Sonntags-Gewitter bringen Regen nach Ostsachsen

Zahlreiche Gewitter sind über den ganzen Sonntag verteilt über Ostsachsen hinweg gezogen. Und vielerorts brachte es den lang ersehnten Regen. Während in einigen Teilen Deutschlands Überflutungen und Blitzschläge für Schäden sorgten, ging das Ganze in Ostsachsen zum Glück glimpflicher aus. Lediglich in der Gemeinde Lohsa bei Hoyerswerda waren einige Feuerwehreinsätze infolge von Starkregen abzuarbeiten. Die Feuerwehr richtete hier eine ortsfeste Führung ein und arbeitete die Einsatzstellen Stück für Stück ab. Dabei galt es Keller, Grundstücke und Straßen von Wasser zu befreien. Aber auch umgestürzte Bäume mussten beseitigt werden. Verletzt wurde dabei niemand. Für die kommenden Tage wird es vorerst eine Gewitterpause geben.

Starkregen und Überflutungen – Ostsachsen von heftigen Unwettern heimgesucht

Heftige Unwetter haben am späten Mittwochnachmittag einige Teile Ostsachsens heimgesucht. Während vielerorts noch die Sonne schien, war zuerst im Bereich Radibor und Großdubrau plötzlich Land unter. Massive Regengüsse sorgen hier für überschwemmte Straßen und Grundstücke. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Kurz darauf bildete sich eine weitere Gewitterzelle, die vom Oberland aus auf die Gemeinden Doberschau-Gaußig und Göda einwirkten. Auch hier strömten Wassermassendurch die Orte und sorgten für schwere Überschwemmungen. Schlimm getroffe hat es auch die Bautzener Seidau, sowie Salzenforst und Oberuhna. Auch hier standen jede Menge Straßen und Häuser unter Wasser. Die Feuerwehren und das THW sind derzeit noch immer im Einsatz.

Achtung: Extreme Hitze in Ostsachsen erwartet

Die Wetterdienste warnen für den heutigen Dienstag vor extremer Hitzebelastung. Demnach erwarte man in Ostsachsen Temperaturen von über 30 Grad. Und das, wo die durchschnittliche Höchsttemperatur im Mai eigentlich bei etwa 19 Grad liegt. Spürbar macht sich das Wetter vor allem beim Kreislauf älterer Menschen und Kinder. Viele Schulen haben deshalb reagiert und für heute verkürzten Unterricht angeordnet. Gefährlich wird es hingegen in den ostsächsischen Wäldern. Hier herrscht verbreitet die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5. Vom Betreten der Wälder nördlich der Autobahn 4 wird abgeraten. Offenes Feuer und Rauchen ist in Wäldern generell verboten.

Am Nachmittag können dann auch über Ostsachsen einzelne Hitzegewitter hinwegziehen und mit Blitz und Donner für etwas Abkphlung sorgen. Und auch der damit verbundene Regen ist nach der langen Trockenperiode dringend nötig. Ob die Gewitter auch wie für andere Teile deutschlands unwetterartig ausfallen ist noch unklar. Es kann jedoch nicht schaden, sich auf mögliche Unwetter mit Starkregen vorzubereiten.

Ostsächsische Sturmjäger starten in die Saison

Endlich ist der Frühling auch in Ostsachsen angekommen. Am Mittwoch zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite, sodass die Temperaturen sogar die 20-Grad-Marke knackten. Doch schon am Mittwochabend sorgten die ersten Frühlingsgewitter für ein wenig Abkühlung. Aus Südwesten waren Blitz und Donner zu vernehmen, bis schließlich auch starker Regen einsetzte. Doch was dem einen oder anderen zusammenzucken lässt, ist für sogenannte Sturmjäger purer Nervenkitzel. Diese begingen am Mittwoch ihren Saisonauftakt und rasten den Gewitterzellen hinterher, um sie zu fotografieren. Zwei von ihnen sind auch Enrico Tomschke und Sören Bunk. Die beiden waren in der Nähe von Pulsnitz unterwegs, um das Wetterphänomen zu beobachten.

