Führungsfehler – So treiben Chefs mit System Ihre Mitarbeiter in den todsicheren Burnout! [Teil 2]

Fortsetzung Tipp 2 von 52

Tipp 2: Stellen Sie neue Mitarbeiter auf keinen Fall Ihrem Team vor!

Sie haben eine richtige und wichtige Entscheidung getroffen und nach reichlicher Abwägung einen Mitarbeiter eingestellt, der Ihnen als Burnout-Chef weder fachlich noch menschlich das Wasser reichen kann. Eine perfekte Ergänzung für Ihr Team. Wenn Sie eine Null mit weiteren Nullen multiplizieren, bleibt das Ergebnis immer noch Null. Warum sich also die Zeit nehmen und diesen neuen Mitarbeiter ihrem Team vorstellen? Überlegen Sie stattdessen lieber, was Sie in dieser Zeit Sinnloses tun können. Haben Sie heute eigentlich schon in den sozialen Medien gesurft? Auf Facebook, Instagram und Twitter gibt es bestimmt unnützes Wissen, was Sie sich aneignen können. Und wenn es nur ein neuer Modetrend, die Sportwetten oder eine weitere neu entdeckte Schlankheitspille ist. Ihr neuer Mitarbeiter kann das schon selber und was sollte er anstellen, dass Sie als Burnout-Chef nicht wieder richten können. Immerhin sind Sie ja der Über-Chef und das muss dem neuen Mitarbeiter sofort und unverständlich klargemacht werden, vom ersten Tag an ohne Ausnahme. Und keine Angst, der neue Mitarbeiter wird sich schon selbst dem Team vorstellen. Und sollte er dabei in ein Fettnäpfchen treten, was soll’s, jeder andere vor ihm musste ja schließlich in den vergangenen Jahren auch da durch und geschadet hat es den anderen Mitarbeitern ja auch nicht. Sie stehen immer noch da, wo Sie angefangen haben zu arbeiten, sind nicht abgerutscht, stehen weiterhin hinter und unter Ihnen in der Hierarchie. Und Gleichbehandlung muss ja sein, das ist des Burnout-Chefs oberstes Gebot. Sie können es sich nicht leisten, positive Charaktereigenschaften zu zeigen, sonst könnte ja einer der Mitarbeiter auf die Idee kommen Ansprüche zu stellen. Sie sind ja nicht bei der Caritas sondern haben eine wichtige Aufgabe im Unternehmen sicherzustellen. Auch wenn Sie selbst nicht wissen, welche das genau ist. Aber um genau das zu erreichen haben Sie ja diesen Mitarbeiter eingestellt. Außerdem können Sie sofort feststellen, wie offen der neue Mitarbeiter auf Kollegen zugeht. Ihr Team wird den Neuen schon einordnen. Sie haben dem Team ja bereits öfters gezeigt wie einordnen geht. Der neue Mitarbeiter muss sich ja schließlich in die Gruppenhierarchie einordnen und wie bei der Bundeswehr erst einmal ganz unten anfangen.

[Fortsetzung folgt.]