Stadthalle Krone Bautzen – Eine sachliche Betrachtung

Zum Thema Stadthalle Krone Bautzen hat die Bürgerinitiative zur Rettung der Stadthalle mit dem Bautzener Architekten Carsten Ehrlich gesprochen. Sein Vater hatte den Bau der Stadthalle begleitet und er selbst den Umbau des Theaters vor einigen Jahren. Sehr sachlich nimmt er Stellung zu diesem Thema und erklärt wie eine Rettung funktionieren könnte. Zahlen und Kosten können zum derzeitigen Zeitpunkt überhaupt nicht genannt werden da es keine aktuelle Machbarkeitsstudie gibt, welche allerdings von der Stadtverwaltung in Auftrag gegeben werden müsste. Da es die aber nicht gibt kann man davon ausgehen, dass die Stadt gar kein Interesse am Haus hat und einen Kauf ohne sachliche Begründung ablehnt. Hier kann sich jeder selbst ein Bild machen vom derzeitigen, der Öffentlichkeit bekannten, Stand der Dinge machen. Ein wenig Transparenz würde dieser Angelegenheit gut tun.

Kunstministerin übergibt Millionensumme an Görlitz

Am 4. Januar hat Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange einen Förderbescheid im Rahmen des Programms „Brücken in die Zukunft“ in Höhe von rund 1,03 Millionen Euro an den Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege für die bauliche Einrichtung eines Zentrums für Jugend- und Soziokultur überreicht. Das Geld fließt in den insgesamt rund drei Millionen Euro teuren Umbau eines einstigen Industriegebäudes der Waggonbauwerke zum Kulturzentrum mit Veranstaltungsraum, Workshop-, Seminar- und Büroräumen. Staatsministerin Dr. Stange erklärt: „Mit dieser Einrichtung wird Görlitz ein Zentrum bekommen, welches am gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhalt in der Stadt arbeiten wird. Diese Begegnungsstätte für Jugendliche und kulturell interessierte Bürger jeden Alters wird nicht nur künstlerische Betätigungen und Begegnungen ermöglichen, sondern auch wichtige kulturelle Bildung leisten. In solch einem kommunalen Haus haben alle Interessenten die Möglichkeit mitzumachen, weil es keine Eintrittsschranken geben wird. Die Angebote gelten grenzüberschreitend für alle Interessierten aus Görlitz, Zgorzelec und der Umgebung.“

Der Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege betont: „Der Bau des Zentrums für Jugend- und Soziokultur WERK I ist ein zukunftsweisendes und einmaliges Projekt für die Entfaltung neuer kultureller, pädagogischer sowie gesellschaftlicher Perspektiven, insbesondere für unsere jüngere Generation. Durch das Soziokulturelle Zentrum wird ein neuer Ort der Kreativität, des Dialoges und der Begegnung aller Altersgruppen in einer ehemaligen Industriebrache inmitten unserer Stadt geschaffen. Die Herangehensweise, die zukünftigen Betreiber bereits in der Planungsphase inhaltlich und konzeptionell zu involvieren, ist innovativ und sichert die Akzeptanz und Funktionalität des Zentrums.“

Das Jugend- und Soziokulturelle Zentrum soll in der ehemaligen Furnierhalle auf dem Werk I Gelände untergebracht werden, einer um 1904 errichteten Industriehalle welche damalig als Lackierwerkstatt genutzt wurde. Seit Anfang der 90-er Jahre steht das Gebäude leer, entsprechend ruinös ist dessen Zustand. Die Sanierungsmaßnahme sieht vor, zunächst das einsturzgefährdete Dach sowie Einbauten abzubrechen. Anschließend werden die Stahlstützen gestrahlt, erhalten einen Korrosionsschutz und anschließend noch eine Brandschutzbeschichtung. Neben der Errichtung eines  neuen Daches, welches die Anforderungen an den Brand-, Wärme- und Schallschutz erfüllt, wird auch der gesamte, teils belastete Fußboden abgebrochen und eine neue durchgehende Bodenplatte gegossen. Ziel ist es auch den Industriecharakter soweit wie möglich zu erhalten. Beispielsweise erhalten Wände und Fenster nur eine minimale, substanzerhaltene Sanierung. Wo es geht, werden Einbauteile in der Werkhalle geborgen oder gesichert und im neuen Jugendzentrum platziert, beispielsweise der alte Hallenkran. Durch die Haus-in-Haus-Lösung werden letztendlich neue Räumlichkeiten im Inneren der Furnierhalle durch moderne Baustoffe und Bauweisen geschaffen. Das Herzstück bildet der Veranstaltungssaal für ca. 300 Personen, daneben entstehen Werkstätten, ein Jugendclub, Bandprobenraum, Büros, eine Workshopküche und Sanitäranlagen.

