Hockey: MSV Bautzen 04 nach Totalausfall am Tabellenende

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Am vergangenen Sonntag stand das letzte Spiel der Hinrunde für die Gastgeber aus Bautzen auf dem Programm. Nach mageren zwei Punkten aus den vergangenen Spielen hätte es gegen das Tabellenschlusslicht aus Leipzig einen Neustart geben sollen.
Pünktlich um 10 Uhr ging die Partie los und Bautzen wollte mit frühem Pressing zeigen, wer die Punkte am Ende holen wird. Diese Taktik ging die ersten 10 Minuten sehr gut auf, doch dann schlichen sich unerklärliche Fehler in das Spiel der Hausherren ein. In der Defensivbewegung nahmen nur wenige überhaupt an den Zweikämpfen teil und die dritte Vertretung aus der Messestadt konnte so ein Überzahlspiel aufziehen. Oftmals konnte Frank Grosche oder auch seine Abwehr den Sturmlauf unterbinden, doch irgendwann riss die Glückssträhne und es stand 0:1 für Leipzig. Klar war die Kritik von den Vorderleuten vorhanden, doch gerade die Kläger hätten helfen müssen und nicht tatenlos dem Unheil zuschauen. Im Schusskreis der Gäste war nach dem ersten Tor des Tages auf einmal Hochbetrieb. Die Offensive um Jens, Maik, Martin und Ralf kreierten sich eine Chance nach der Anderen, dennoch ohne Erfolg. Nachdem der Ausgleichstreffer einfach nicht fallen wollte, konterte sich Leipzig trotz sehr nassen Geläufs bis vor das Tor von Grosche.
Den ersten Schuss klärte Frank, doch plötzlich war der Ball weg. Er lag hinter Frank, aber noch vor der Linie. Anstatt dem kurz verwirrten Keeper zur Hilfe zu eilen, kommentierte man lieber im Schusskreis irgendwelche Aktionen und so schob der Angreifer aus Leipzig seelenruhig die Kugel über die Torlinie zum 0:2. Mit einer bitteren Erfahrung mehr im Gepäck ging es dann zum Glück in die Halbzeitpause.

Kurze Analyse mit deutlichen Worten, ein Schluck aus der Wasserflasche und schon ging es wieder auf den klitschnassen Rasen. Der Regen war im Übrigen nicht schuld an diesem Halbzeitstand. Leipzig spielte ab der zweiten Hälfte bissiger und befreiter.
Es war einfach zu spüren, dass sie diese Punkte unbedingt einfahren wollten.
Wie es bei den Spielern aus Bautzen aussah? Bei einigen Personen traf der Kritikpunkt von den Fans zu 100 % ins Schwarze. Keine Körperspannung und von den hängenden Köpfen brauchte man gar nicht erst anfangen zu reden. Diese fast schon freiwillige Aufgabe der Oberlausitzer nutzten die Messestädter natürlich zu ihrem Vorteil und netzten im späteren Verlauf noch eine Strafecke mit einem Schlenzball zum 0:3 ein. Mehr als bedient gab sich zumindest nicht das ganze Team auf und versuchte wenigstens noch einmal ranzukommen.
Martin Böhmer nutzte bei einem Freischlag den Selfpass klug aus, lief flink in den Schusskreis und knallte den Ball mit der argentinischen Rückhand an den langen Pfosten, wo der Ball ins Tor sprang. Das 1:3 hätte der Startschuss für eine große Aufholjagd werden können, doch manch ein Hockeyspieler nutzte lieber die Zeit, um mit den Unparteiischen über Regelauslegungen lautstark zu diskutieren. Nach 70 Minuten hatten die Schiedsrichter Gnade gegenüber den Fans bewiesen und erlösten sie mit dem Abpfiff von dieser qualvollen Begegnung. Am letzten Spieltag der Hinrunde übernahm so das Team aus der Senfstadt zurecht die rote Laterne der Staffel. Der Fokus des Teams liegt nun auf der Hallensaison, wo man im Vorjahr immerhin die Endrunde in Leuna erreichen konnte.

Zu danken haben wir als Team natürlich unseren Fans, Familien und Freunden für den Rückhalt, dennoch sollten wir unsere Rasenschnecken bei diesem Lob noch etwas deutlicher erwähnen, denn sie haben uns immer mit voller Tatenkraft unterstützt. Und natürlich vielen Dank an Rüdiger für die Programmhefte, Laura für die Fotos und Frank für die Leitung unserer Partien. Ohne euch allen, wäre dieser Spielbetrieb nicht zu stemmen. Danke.

[Quelle: Verein]

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