So punkten Sie mit dem Büro-Knigge ABC Teil 2

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

was haben Sie von meinen Büro-Knigge-Tipps in Ihrem Team in der letzten Woche bereits umgesetzt? Sind Sie schon gespannt, was noch alles zum Büro-Knigge-ABC gehört?

Oftmals sind es nur Kleinigkeiten, die wir im hektischen Alltag „vergessen“, aber gerade dieser kleine Feinschliff macht uns zu beliebten Kollegen und fördert natürlich auch intern die Karriere.

Heute folgt Teil 2:

J wie Jahrestag

Halten Sie die Jahrestage feierlich in einem gut sichtbaren Kalender fest. Dadurch wertschätzen Sie Ihre Kollegen und Kolleginnen. Im kleinen oder mittelgroßen Team (bis 50 Personen) gratulieren Sie immer persönlich. An besonderen Jahrestagen (5 oder 0) können Sie im Team ein Geschenk zusammen stellen.

Verheimlichen Sie Ihrem Geburtstag bitte auch nicht. Ob Sie bei einem nicht runden Geburtstag etwas mitbringen (Brötchen, Kuchen) bleibt Ihnen überlassen. Beim runden Geburtstag empfehle ich Ihnen etwas mitzubringen. Nach Absprache mit dem Chef können Sie gerne nach Feierabend kurz anstoßen.

Mein Tipp: Passen Sie sich von Anfang an den Gepflogenheiten in der Abteilung oder der Firma an.

K wie Kommunikation

Eine ehrliche, faire und wertschätzende Kommunikation ist das A und O im Büro. Schon Knigge wusste „Interessiere dich für andere, wenn du willst, dass andere sich für dich interessieren.“

Sprechen Sie mögliche „Probleme“ mit einem Teammitglied direkt unter vier Augen an. Schildern Sie der Person die Sachlage aus der Ich-Botschaft. Probleme die während eines Projekts auftauchen, weil Ihnen die nötigen Informationen fehlen, sie gerade private Probleme haben, ect., sollten Sie schnell mit dem Projektleiter besprechen. Natürlich ist es nicht immer leicht, den richtigen Ton zu treffen. Ich empfehle regelmäßige Team-Meetings mit einem bestimmten Zeitplan, wo jeder in einer bestimmten Zeit seine Sachlage, seine aktuelle Herausforderung und Idee zu einem Projekt wertfrei schildern kann. Solange wir aktiv miteinander sprechen, ist jedes Problem nur eine kleine Herausforderung zum Ziel.

Mein Tipp: Sorgen Sie von Anfang an mit einer guten Kommunikation im Team dafür, dass alles möglichst reibungslos verläuft.

L wie Lästern

Lästern ist sowohl bei Frauen und Männer ein „kleines Laster“. Lästern Sie niemals direkt im Büro über Kollegen. Sprechen Sie auch nicht in der Öffentlichkeit schlecht über Ihre Kollegen. Natürlich wünschen wir uns von unserem Partner, unser Familie oder unserem Freundeskreis einen Tipp, wie wir damit umgehen können. Machen Sie es besser so, wenn Sie sich über jemanden ärgern: „Mir ist aufgefallen, dass einer meiner Kollegen immer wieder den gleichen Fehler macht. Wie würdest Du Dich in meiner Situation verhalten?“

Mein Tipp: Gerade, wenn das Büro-Klima eventuell sowieso angereizt ist, führen kleine Lästereien schnell zum Mobbing. Das hat wohl keiner Ihrer Kollegen verdient.

M wie Miteinander

Das Wort T.E.A.M steht nicht für „Toll ein anderer macht’s“, sondern für „Teil einer außergewöhnlichen Mannschaft“ sein.

Team’s wachsen mit ihren Herausforderungen. Selbst wenn Sie ein Muffel sind und abends gerne vor dem TV sitzen, empfehle ich Ihnen, regelmäßig bei Team-Events dabei zu sein. Dazu zählt auch die jährliche Weihnachtsfeier.

Mein Tipp: Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Kollegen besser kennenzulernen und verurteilen Sie nicht alle kleine Fehler.

N wie Namengedächtnis

Merken Sie sich unbedingt die Namen und die richtige Aussprechweise von Kollegen und externen Geschäftspartnern. Fragen Sie notfalls nach, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie den Namen falsch aussprechen oder falsch verstanden haben. Sich die Namen von wichtigen Menschen im täglichen Arbeitsumfeld zu merken, bedeutet Aufmerksamkeit und Wertschätzung.

Mein Tipp: Menschen hören ihre Namen gerne. Sprechen Sie daher Besucher oder Anrufer am besten zu Beginn und am Ende mit dem Namen an. Das zeugt von echten Interesse am Gegenüber.