Das Programm „Brücken in die Zukunft“ wurde vom Sächsischen Landtag im Dezember 2015 aufgelegt und dient der weiteren Verbesserung der Infrastruktur in den sächsischen Städten, Gemeinden und Landkreisen. Die sächsischen Kommunen hatten im Vorfeld des Förderverfahrens Maßnahmenpläne erstellt, die durch die Staatsregierung bestätigt wurden. „Brücken in die Zukunft“ ist das größte Investitionsprogramm in die kommunale Infrastruktur seit 1990. Es ist mit insgesamt 800 Millionen Euro dotiert. Etwa 156 Millionen Euro davon stammen aus Mitteln des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes des Bundes, jeweils 322 Millionen Euro vom Freistaat und von der kommunalen Seite. Bei einem Fördersatz von 75 Prozent werden insgesamt Investitionen von mehr als einer Milliarde Euro ermöglicht.

Der Umbau der einstigen Werkanlagen zum Zentrum für Jugend- und Soziokultur wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes. [Quelle: Stadtverwaltung Görlitz]

Ostsachen.TV wünscht euch Frohe Weihnachten und ein gesegnetes 2018

Es wird Zeit Dankeschön zu sagen.

All den Unterstützern und vor allem euch Fans.

Im Namen des gesamten Teams wünschen wir euch Frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr.

Mit den besten Grüßen

David Vandeven

Spreehotel erhält keinen städtischen Zuschuss

Das Bautzener Spreehotel bekommt keine finanzielle Unterstützung von der Stadt Bautzen. Das hat der Finanzausschuss der Stadt in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. In dem Beschluss ging es um einen Betrag in Höhe von 25.000 Euro, welcher den Betreiber der Unterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose unterstützen sollte. Seit dem 30. Juni ist das Spreehotel keine Asylbewerberunterkunft mehr. Der Vertrag zwischen dem Betreiber und dem Landratsamt war ausgelaufen. Im Einvernehmen mit der Sächsischen Staatskanzlei, dem Landkreis und dem Bautzener Oberbürgermeister erklärte sich die Betreibergesellschaft jedoch bereit, die Einrichtung bis zum Ende dieses Jahres weiter zu betreiben und die derzeit dort untergebrachten 28 Personen mit anerkanntem Aufenthaltsstatus in Wohnungen zu vermitteln. Dies sei in den letzten Wochen auch zahlreich erfolgt. Nun steht aber in den Sternen, wie es für den Betreiber des Spreehotels weitergeht. Möglich ist, dass nun auch vor Jahresende die Türen abgeschlossen werden. Die Stadt Bautzen ist dann selbst für die weitere Unterbringung der Bewohner verantwortlich.

 

Ralbitzer Wolf zum Abschuss freigegeben

Das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft hat heute zu der beabsichtigten artenschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigung des Landratsamtes Bautzen zur Entnahme eines Wolfes das Einvernehmen erteilt. Mit dem Erlass dieser Ausnahmegenehmigung kann im Bereich des Rosenthaler Rudels ein Wolf aus der Natur entnommen werden. Die Genehmigung gilt nur für mit der Entnahme beauftragte Personen und nur für einen Wolf, der entsprechend geschützte Weidetiere angreift. Über die sach- und rechtskonforme Entscheidung wurden das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) sowie eine Reihe von Naturschutzverbänden informiert.

