Zehn Verletzte bei Unfällen in Ostsachsen

Traurige Bilanz eines Wochenendes: bei mehreren Unfällen in Ostsachsen sind am Samstag und am Sonntag zehn Menschen teils schwer verletzt worden.

Am Samstagvormittag wurde auf der Gerichtsstraße in niesky ein Radfahrer von einem PKW angefangen. Das Auto wollte den 91-jährigen Radler überholen, als dieser links in ein Grundstück einfahren wollte. Es kam zum Zusammenstoß, wobei der Fahrradfahrer schwer verletzt wurde.

Nur wenige Stunden später überschlug sich auf der Straße zwischen Königshain und Arnsdorf aus ungeklärter Ursache ein VW Passat. Dabei wurde der 19-jährige Fahrer schwer verletzt.

In den frühen Abendstunden kam es dann auf der B97 in Königsbrück zu einem weiteren schweren Unfall. Eine 39-jährige Autofahrerin verwechselte an der Ampelanlage die Lichtzeichen für die verschiedenen Fahrspuren und fuhr versehentlich bei Rot. Dabei kollidierte sie mit mit einem Mitsubishi. Die 39-jährige wurde dabei schwer verletzt und kam in ein Krankenhaus.

Kurze Zeit darauf wurde auf der S177 in Feldschlösschen ein junger Mann schwerst verletzt. Der mutmaßliche Festivalbesucher war zu Fuß in Richtung Seifersdorf unterwegs, als er unvermittelt auf die Straße lief. Ein Auto stieß trotz Gefahrenbremsung mit dem Fußgänger zusammen. Dieser wurde über das Fahrzeug geschleudert, kam auf der Fahrbahn zum Liegen und wurde dort von einem weiteren PKW erfasst.

In der darauf folgenden Nacht krachte auf der Czornebohstrae ein Auto gegen eine Hauswand. Drei Männer waren damit vor der Polizei geflohen, als diese den Wagen anhalten wollte. Der Fahrer des Autos war betrunken. Alle drei Insassen wurden schwer verletzt.

Beendet wurde die Unfallserie durch einen Zusammenstoß zweier Fahrzeuge auf der B99 zwischen Hirschfelde und Zittau. Unmittelbar hinter dem Bahnübergang Drausendorfer Krone in Richtung Görlitz geriet eine 58-jährige Opelfahrerin ausgangs einer leichten Rechtskrümme aus noch ungeklärter Ursache in die linke Fahrspur. Dort kollidierte sie ungebremst mit einem im Gegenverkehr befindlichen VW. Der VW landete im angrenzenden Maisfeld. Der 78-jährige Fahrer und seine Insassin wurden schwer verletzt und mussten von der Feuerwehr mit schwerem Gerät aus dem Auto befreit werden. Auch die Opelfahrerin kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Ein weiteres Fahrzeug wurde bei dem Unfall beschädigt.

 

LKW rammt Bus – zahlreiche Schulkinder verletzt

In Pulsnitz hat es am Nachmittag einen schweren Unfall zwischen einem LKW und einem Schulbus gegeben. Der Laster war vom Spittelweg aus auf die Kamenzer Straße abgebogen und hatte dabei offenbar den aus der Innenstadt kommenden Bus übersehen. Das Führerhaus der IVECO-Zugmaschine prallte gegen die rechte Seite des Busses.

Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei rückten mit etlichen Kräften an. Alle Businsassen, in der überwiegenden Mehrzahl Schulkinder, wurden vor Ort medizinisch betreut, anschließend den vor Ort erschienenen Eltern übergeben oder mit einem Rettungswagen zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Nach derzeitigem Stand wurde der Lkw-Fahrer bei dem Zusammenstoß schwer verletzt. Neun Kinder erlitten leichte Verletzungen. Zwei Jungen im Alter von 13 und 16 Jahren hatten offenbar schwere Verletzungen davongetragen. Der 54-jährige Busfahrer blieb nach derzeitigem Kenntnisstand unverletzt. Derzeit ist die Unfallstelle immer noch gesperrt. Autofahrer müssen Umwege in Kauf nehmen. Wie lange die Bergung noch andauert ist unklar.

Aufregung um grün verfärbte Röder

Aufregung am Freitag Vormittag in Großröhrsdorf. Hier war der komplette Flusslauf der Röder neongrün verfärbt. Was nach einer Verseuchung durch Chemikalien aussah, stellte sich aber als völlig ungefährliches Unterfangen heraus. Laut Angaben des Bauamtes wurde in der Stadt ein Verfahren durchgeführt, bei dem der Verlauf alter Rohrleitungen überprüft wurde. Dazu setzte man biologisch abbaubare Lebensmittelfarbe ein, die das Wasser besser sichtbar machen sollte. Schon am Nachmittag soll die Farbe wieder weg sein.

Bienen in Gefahr! Landratsamt richtet Sperrbezirk ein

Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Landkreises Bautzen hat zum Schutz vor der Verschleppung der Amerikanischen Faulbrut einen weiteren Sperrbezirk festgelegt.

