Zugverkehr in Ostsachsen immer noch mit großen Einschränkungen

Nach Sturm Friederike ist der Zugverkehr auch in Ostsachsen größtenteils zum Erliegen gekommen. Bereits gestern Abend hatten die Bahnunternehmen den Verkehr eingestellt. Laut der Länderbahn habe man in allen Fällen noch die nächsten Bahnhöfe erreichen können, sodass alle Reisenden an ihre Ziele gebracht werden konnten. Nun laufen immer noch die Erkundungsfahrten und Aufräumarbeiten. Laut den Internetseiten der Betriebe sind folgende Strecken noch gesperrt. (Stand: 19.01.2018 07:00 Uhr)

  • RB33 Dresden – Königsbrück // verkehrt als BNV
  • RB34 Radeberg – Kamenz // gesperrt
  • RE15 Dresden – Hoyerswerda // erhebliche Einschränkungen

Für genauere Auskünfte stehen die Hotlines und Internetseiten der Verkehrsbetriebe zur Verfügung.

Achtung: Auch etliche Straßen sind gesperrt. Wer mit dem Auto auf Arbeit fährt, sollte Umwege mit einplanen.

FRIEDERIKE: Ticker zum Sturm am Donnerstag in Ostsachsen

Am Donnerstag werden auch in Ostsachsen die Folgen vom Sturmtief FRIEDERIKE zu spüren sein. Mancherorts mehr, in einigen Regionen sicher aber auch weniger. Auf dieser Seite möchten wir euch über den aktuellen Verlauf informieren und up-to-date halten.

+++ UPDATE vom 18.01.2018 um 15:00 Uhr +++

Langsam nähert sich der Sturm aus Richtung Nordwest. Gegen 16 Uhr wird das Sturmfeld auf den Landkreis Bautzen treffen und dann in Richtung Görlitz weiter ziehen. Bis 20/21 Uhr ist dann mit schweren Sturmböen zu rechnen. Erste Feuerwehreinsätze wegen umgestürzter Bäume sind bereits ausgelöst worden. Und das, obwohl derzeit gerade einmal ca. 60km/h gemessen wurden.

+++ UPDATE vom 18.02.2018 um 08:00 Uhr +++

Die neuen Wettermodelle zeigen, dass sich die Lage um Sturmtief FRIEDERIKE leider doch noch verschärft. Das Sturmtief nimmt ordentlich Fahrt auf und wird Ostsachsen scheinbar ein wenig härter treffen, als zunächst erwartet. Den neuen Berechnungen zufolge muss man in den gesamten Landkreisen Bautzen und Görlitz mit Sturmschäden rechnen. 100 bis 120 km/h können vor allem in den Gebieten südlich der A4 auftreten. Doch auch die Region um Pulsnitz, Kamenz und Bernsdorf/OL müssen sich auf den schweren Sturm einstellen. Der Deutsche Wetterdienst hat für gesamt Ostsachsen eine Unwetterwarnung herausgegeben. Auch die Warn-Apps NINA und KatWarn haben bereits ausgelöst. Auf folgender Seite gibt es Verhaltenstipps: Richtiges Verhalten bei Unwetter

+++ Update vom 17.01.2018 um 20:00 Uhr +++

Ganz sicher sind sich die Wettermodelle noch nicht. Tagsüber ging man wieder davon aus, dass der Sturm etwas schwächer und ein Stück südlicher über Sachsen zieht. Am Abend zeigen die Berechnungen des Europäischen Wettermodells jedoch eine zentrale Zugbahn über die beiden Landkreise Bautzen und Görlitz. Demnach gebe es zwei Schwerpunkte. Um ca. 19 Uhr könnte ein Streifen von Pulsnitz über Panschwitz-Kuckau bis nach Königswartha und die Heide-Teich-Landschaft Windgeschwindigkeiten von 100 bis sogar 120 km/h mit sich bringen. Ein zweiter Schwerpunkt würde laut dem Modell von 22 bis 23 Uhr von Bischofswerda über Bautzen und Schirgiswalde-Kirschau bis nach Löbau, Ebersbach-Neugersdorf und Großschönau, sowie den Bereich um Görlitz liegen. Das britische Wettermodell sieht den Schwerpunkt generell über ganz Ostsachsen. Beide Landkreise könnten demnach auf der gesamten Fläche betroffen sein. Man sieht, es bleibt abzuwarten, was die Berechnungen morgen früh sagen. Fest steht: Solch eine Lage kann man nie 100-prozentig vorhersagen. Es kann genauso passieren, dass es Regionen gibt, die sogar vom Sturm nahezu verschont werden. Dennoch sollte sich jeder vorbereiten:

Gegenstände im Freien sichern, das Auto möglichst sicher abstellen, Bäume und Wälder meiden(!!!), auf herabfallende Dachziegel und Gegenstände achten, das Handy laden, sich auf mögliche Strom- und Telefonausfälle vorbereiten, mit Verkehrseinschränkungen rechnen.