O wie Ordentliches Erscheinungsbild

Ein korrektes und angemessenes Erscheinungsbild, passend zur Position und zum Unternehmen sollte selbstverständlich sein. „Kleider machen Leute“ – ein guter Stil sorgt dafür, dass Sie Ihre Kompetenz unterstreichen. Die visuelle Wirkung ist der Hauptfaktor beim 1. Eindruck. Möchten auch Sie von Anfang an beim 1. Eindruck punkten und gewinnen? Dann nutzen Sie meine Stil-Experten-Tipps:

  • Die Kleidung sollte sauber, gepflegt und gebügelt sein. Die Kleidung sollte weder zu eng noch zu weit sitzen. Fehlende Knöpfe, kaputte Säume oder Nähte lassen Sie bitte sofort ausbessern. Achten Sie darauf, dass Ihre Schuhe ebenfalls sauber und ohne kaputte Sohlen sind. Freizeitkleidung wie FlipFlops im Sommer oder Tanktops sind unpassend.
  • Allgemein gilt, dass die Kleidung Ihre Position unterstreichen sollte und passend zum äußeren Image Ihrer Firma passen muss. Outfit-, Typ- und Dress Code Berater unterstützen Sie gerne dabei, dass beste aus sich herauszuholen.
  • Zum ordentlichen Erscheinungsbild bei Damen gehört ein nicht zu tiefer Ausschnitt, ein guter Haarschnitt ohne großen Ansatz, nicht zu sexy oder freizügige Kleidung, nicht zu viel Make-up, nicht zu viel Schmuck (maximal 7 Schmuckstücke) und nicht zu viel Parfüm. Sichtbare Unterwäsche, zu kurze Röcke – selbst bei schönen Beinen und zu hohe Schuhe zeugen ebenfalls nicht von hoher Kompetenz.
  • Zum ordentlichen Erscheinungsbild bei Herren gehört ein korrekter Haarschnitt, saubere Nägel, keine sichtbaren Nacken-, Ohren- oder Nasenhaare sowie saubere, gepflegte Schuhe (verwenden Sie bitte jeden Tag gute Schuhspanner). Wer Anzug trägt sollte darauf achten, dass Sie nicht mehr wie 3 Farben und 2 Muster miteinander kombinieren. Goldkettchen und Krawattennadeln sind out. Ein kleiner 3-Tage Bart, der zum Stiltyp passt, ist durchaus passend.

P wie Pünktlichkeit

Selbst wenn Sie vielleicht in Gleitzeit arbeiten oder flexible Arbeitszeiten haben, mit Pünktlichkeit drücken Sie Kollegen und dem Arbeitgeber gegenüber Ihre Wertschätzung aus.  Falls Sie sich verspäten, kündigen Sie die Verspätung sofort an. Unpünktlichkeit heißt auch, dass Sie gerne die Zeit von anderen Menschen „stehlen“. Das gilt besonders bei internen Meetings und wichtigen Besprechungen.

„Pünktlichkeit ist die Tugend der Könige“ – wenn Sie zu einem externen Meeting eingeladen sind, sind 15 Minuten vorher als Wartezeit angebracht.

R wie Respekt

Respekt fängt mit der täglichen Begrüßung an und endet mit der stilvollen Verabschiedung. Dauerhafter mangelnder Respekt unter Kollegen führt zu einem schlechten Arbeitsklima.

Respekt bedeutet auch Achtung, Rücksichtnahme oder Berücksichtigung. Wer ständig introvertierte Kollegen zurück drängelt, macht sich unbeliebt.

Respekt bedeutet auch, Distanzzonen am Arbeitsplatz zu wahren, Duzen oder Siezen akzeptieren und das „markierte“ Revier von Kollegen zu respektieren.

Respekt bedeutet auch ehrliche und wertschätzende Kommunikation – unter Nutzung der kleinen Zauberwörter „Bitte“ und „Danke“, Kollegen für gute Arbeit loben, ehrlich gemeintes Feedback geben, Kritikfähigkeit sowie jedem im Team eine Chance geben, sich positiv weiterzuentwickeln.

„Respektiere dich selbst, wenn du willst, dass andere dich respektieren“ sagte schon Knigge. Respekt fängt auch damit an, dass wir uns selbst nicht unter dem Scheffel stellen und auch mal Eigeninitiative zeigen.

Wünschen Sie weitere Tipps oder haben Sie Anregungen, Ideen oder Fragen, die Sie gerne beantwortet haben möchten? Dann schreiben Sie mir an info@gekonnt-wirken.de.  Am nächsten Montag erhalten Sie weitere Büro-Knigge-ABC Tipps von mir.

PS: Haben Sie Teil 1 verpasst? Hier können Sie den 1. Teil vom Büro-Knigge-ABC nachlesen.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim lesen und teilen der Kolumne.

PS: Gerne können Sie mich als Management-Trainerin auch gerne für Ihr Team für ein maßgeschneidertes Büro-Knigge Seminar buchen.

Janine Katharina Pötsch
Expertin für stilsicheres Auftreten auf jedem Parkett
www.gekonnt-wirken.de 
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Veröffentlicht von

Janine K. Pötsch

Janine Katharina Pötsch ist Deutschland bekannteste Expertin für stilsicheres Auftreten auf jedem Parkett, Knigge-Expertin und Management-Trainerin. "Persönlichkeiten, nicht Prinzipien bewegen die Welt" In meiner gesamten beruflichen Laufbahn habe ich immer meinen Mitmenschen geholfen, Ihre inneren Werte mit Ihrem äußeren Erscheinungsbild in Einklang zu bringen. Dazu zählt auch Persönlichkeits-Training, um Ihr Mindset zu (ver-)ändern und mit einem neuen Selbstbewusstsein zu punkten. Dank meiner authentischen, ehrlichen und frechen Art, meiner Expertise und meinen umfassenden Aus- und Weiterbildungen, sind meine Kunden immer wieder begeistert und positiv überrascht, wie klar ich Ihre Einzigartigkeit als Marke „Ich“ mit Ihren Persönlichkeit und den Botschaften Ihrer persönlichen Außenwirkung im Training und Coaching in Einklang bringe.