Görlitzer Bankräuber von Polizei festgenommen

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Der Überfall auf eine Sparkassenfiliale in der KÖ-Passage in Görlitz ist aufgeklärt. Der 42-jährige Täter hat sich der Polizei am nächsten Tag gestellt.

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Die Polizei hat die Fahndung nach dem Mann auch am Samstag im Stadtgebiet von Görlitz mit Hochdruck fortgesetzt. Streifen des örtlichen Reviers und der Bundespolizei suchten nach dem bis dahin unbekannten Täter. Er selbst sprach am Nachmittag an einem Einkaufszentrum an der Nieskyer Straße in Görlitz eine Streife der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf an. Die Beamten nahmen den vollkommen Durchnässten vorläufig fest und informierten umgehend die sächsische Polizei.

Die Kriminalpolizeiinspektion Görlitz führt die bereits unmittelbar nach dem Überfall begonnenen Ermittlungen fort. In einer ersten Vernehmung hat der 42-jährige polnische Staatsbürger den Bankraub gestanden. Er hatte am Freitagvormittag gegen 11:00 Uhr die Sparkassenfiliale in der KÖ-Passage im Wohngebiet Königshufen betreten, war hinter den Tresen gegangen, hatte dort einer 61-jährigen Mitarbeiterin eine abgeschlagene Bierflasche an den Hals gehalten und Bargeld gefordert. Von den erbeuteten Scheinen, es handelte sich um einen hohen vierstelligen Betrag, fehlt derzeit allerdings noch jede Spur. In seiner Vernehmung gab der Beschuldigte an, diese auf der Flucht vor der Polizei verloren zu haben.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Görlitz erließ ein Haftrichter am Amtsgericht Görlitz am Sonntag Haftbefehl gegen den dringend tatverdächtigen Mann. Er wurde in die benachbarte Justizvollzugsanstalt überstellt, aus der er erst vor wenigen Tagen entlassen worden war.

Die Polizei bedankt sich bei der Bevölkerung und den Medien für die Unterstützung. Offenbar hat der hohe Fahndungsdruck dazu beigetragen, dass der Täter aufgegeben hat und die Straftat somit binnen weniger Stunden aufgeklärt werden konnte. [Quelle: Polizei]