Vorabinformation: Unwetter am Donnerstag möglich

Am kommenden Donnerstag, dem 18. Januar 2018, kann es auch in Ostsachsen zu einem Unwetter mit orkanartigen Sturmböen kommen. Verschiedene Wetterdienste berichten vom Sturmtief FRIEDERIKE, welches am Donnerstag vom Atlantik aus kommend über die Niederlande auf Deutschland treffen soll. Noch gibt es den Berichten zufolge einige Unklarheiten, in welcher Intensität in welchen Regionen gerechnet werden muss. Denn es lässt sich im Vorfeld nur schwer vorhersagen, mit welcher Zugbahn der Sturm über Deutschland hinweg fegt. Eins stehe aber fest: „Am Donnerstag sollte man in der am stärksten betroffenen Region die Wälder meiden und mit erheblichen Verkehrsbehinderungen auf Straßen und Schienen rechnen“, so das Internetportal Unwetteralarm.com. Verschiedenen Wettermodellen zufolge muss man mit Windgeschwindigkeiten zwischen 80 und 120 km/h rechnen. Dabei könne Bäume brechen, Gegenstände umherfliegen oder gar Häuser und Dächer beschädigt werden. Jeder sollte sich auf die Situation vorbereiten und die Wetterberichte stets im Auge behalten. In Ostsachsen ist am Abend mit dem schwersten Teil des Sturmes zu rechnen. Ostsachsen.TV wird Sie auf dem Laufenden halten.

Schnee sorgt für Chaos auf den Straßen

In weiten Teilen Ostsachsens ist in der Nacht zu Samstag Schnee gefallen. Das sorgte vielerorts für verschneite Straßen. Besonders heftig traf es die Region um Burkau. Auf der naheliegenden Autobahn kam ein LKW auf der glatten Fahrbahn ins Schleudern. Der Laster stellte sich quer und rutschte mit dem Anhänger die Böschung hinab. Verletzt wurde dabei niemand – jedoch war die A4 stundenlang gesperrt. Polizei, Bergungsdienste und das THW waren im Einsatz, um die Bahn schnell wieder frei zu machen. Währenddessen gab es auch im Ort Burkau selbst mehrere Unfälle. Bei einem davon war sogar der Winterdienst beteiligt. Ein Schneepflug war an einer Engstelle mit einem LKW kollidiert. Beide Fahrzeuge verkeilten sich und sorgten auch hier für eine Vollsperrung. Am Abend kann es in Ostsachsen erneut weitere kurze Schneeschauer geben. Morgen werden dann wieder Sonennstrahlen erwartet, sodass die weiße Pracht vielleicht auch ein wenig genossen werden kann.

Ausmaß von Sturm Herwart größer als angenommen

Die Schäden, welche am vergangenen Sonntag durch den verheerenden Sturm Herwart angerichtet wurden sind größer, als zunächst angenommen. Das berichtete heute das Sächsische Umweltministerium. Sachsenforst gehe derzeit von einem Sturmschaden von fast 650.000 Kubikmetern aus. Damit wurden die größten Schäden der vergangenen zehn Jahre verursacht. Auch im Landkreis Bautzen hatte es am vergangenen Wochenende zahlreiche Wurf- und Bruchschäden an Waldbeständen und Einzelbäumen gegeben. Das Landratsamt ruft Waldbesucher dazu auf, den Wald mit erhöhter Vorsicht zu betreten. Die Gefahr für den Menschen bestehe auch nach dem Sturm, da weiterhin Äste abbrechen und Bäume nachbrechen könnten. Große Gefahren würden auch für Personen bestehen, die bei der Aufarbeitung der Sturmschäden tätig sind. Hierzu sei eine spezielle Ausbildung notwendig, da die Stämme unter starken Spannungen stehen und sich unerwartet und ruckartig lösen können. Häufig ist die Sturmschadensbeseitigung nur mit Unterstützung von schwerer Technik sicher möglich. 

Das Landratsamt Bautzen als untere Forstbehörde rät deshalb allen Waldbesitzern, sich vor der Arbeit im Sturm- und Bruchholz bei den Forstrevierleitern des

über die Herangehensweise zu informieren.

Die durch den Sturm geschädigten Waldflächen und Einzelbäume (insbesondere Nadelholz) bieten für Borkenkäfer eine gute Entwicklungsmöglichkeit. Daher ist es dringend angeraten, das Sturmholz zeitnah aufzuarbeiten und vor dem kommenden Frühjahr aus dem Wald zu transportieren.

Wichtige Hinweise für Waldbesitzer zur Bewältigung von Sturmereignissen im Wald gibt die Broschüre des Staatsbetriebes Sachsenforst, welche unter folgender Adresse abrufbar ist: https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/23871.

Unwetterwarnung! Am Sonntag wird es ungemütlich

Der Warnlagebericht des Deutschen Wetterdienstes sagt nichts Gutes über die Situation am Wochenende aus. Auch in Ostsachsen ist schon seit den heutigen Morgenstunden mit heftigen Sturmböen zu rechnen. Grund dafür ist ein ungewöhnlicher Herbststurm, der im weiteren Verlauf aus Nordwesten über Ostsachsen hinweg fegen wird. Seinen Höhepunkt soll der Sturm am Sonntagvormittag erreichen. Dann sind sogar orkanartige Böen von 100 bis 110km/h im Flachland möglich. Auch kräftige Schauer und Gewitter können über den Landkreisen Bautzen und Görlitz hereinbrechen. Gerade am Sonntagmorgen bis -Vormittag sollte daher wachsam auf die Umgebung geachtet werden. Umstürzende Bäume, abbrechende Äste oder herabfallende Dachziegel können bei den Windgeschwindigkeiten nicht ausgeschlossen werden.