Der Sperrbezirk umfasst ein komplett unbebautes Gebiet nordöstlich von Hoyerswerda in der Bergbaufolgelandschaft. Die Grenze des kreisförmigen Sperrgebietes wird im Süden und Osten durch den Verlauf der B 97 zwischen Hoyerswerda und Schwarze Pumpe gebildet. Im Nordosten verläuft die Grenze des Sperrbezirkes durch die Mitte des Spreetaler Sees. Nördlich und westlich endet das Gebiet auf unbewaldeten Flächen in denen Rutschungsgefahr und Betretungsverbot besteht.

Für alle innerhalb dieses Sperrbezirks gelegenen Bienenstände und gehaltenen Bienenvölker wird Folgendes ab sofort angeordnet:

  1. Alle Bienenvölker und Bienenstände im Sperrbezirk sind unverzüglich durch den jeweiligen Bienenhalter auf Amerikanische Faulbrut (soweit noch nicht geschehen) amtstierärztlich untersuchen zu lassen.
  2. Bewegliche Bienenstände dürfen von ihrem Standort nicht entfernt werden.
  3. Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften dürfen nicht aus den Bienenständen entfernt werden.
  4. Bienenvölker oder Bienen dürfen nicht in den Sperrbezirk verbracht werden.

Die Kartenansicht der bestehenden Sperrbezirke sowie den genauen Wortlaut der Allgemeinverfügung finden Sie auf der Internetseite: http://landkreis-bautzen.de/57-21625.html

Die Amerikanische Faulbrut ist eine gefährliche Erkrankung der Honigbienen und eine anzeigepflichtige Tierseuche. Für Menschen sind die Erreger allerdings völlig ungefährlich. Honig und Imkereierzeugnisse können bedenkenlos verzehrt werden.

Polizei beendet Spritztour: 15-jähriger klaute das Auto seiner Mutter

Ein vermeintlicher Autodiebstahl hat sich am Mittwochabend bei Zittau quasi als „familien-interne“ Angelegenheit herausgestellt. Die Staatsanwaltschaft wird sich dennoch mit dem Fall befassen.

Als eine 33-Jährige gegen 18:00 Uhr die B 178 in Oberseifersdorf befuhr, traute sie ihren Augen nicht. Ihr kam das eigene Auto entgegen – ein VW Passat mit Löbauer Kennzeichen. Sie erkannte, dass zwei Personen in dem Wagen an ihr vorbei in Richtung Zittau fuhren und vermutete den Diebstahl ihres Autos. Der Ehemann der 33-Jährigen alarmierte die Polizei.

Eine Streife des Reviers Zittau-Oberland erkannte den Volkswagen, als dieser die Chopinstraße in Richtung Polen befuhr. Auf die Anhaltesignale und das Blaulicht des Streifenwagens reagierte der Passat-Fahrer mit Gas geben. Er querte die Neiße-Brücke und fuhr auf polnisches Hoheitsgebiet. Die Zittauer Beamten folgten dem mutmaßlich gestohlenen Auto und stoppten es in der nahen Ortschaft Sieniawka (PL).

Doch zur Verwunderung aller: Am Steuer des Passats saß der 15-jährige Sohn der Eigentümerin und auf dem Beifahrersitz seine ein Jahr ältere Freundin. Beide hatten mit Muttis Wagen offenbar eine Spritztour unternehmen wollen. Der Junge war natürlich nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Da jedoch auch der Verdacht des Diebstahls noch immer im Raume stand, nahm eine Streife der polnischen Polizei die beiden Jugendlichen vorläufig fest. Deren Eltern nahmen ihre Sprösslinge auf einem Revier der polnischen Polizei anschließend wieder in Empfang. Auch den im Fokus stehenden Volkswagen übergaben die polnischen Beamten der betroffenen Familie. Die Ermittlungen der Polizei zum Vorwurf des Fahrens ohne Fahrerlaubnis dauern an. [Quelle: Polizei]

Umgebindehaus in Seifhennersdorf ausgebrannt

In Seifhennersdorf ist in der Nacht zu Donnerstag ein Umgebindehaus ausgebrannt. Das Gebäude an der Kruschegasse war unbewohnt und zugemüllt, so die Polizei. Die Feuerwehren der Umgebung rückten an und löschten die Flammen. Verletzt wurde dabei glücklicherweise niemand. Dennoch ist unklar, warum das Feuer ausbrach. Die Kriminalpolizei hat entsprechende Ermittlungen eingeleitet und auch einen Brandursachenermittler eingesetzt. Während der Löschmaßnahmen waren die anliegenden Straßen gesperrt.

