Warum die Deutsche Nationalmannschaft verlieren musste!

Muss Jogi Löw gehen?

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Bereits im Jahr 2011 verfasste Bestsellerautor Peter Buchenau in seinem Buch „Die Performer-Methode“, erschienen im Springer Verlag, die Merkmale für Teamerfolg. Die Performer-Methode setzt sich aus den nachfolgenden Bausteinen zusammen:
1. Purpose, (Sinnzusammenhang, Ziel und Zweck)
2. Empowerment (Wollen – Können – Dürfen)
3. Relationships (Beziehungen und Kommunikation)
4. Flexibility (Flexibilität und Change-Management)
5. Optimism und Morale (Optimismus und Motivation)
6. Respect (Respekt und Anerkennung)
7. Magnetism (Ausstrahlungskraft und Wirkung)
8. Energy (Kraft und Gesundheit)
9. Repetition (Üben, Üben, Üben).

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Alle diese neun Erfolgsindikatoren fehlten der Deutschen Nationalmannschaft am 27. Juni 2018 im Spiel gegen Südkorea. Angefangen bei „Purpose“ – Ziel und Zweck. Als Zuschauer gewann man den Eindruck, dass der Fokus der Nationalmannschaft nicht auf Gewinn gerichtet war. Belá Rethýs Kommentar: „Das ist nicht Zeitlupe, das ist real!“ unterstrich die desolate Leistung. Ebenso schien es für den Zuschauer so, als hätte kein Spieler das Bedürfnis gehabt, die Verantwortung für die Mission „Gewinnen“ zu übernehmen. Das zwingend notwendige „Wollen-Können-Dürfen“ war bei keinem der Spieler zu erkennen.

Auch beim Faktor Relationship, wer hilft oder unterstützt auf dem Weg zum Gewinn, muss sich der Bundestrainer Joachim Löw mit Sicherheit die Frage gefallen lassen: „Waren wirklich die 11 befähigten (empowerten) Spieler auf dem Platz?“. Zudem scheint Herr Löw, den ich übrigens sehr schätze da er aus der gleichen Südschwarzwälder Ecke kommt, das Thema Change-Management – übrigens Grundwissen erstes Semester Hochschule – vergessen zu haben. Von Optimismus, Moral und Respekt, für Deutschland spielen zu dürfen, keine Spur. Waren die Herren Özil und Gündogan dafür die richtige Wahl? Welcher Nationalspieler hatte Strahlkraft und entfachte eine Sogwirkung um andere Mitspieler mitzureisen und zu motivieren? Haben Sie einen Spielführer gesehen?

Körperlich und mental schienen die Spieler nicht auf Top-Niveau zu sein. Wie sonst ist es zu erklären, dass viele Spieler einfach nur gemütlich trabten anstatt für Deutschland spielerisch zu kämpfen. Alle Spieler waren weit von Ihrer Höchstleistung entfernt. Bleibt nun noch der Indikator der „Repetition“ – das üben, üben, üben. Das bedeutet schlichtweg auch aus Fehlern zu lernen und das Thema scheint mir nach den Vorbereitungsspielen gegen Saudi-Arabien und Österreich total vergessen zu sein. Kurzum, vielleicht hätte Joachim Löw anders reagiert und Erfolg gehabt, wenn er zuvor die Performer Methode angewandt hätte.

Übrigens, im Buch Chefsache Erfolg – neun Erfolgsfaktoren für Chefs von Morgen – erschienen im März 2018 im Springer Verlag, beschreiben neun Experten, welche Kenntnisse und Eigenschaften es braucht, um in Zukunft erfolgreich zu sein. Ich werde ein Exemplar dem DFB schenken.

Über Peter Buchenau: Peter Buchenau ist der Chefsache-Ratgeber im deutschsprachigen Raum. Seit über 25 Jahren ist er als Führungskraft, Ratgeber und Redner mit den Schwerpunkten Führung, Vertrieb sowie Krisenmanagement auf dem internationalen Markt tätig. Peter Buchenau ist Ihr Gefährte, er begleitet Sie bei der Umsetzung Ihres Weges, damit Sie Spuren hinterlassen – Spuren, an die man sich noch lange erinnern wird.