Mit ihren Kameras positionierten sich die zwei Stormchaser zuerst auf dem Eichberg in Lichtenberg. Gespannt warteten die beiden auf die immer wieder am Horizont zuckenden Blitze. Ständig das Radar im Blick war aber schnell klar, dass dieser erste Ausflug der Saison weniger erfolgreich enden würde.

Und tatsächlich wurde das Gewitter immer schwächer. Lediglich im Süden von Brandenburg und in Richtung Tschechien konnten die zwei Sturmjäger einige Blitze beobachten und mit ihren Kameras festhalten. Immer wieder fielen die Blicke auf die Displays der Smartphones, um die aktuellen Radarbilder zu überprüfen.

Zum Saisonauftakt in diesem Jahr wollten die zwei Sturmjäger die Hoffnung auf gute Bilder vorerst nicht aufgeben. Denn auch wenn vom Fotostandpunkt aus nicht viel zu sehen war – eine kleine Chance auf gute Gewitterbilder bestand noch immer. Die zwei setzten sich kurzerhand ins Auto und fuhren in Richtung Neustadt, wo laut Radar ein Ausläufer vorbeiziehen sollte. Und tatsächlich: zu später Stunde konnten die Stormchaser doch noch ihre Fotos schießen und hautnah ein wahres Naturschauspiel mitverfolgen.

Trotz aller Gefahren – die Sturmjäger freuen sich schon auf die Gewitter in den kommenden Monaten. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Schäden hierbei in Grenzen halten werden.

Friederike und die Folgen: Gebäudeversicherung muss zahlen

Der Orkan Friederike ist nun schon vor einer Woche über uns hergezogen. Die schlimmsten Schäden sind beseitigt. Allein in Deutschland gibt es acht tote Menschen zu beklagen und einen Sachschaden von etwa 1 Milliarde Euro. Hochsaison für die Regulierer der Gebäudeversicherungen, mit denen es immer wieder Streit gibt. Erst vor kurzem hat das Oberlandesgericht ( OLG ) Hamm über folgenden Fall zu entscheiden: Ein Sturm fegte mit Windstärke 8 über das Land und beschädigte eine Buche auf dem Nachbargrundstück. Diese fiel aber erst 6 Tage später um und brachte erheblichen Schaden am Haus. Die Gebäudeversicherung lehnte die Zahlung ab. Sie war der Auffassung, ein Versicherungsfall sei nicht gegeben. Das ist aber falsch. So das OLG Hamm in seinem Urteil vom 25.09.2017 ( AZ.: 6-U-191/15 -). Denn ein umstürzender Baum als Folge dieser Windstärke ist ein klarer Fall nach den Versicherungsbedingungen. Es kommt nicht darauf an, dass der Baum zunächst entwurzelt wurde und dann später kippte und umfiel. Maßgeblich war allein der Sturm als Ursache des Schadens. Der Zeitpunkt des Umfallens war letztlich nur Zufall.
Hier wie bei vielen anderen Sachverhalten ist es wichtig, die Vorgänge sorgfältig zu prüfen und bei einer Ablehnung durch die Versicherung nicht einfach klein bei zu geben.
Für solche Fälle hat man ja schließlich die Versicherung abgeschlossen.

Sturm Friederike richtet große Schäden an

Das Sturmtief Friederike ist am gestrigen Donnerstag über Ostsachsen hinweg gefegt. Gegen 16 Uhr begannen die Sturmböen, um 18 Uhr hatte der Orkan vielerorts seine volle Stärke erreicht. Vor allem Bäume kippten um und Hausdächer wurden abgedeckt. Die Feuerwehren rückten zu hunderten Einsätzen aus. Viele bildeten sogenannte Landfunkstellen, um die ausgelasteten Rettungsleitstellen zu unterstützen und ihre Einsätze selbst zu koordinieren. Noch immer sind viele Bahnstrecken und Straßen gesperrt. Und auch jetzt ist die Feuerwehr immernoch dabei, Sturmschäden zu beseitigen. Es wird dringend davon abgeraten, Wälder zu betreten. Es besteht weiterhin die Gefahr, dass Bäume umkippen oder Äste herabstürzen.