Ein oder mehrere Wölfe haben in den letzten Wochen offenbar gelernt, die empfohlenen und für die Schafhalter zumutbaren Schutzmaßnahmen (Elektrozaun und Flatterband) zu überwinden. Damit liegen die Voraussetzungen zur Entnahme eines Wolfes vor. Um weitere große wirtschaftliche Schäden abzuwenden, ist die Entnahme trotz des grundsätzlich auch weiterhin bestehenden strengen Schutzes der Wölfe gerechtfertigt und geboten, da keine weiteren für die Tierhalter zumutbaren Alternativen zum Schutz der Nutztiere bestehen.

Die notwendigen Schritte, die die zuständigen Behörden für eine sogenannte „Entnahme“ vornehmen müssen, ergeben sich aus dem „Managementplan für den Wolf in Sachsen“ (Wolfsmanagementplan). Dort sind erläuternde Fallbeispiele zum Wolfsverhalten, deren Ursachen und entsprechender Handlungsbedarf beschrieben. Die Behörden haben mit dem Managementplan eine Handlungsanleitung, unter anderem für den Fall, dass Wölfe aus der Natur entnommen werden müssen.

Der Managementplan war von Oktober 2008 bis Mai 2009 in einem Abstimmungsprozess entstanden, an dem sich Vertreter von mehr als 50 thematisch berührten Verbänden, Vereinen, Bürgerinitiativen, Behörden sowie von wissenschaftlichen Instituten beteiligten. Die vorgesehene Entnahme steht im Einklang mit der Berner Konvention sowie auf Europäischem sowie Bundes- und Landesrecht. [Quelle: Landratsamt Bautzen]

 

15 Tote Schafe: Erneut Massaker von Wölfen angerichtet

In der Gemeinde Ralbitz-Rosenthal hat in der Nacht zu Sonntag wieder der Wolf zugeschlagen. Ein wahres Massaker wurde unweit der Ortschaft Laske angerichtet. 15 tote Schafe mussten von der Feuerwehr in der gesamten Umgebung gesucht und eingesammelt werden. Noch am Sonntagmittag reiste Landrat Michael Harig in die kleine sorbische Gemeinde um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. „Der Schaden der hier entstanden ist weist darauf hin, dass es mehrere Wölfe gewesen sein müssen“, so der Landrat bei seinem Besuch. „Schon seit 5 Jahren weise ich darauf hin, dass es so nicht geht. Man kann in einer Kulturlandschaft ein Großraubtier sich nicht grenzenlos vermehren lassen“, so die Meinung von Mchael Harig. Schafhalter Sven Schlafke sieht das genauso. Für ihn gibt es nur eine Lösung, damit der Wolfs-Terror endlich aufhört: „Die müssen abgeshossen werden und fertig. Damit hier Ruhe einkehrt!“ meint der Schafshalter. Doch den Wolf einfach abschießen? Das ist gar nicht so einfach. Der Landrat hat schon mehrfach beantragt, den Wolf zum Abschuss freizugeben. Bisher wurde er aber immer wieder hingehalten. Schon am Montag möchte er sich aber erneut ans Ministerium wenden. „Ich werde wieder einen Antrag stellen und auch dafür sorgen, dass sich das Ministerium das Geschehen hier vor Ort mal selbst anschaut. Ich hoffe, dass es hier endlich zur Abschussgenehmigung kommt und bin der Überzeugung, dass nicht nur Problemwölfe geschossen werden dürfen, sondern generell Wölfe.“ Die Schafe von Sven Schlafke bleiben solang bei einem befreundeten Schäfer aus der Nachbarschaft. Sie müssen sich erstmal von dem Schrecken der vergangenen Nacht erholen.