Feuerwehr-Großeinsatz bei Kamenz

In der Nähe von Cunnersdorf bei Kamenz hat es am Mittwochmorgen einen großangelegten Feuerwehreinsatz gegeben. Nach einem Defekt an einer Diesellok traten aus dieser große Mengen an Kraftstoff aus. Die Bahngleise waren besonders betroffen. Die Feuerwehren aus der Gemeinde Schönteichen, sowie aus Kamenz, Bernbruch und Wiesa rückten an, um eine Gefahr für die Umwelt abzuwenden. Auch das Technische Hilfswerk aus Kamenz kam mit spezieller Technik zum Einsatz. Bis in die späten Nachmittagsstunden dauerten die Maßnahmen an. Mit einer speziellen Pumpe musste man den gesamten Inhalt des Dieseltanks aus der Lok umpumpen.

Verunglückter Radfahrer verstirbt im Krankenhaus

Nach einem schweren Verkehrsunfall, der sich Montagnachmittag an der Schützenstraße in Görlitz ereignet hat, ist der verunglückte, 66 Jahre alte Radfahrer am Dienstagnachmittag in einem Klinikum seinen schweren Verletzungen erlegen. Eine 20-jährige Frau hatte den Senior beim Abbiegen mit ihrem Renault erfasst. Die Ermittlungen der Verkehrsunfalldienstes der Polizeidirektion zum genauen Hergang der Kollision dauern an. [Quelle: Polizei]

Mann wartet mit über vier Promille auf Zug

In Löbau wollte ein 44-jähriger Mann aus Polen völlig betrunken mit dem Zug fahren. Gegen 22 Uhr fand man den Reisenden am Montagabend auf dem Bahnsteig. Polizei und Notarzt kümmerten sich um den Mann, der mehr als vier Promille Alkohol im Blut hatte. Da er völlig hilflos war, verbrachte er die Nacht nach einer ärztlichen Untersuchung in einer Ausnüchterungszelle. Am Folgetag konnte der Mann dann seine beabsichtigte Zugreise antreten.

 

Bautzener Wenzelsmarkt findet wie gewohnt statt

Auch in diesem Jahr werden weihnachtliche Gerüche von Bratwurst bis Glühwein über die Bautzener Reichenstraße wehen. Der Wenzelsmarkt, der vom 1. bis zum 23. Dezember 2017 nach Bautzen lockt, wird für die Besucher in seiner gewohnten Form stattfinden.

Seit Ende Juli hatte es Irritationen gegeben. Damals erhielten 34 Händler ein Schreiben von der Stadtverwaltung, das sie über eine anstehende Untersuchung informierte. Wegen einiger Brandereignisse in den vergangenen Jahren (z.B. Stallhof Dresden) haben sich die Bauaufsichtsbehörde und die Feuerwehr veranlasst gesehen, die Situation der Hüttenaufstellung in der Reichenstraße zu prüfen. Anliegen war es, mögliche Risiken zu erkennen und abzustellen. Vor diesem Hintergrund wurde untersucht, ob der Brandschutz und sonstige Sicherheitsanforderungen für jede der ausgewählten Hütten gewährleistet sind. Bei der Bewertung wurde besonders darauf geachtet, was in den Ständen verkauft wird und wie die jeweilige Hütte aufgebaut ist. Weiterhin untersuchte die Bauaufsichtsbehörde, ob die Rettungswege auf der Reichenstraße ordnungsgemäß freigehalten werden können.

Nun ist die umfangreiche Prüfung im Wesentlichen abgeschlossen. Wie das derzeitige Ergebnis vorsieht, dürfen im Jahr 2017 auch weiterhin fast alle geplanten Hütten aufgestellt werden. Mitunter kommt es jedoch zu kleineren Veränderungen des Aufstellortes. An einigen Hütten müssen zudem brandschutztechnische Ertüchtigungen in Richtung der Bestandsgebäude auf der Reichenstraße vorgenommen werden. Die Betreiber der Hütten werden in den kommenden Tagen durch das Ordnungsamt über die technische Lösung einschließlich sonstiger Änderungen informiert. Dann können auch die Verträge für das Jahr 2017 geschlossen werden. Besonders erfreulich ist es, dass keinem der ausgewählten Händler eine Absage erteilt werden muss. Nach derzeitigen Erkenntnissen wird auch für die weggefallenen Standplätze an anderer Stelle Ersatz angeboten.

Für die Folgejahre wird es eine weitergehende Untersuchung zur Absicherung aller Veranstaltungen auf öffentlich gewidmeten Verkehrsflächen in der Stadt geben. Hierzu wird in den kommenden Monaten ein entsprechendes Sicherheitskonzept über ein Fachbüro erarbeitet. In diesem Jahr wird sich für die Wenzelsmarkt-Besucher nichts am gewohnten Bild ändern. Eine Neuerung wird lediglich allen Nachtschwärmern auffallen: Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, werden in den Nachtstunden verstärkt Sicherheitskräfte eingesetzt, die auch als Brandsicherheitswachen fungieren. Damit kann – pünktlich zum meteorologischen Herbstanfang – in Bautzen langsam die Vorfreude auf das Weihnachtsfest beginnen… [Quelle: Stadtverwaltung Bautzen]