.

Plötzlich werden Personen als bedrohlich wahr genommen, die nur ihre Meinung äußern. Der Zugang zu öffentlichen Räumen und Diskussionen wie zuletzt im Landratsamt Bautzen wird ihnen verwehrt. Angst wird geschürt. Wem nützt das eigentlich ?

Mir drängt sich der Verdacht auf, dass die sog. Reichsbürger generell politisch verdächtigt werden. Im schlimmsten Fall erleiden sie politische Verfolgung. Drohen ihnen auf Grund rechtsstaatswidriger Willkürmaßnahmen schon konkrete Gefahren für Leib und Leben in Sinne von § 241a des Strafgesetzbuches? Man wird dies weiter beobachten müssen.

Wer die Existenz des Staates bestreitet, ist in einem sich als freiheitlich betrachtenden Staat noch kein Staatsfeind. Und erst recht ergibt sich daraus keine Gefährlichkeit gegenüber anderen Menschen.

Behandelt sie einfach so wie die andere Bürger auch. Verfolgt und bestraft Straftaten und unterlasst beim staatlichen Handeln politische Kampfrhetorik. Traut unseren Bürgern eigene Entscheidungen zu. Ja, man muss dann in Diskussionen manchmal etwas aushalten. Aber dann erfährt man, was die Mitmenschen bewegt. Und vielleicht bewegt sich durch das Gespräch auch bei ihnen etwas.

Auto brennt nach Unfall in Radeberg

Einen ziemlichen Menschenauflauf zur Rushhour hatte ein Verkehrsunfall in Radeberg am Montagnachmittag zur Folge. Eine 35-jährige A 3-Lenkerin war auf der August-Bebel-Straße in Richtung Dresden unterwegs, als sie auf einen haltenden Linienbus auffuhr. Durch den Zusammenstoß geriet der Wagen in Brand. Die Fahrerin konnte den Audi leicht verletzt selbständig verlassen. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von zirka 15.000 Euro. Die Straße war an der Unfallstelle für etwa anderthalb Stunden gesperrt. Die Freiwillige Feuerwehr löschte die Flammen zügig.

Landkreise arbeiten in Katastrophenvorsorge zusammen

Die Nachbarlandkreise Görlitz und Zgorzelec arbeiten an einer Strategie zum Katastrophenschutz rund um das Einflussgebiet der Neiße. Der Auslöser dazu liegt inzwischen knapp acht Jahre zurück. Im August 2010 hatte die Stadt Görlitz Glück im Unglück. Über viele verschiedene Quellen wurde aus Polen gemeldet, dass der Witka-Staudamm gebrochen sei und eine Flutwelle die Neiße herunterströmt. Polizei und Feuerwehr hatten lediglich ein geringes Zeitfenster, um Görlitzer Anwohner/innen und Unternehmer/innen in Ufernähe vorzuwarnen und in Sicherheit zu bringen. In Ostritz hingegen kamen die Warnungen zu spät und große Teile des Ortes wurden überflutet.

Trotz dieser kurzfristigen Maßnahmen war der entstandene Schaden auch in Görlitz groß. Vor allem Sachschäden, die Existenzen bedrohten und teilweise zerstörten, mussten hingenommen werden. Bei einer schnelleren Informationsübermittlung und -verbreitung und einer besseren grenzübergreifenden Einsatzplanung wäre zum einen die Bevölkerung und zum anderen der Katastrophenschutz besser auf ein solches Ereignis vorbereitet gewesen und hätte effizienter handeln können.

Um die Bevölkerung in Zukunft erfolgreicher schützen zu können, haben sich im Jahr 2012 die Landkreise Görlitz und Bautzen und auf tschechischer Seite der Landkreis Liberec für ein Katastrophenschutz-Projekt zusammengeschlossen. Ziel des Projektes war die Entwicklung und Etablierung der Anwendung „MobiKat“ – eine Software im Bereich der Feuerwehren, Katastrophenschutzeinheiten, des Rettungsdienstes sowie weiterer Fachdienste (Lebensmittelüberwachung-Veterinär). Mittels dieser Anwendung hat die interessierte Bevölkerung über eine Online-Plattform unter anderem Zugriff auf Pegelstände und Live-Bilder ausgewählter Web-Cams.

Um auch den polnischen Landkreis Zgorzelec mit einbeziehen zu können, arbeiten die beiden Nachbarlandkreise gemeinsam seit Ende 2016 an einer Erweiterung des Programms. In erster Linie wird eine Schnittstelle zur Dateneinspeisung polnischer Informationen geschaffen. Außerdem werden die Kommunikationswege kürzer und effektiver gestaltet, um im Notfall zu jeder Tages- und Nachtzeit den zuständigen Entscheidungsträger zu erreichen.

Das Projekt befindet sich aktuell in der Halbzeit. Verschiedene Schwerpunkte sind schon erfüllt oder zumindest bereits in Auftrag gegeben. So wurde zum Beispiel eine Gefährdungsanalyse für das gesamte Projektgebiet erstellt. Auf Grundlage dieser Ergebnisse wird auch das MobiKat weiterentwickelt und fortwährend angepasst.

„Wir wollen erreichen, dass das Programm im Jahr 2020 eingesetzt werden kann. Es wird uns maßgeblich dabei unterstützen, die Neißebewohner/innen zu schützen. 2010 darf sich nicht wiederholen“, äußert sich Mario Schurmann, Sachbearbeiter im Amt für Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungswesen im Landkreis Görlitz und zuständiger Sachbearbeiter für die Bearbeitung der Fördermittel.

Das Projekt wird durch die Europäische Union aus den Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG Polen-Sachsen 2014-2020 finanziert.

Umfangreiche Förderung für neue Kita in Bautzen

Gute Nachrichten für die Stadt Bautzen: Vize-Landrat Udo Witschas übergab am 14. Juni 2018 an Bürgermeister Dr. Robert Böhmer einen Fördermittelbescheid für die neue Kindertagesstätte der Stadt Bautzen am Schützenplatz. Künftig sollen hier 36 Kinder in der Krippe, 135 Kindergartenkinder und 15 Kinder im Hort betreut werden. Insgesamt werden rund 5,6 Millionen Euro investiert. Davon steuert der Landkreis aus verschiedenen Förderprogrammen rund 2 Millionen Euro bei, der Freistaat über das Programm „Brücken in die Zukunft“ weitere 2,4 Millionen Euro.

Brandstiftung? Wohnhaus in Wiednitz geht in Flammen auf

In der Nacht zu Sonntag wurden Feuerwehr und Polizei nach Wiednitz gerufen, da der Dachstuhl eines Einfamilienhauses an der Leippschen Straße brannte. Acht Löschfahrzeuge der Berufsfeuerwehr aus Hoyerswerda sowie der Freiwilligen Wehren der Umgebung bekämpften die Flammen, die das gesamte Gebäude erfassten und es in Einsturzgefahr brachten. Die Bewohner befanden sich bei Ausbruch des Feuers nicht im Haus. Wie der Brand entstand, ist noch unbekannt und wird im Rahmen der kriminalpolizeilichen Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung geklärt werden. Zur Höhe des Sachschadens liegen bisher noch keine Angaben vor.