Polizei stoppt gestohlenen Porsche auf der A4

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Montagnachmittag ist ein in Köln gestohlener Porsche Cayenne auf der BAB 4 unweit des Parkplatzes Löbauer Wasser bei Bautzen in die Leitplanke gekracht. Zivilfahnder der Gemeinsamen Fahndungsgruppe (GFG) Bautzen nahmen den leicht verletzten mutmaßlichen Dieb vorläufig fest. Durch umherfliegende Teile wurden infolge des Unfalls auch drei unbeteiligte Fahrzeuge beschädigt.

Den Fahndern der Kriminalpolizei und Bundespolizeiinspektion Ebersbach war der schwarze Porsche in der Nähe des Burkauer Berges aufgefallen. Ein automatisiertes Kennzeichen-erkennungssystem hatte Alarm geschlagen. Der Oberklasse-SUV war in der Nacht zuvor in Köln gestohlen worden. Nach dem Wagen wurde bereits gefahndet. Bisher war er mehr als 650 km unbemerkt durch Deutschland gefahren.

Mehreren Streifen der GFG Bautzen gelang es, dem in Richtung Polen flüchtenden Wagen unbemerkt zu folgen und in Höhe des Parkplatzes Löbauer Wasser auf der BAB 4 zu stoppen. Beamte legten dabei einen sogenannten Stopp-Stick, eine Art moderner Nagelgurt, vor die Reifen des Wagens. Dabei gab der Mann hinterm Steuer jedoch wieder Gas. Nur mit einem beherzten Sprung zur Seite konnten sich die Polizisten vor dem losfahrenden Auto in Sicherheit bringen.

Der Stopp-Stick sorgte dafür, dass die Reifen des Porsche schnell luftleer wurden. Das Auto fuhr noch etwa zwei Kilometer weiter und krachte dann in die Mittelleitplanke. Die nacheilenden Polizisten nahmen den Fahrer des SUV vorläufig fest. Eigenen Angaben nach soll es sich um einen 31 Jahre alten Mann handeln. Er klagte aufgrund des Unfalls über leichte Verletzungen, die Sanitäter vor Ort versorgten. Den gestohlenen Porsche stellten Polizisten sicher.

Durch umherfliegende Teile des Porsche und der Mittelleitplanke wurden drei unbeteiligte Fahrzeuge beschädigt. Ein Metallteil durchschlug sogar die Frontscheibe eines in Gegenrichtung fahrenden BMW. Dessen 27 Jahre alter Fahrer hatte großes Glück. Das Metallstück traf ihn zwar am Kopf, verletzte ihn jedoch nur leicht. Die beiden 31 und 60 Jahre alten Fahrer der ebenfalls beschädigten Volkswagen blieben unverletzt.

Die Soko Kfz wird die weiteren Ermittlungen in enger Abstimmung mit der Kriminalpolizei in Köln führen. Die BAB 4 wurde in beide Fahrtrichtungen zur Unfallfallaufnahme und Bergung der beschädigten Autos kurzzeitig gesperrt und der Verkehr anschließend an der Unfallstelle einspurig vorbeigeführt. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens bildete sich schnell ein Stau von wenigen Kilometern Länge. Die Höhe des Sachschadens wird vermutlich mehrere 10.000 Euro betragen. Die Ermittlungen haben begonnen. [Quelle: Polizei]

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