Beigeordneter Udo Witschas bleibt im Amt

Nach der Sondersitzung des Kreistages Bautzen am gestrigen Montag ist eine Entscheidung über die beantragte Abberufung des 1. Beigeordneten Udo Witschas gefallen. Dieser bleibt weiterhin im Amt. Für den Antrag auf Aberufung kam die erforderliche Mehrheit nicht zustande. Der Antrag der Fraktionen DIE LINKE und SPD/GRÜNE auf Änderung der Festlegung der Reihenfolge der allgemeinen Stellvertretung des Landrates wurde mehrheitlich abgelehnt. Der Antrag der Fraktionen DIE LINKE und SPD/GRÜNE auf Reduzierung des Geschäftskreises des 1. Beigeordneten um das Jugendamt wurde mehrheitlich abgelehnt. Der Antrag auf Reduzierung des Geschäftsbereiches des 1. Beigeordneten um das Ausländeramt wurde mehrheitlich bestätigt. Der Kreistag folgte damit der von Landrat Harig in Abstimmung mit den Fraktionsvorsitzenden am 21.08.2017 getroffenen Entscheidung. Witschas war vor einigen Wochen in Kritik geraten, da er Kontakt zu NPD-Mann Marco Wruck hatte.

Falschmeldung zu Moschee-Bau – OB erstattet Anzeige

In Bautzen sind vor wenigen Tagen gefälschte Handzettel aufgetaucht. Auch bei Facebook sind die Blätter zu sehen, welche angeblich von Bautzens Oberbürgermeister Alexander Ahrens stammen sollen. Auf den Zetteln wird im Namen von Ahrens verkündet, dass man eine Großmoschee am Lauengraben bauen wolle. Außerdem wird zu einer Versammlung aufgerufen, wo angeblich weitere Informationen verkündet werden sollen. Bei diesem Schriftstück handelt es sich aber um eine Fälschung. Der Oberbürgermeister hat bereits Anzeige erstattet

Nach neuem Wolfsriss: Landrat beantragt Abschuss

Nach dem jüngsten Wolfsriss in Cunnewitz hat der Bautzener Landrat Michael Harig eine Entnahme der Problemwölfe des Rosenthaler Rudels auf den Weg gebracht. „Ich habe das zuständige Amt beauftragt, eine entsprechende Ausnahmegenehmigung von den im Bundesnaturschutzgesetz formulierten Zugriffsverboten vorzubereiten“, so Harig. Für eine tatsächliche Umsetzung sei jedoch das Einvernehmen mit dem Sächsischen Umwelt- und Landwirtschaftsministerium notwendig.

Beim Wolfsangriff auf Tiere der Cunnewitzer Schäferei sei bestätigt worden, dass der Tierbestand weit über das geforderte Maß hinaus mit Herdenschutzmaßnahmen versehen war. „Ich empfinde es geradezu als zynisch, wenn die Mitarbeiter des Kontaktbüros Wolfsregion Lausitz nun feststellen, dass die angebrachten Flatterbänder wegen falscher Befestigung zu wenig geflattert hätten“, so Harig. „Sollen künftig bei Windstelle gar Windmaschinen zu Einsatz kommen – oder was will man den Tierhaltern und ihren Nutztieren noch zumuten? Geradezu grotesk ist in diesem Zusammenhang die Beschwerde, dass die Tierkadaver bis zur Rissbegutachtung zu lange zu sehen gewesen wären. Frei nach dem Motto, das nicht sein kann, was nicht sein darf. Tote Nutztiere stören die vermeintliche Idylle“.

Die Bevölkerung im ländlichen Raum müsse laut Harig den Eindruck gewinnen, dass der Artenschutz sich über jedwede Interessen hinwegsetzt. So stünden die Nutztierhalter in gewisser Weise auf der „Abschussliste“. Harig: „Denn wenn es keine Nutztierhaltung mehr gibt, werden sich die Konflikte von selbst erübrigen. Das kann und werde ich nicht hinnehmen!“ Die aktuelle „Wolfsaison“ habe zudem erst begonnen, weitere Risse seien zu erwarten. Insofern werde er jede Möglichkeit nutzen, um politische Entscheidungsträger zu sensibilisieren, den rechtlichen Rahmen an die Gegebenheiten anzupassen. „Es geht mir dabei um einen Interessenausgleich zwischen Artenschutz und Nutztierhaltung, der nur mit einer Regulierung der sogenannten großen Beutegreifer in einer Kulturlandschaft einhergehen kann.“ [Quelle: Landratsamt]