Zugverkehr in Ostsachsen immer noch mit großen Einschränkungen

Nach Sturm Friederike ist der Zugverkehr auch in Ostsachsen größtenteils zum Erliegen gekommen. Bereits gestern Abend hatten die Bahnunternehmen den Verkehr eingestellt. Laut der Länderbahn habe man in allen Fällen noch die nächsten Bahnhöfe erreichen können, sodass alle Reisenden an ihre Ziele gebracht werden konnten. Nun laufen immer noch die Erkundungsfahrten und Aufräumarbeiten. Laut den Internetseiten der Betriebe sind folgende Strecken noch gesperrt. (Stand: 19.01.2018 07:00 Uhr)

  • RB33 Dresden – Königsbrück // verkehrt als BNV
  • RB34 Radeberg – Kamenz // gesperrt
  • RE15 Dresden – Hoyerswerda // erhebliche Einschränkungen

Für genauere Auskünfte stehen die Hotlines und Internetseiten der Verkehrsbetriebe zur Verfügung.

Achtung: Auch etliche Straßen sind gesperrt. Wer mit dem Auto auf Arbeit fährt, sollte Umwege mit einplanen.

FRIEDERIKE: Ticker zum Sturm am Donnerstag in Ostsachsen

Am Donnerstag werden auch in Ostsachsen die Folgen vom Sturmtief FRIEDERIKE zu spüren sein. Mancherorts mehr, in einigen Regionen sicher aber auch weniger. Auf dieser Seite möchten wir euch über den aktuellen Verlauf informieren und up-to-date halten.

+++ UPDATE vom 18.01.2018 um 15:00 Uhr +++

Langsam nähert sich der Sturm aus Richtung Nordwest. Gegen 16 Uhr wird das Sturmfeld auf den Landkreis Bautzen treffen und dann in Richtung Görlitz weiter ziehen. Bis 20/21 Uhr ist dann mit schweren Sturmböen zu rechnen. Erste Feuerwehreinsätze wegen umgestürzter Bäume sind bereits ausgelöst worden. Und das, obwohl derzeit gerade einmal ca. 60km/h gemessen wurden.

+++ UPDATE vom 18.02.2018 um 08:00 Uhr +++

Die neuen Wettermodelle zeigen, dass sich die Lage um Sturmtief FRIEDERIKE leider doch noch verschärft. Das Sturmtief nimmt ordentlich Fahrt auf und wird Ostsachsen scheinbar ein wenig härter treffen, als zunächst erwartet. Den neuen Berechnungen zufolge muss man in den gesamten Landkreisen Bautzen und Görlitz mit Sturmschäden rechnen. 100 bis 120 km/h können vor allem in den Gebieten südlich der A4 auftreten. Doch auch die Region um Pulsnitz, Kamenz und Bernsdorf/OL müssen sich auf den schweren Sturm einstellen. Der Deutsche Wetterdienst hat für gesamt Ostsachsen eine Unwetterwarnung herausgegeben. Auch die Warn-Apps NINA und KatWarn haben bereits ausgelöst. Auf folgender Seite gibt es Verhaltenstipps: Richtiges Verhalten bei Unwetter

+++ Update vom 17.01.2018 um 20:00 Uhr +++

Ganz sicher sind sich die Wettermodelle noch nicht. Tagsüber ging man wieder davon aus, dass der Sturm etwas schwächer und ein Stück südlicher über Sachsen zieht. Am Abend zeigen die Berechnungen des Europäischen Wettermodells jedoch eine zentrale Zugbahn über die beiden Landkreise Bautzen und Görlitz. Demnach gebe es zwei Schwerpunkte. Um ca. 19 Uhr könnte ein Streifen von Pulsnitz über Panschwitz-Kuckau bis nach Königswartha und die Heide-Teich-Landschaft Windgeschwindigkeiten von 100 bis sogar 120 km/h mit sich bringen. Ein zweiter Schwerpunkt würde laut dem Modell von 22 bis 23 Uhr von Bischofswerda über Bautzen und Schirgiswalde-Kirschau bis nach Löbau, Ebersbach-Neugersdorf und Großschönau, sowie den Bereich um Görlitz liegen. Das britische Wettermodell sieht den Schwerpunkt generell über ganz Ostsachsen. Beide Landkreise könnten demnach auf der gesamten Fläche betroffen sein. Man sieht, es bleibt abzuwarten, was die Berechnungen morgen früh sagen. Fest steht: Solch eine Lage kann man nie 100-prozentig vorhersagen. Es kann genauso passieren, dass es Regionen gibt, die sogar vom Sturm nahezu verschont werden. Dennoch sollte sich jeder vorbereiten:

Gegenstände im Freien sichern, das Auto möglichst sicher abstellen, Bäume und Wälder meiden(!!!), auf herabfallende Dachziegel und Gegenstände achten, das Handy laden, sich auf mögliche Strom- und Telefonausfälle vorbereiten, mit Verkehrseinschränkungen rechnen.

Vorabinformation: Unwetter am Donnerstag möglich

Am kommenden Donnerstag, dem 18. Januar 2018, kann es auch in Ostsachsen zu einem Unwetter mit orkanartigen Sturmböen kommen. Verschiedene Wetterdienste berichten vom Sturmtief FRIEDERIKE, welches am Donnerstag vom Atlantik aus kommend über die Niederlande auf Deutschland treffen soll. Noch gibt es den Berichten zufolge einige Unklarheiten, in welcher Intensität in welchen Regionen gerechnet werden muss. Denn es lässt sich im Vorfeld nur schwer vorhersagen, mit welcher Zugbahn der Sturm über Deutschland hinweg fegt. Eins stehe aber fest: „Am Donnerstag sollte man in der am stärksten betroffenen Region die Wälder meiden und mit erheblichen Verkehrsbehinderungen auf Straßen und Schienen rechnen“, so das Internetportal Unwetteralarm.com. Verschiedenen Wettermodellen zufolge muss man mit Windgeschwindigkeiten zwischen 80 und 120 km/h rechnen. Dabei könne Bäume brechen, Gegenstände umherfliegen oder gar Häuser und Dächer beschädigt werden. Jeder sollte sich auf die Situation vorbereiten und die Wetterberichte stets im Auge behalten. In Ostsachsen ist am Abend mit dem schwersten Teil des Sturmes zu rechnen. Ostsachsen.TV wird Sie auf dem Laufenden halten.

Blitzschlag legt Zittauer Post lahm

Die Hauptfiliale der Post in Zittau bleibt vorerst geschlossen. Am Eingang ist ein Hinweis angebracht, der Kunden darüber informiert. Dem Aushang zufolge habe ein Blitzeinschlag gestern Abend das Finanzcenter außer Betrieb gesetzt. Ein Techniker sei dabei, die Störung zu beheben. Bis dahin bleibt die Filiale geschlossen.

Ein Gewitter ist am späten Sonntagabend über Ostsachsen hinweg gezogen. Mit Blitz und Donner wurden dann vor allem Autofahrer mit einem kräftigen Schneeschauer überrascht. Auf der A4 zwischen Ohorn und Burkau ging es teilweise nur im Schritttempo voran. Nach etwa einer Stunde war das Treiben zügig vorbei, der Schnee taute wieder.